The Verarschung of The Verarschung: Heino fährt Rammstein und Ärzte sauer :-)

http://www.focus.de/kultur/musik/aerzte-und-rammstein-gecovert-heinos-cover-platte-treibt-deutsche-rocker-zur-weissglut_aid_904901.html

 

Sven-Sebastian Sajak - Eigenes Werk CC BY-SA 3.0Die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Person(en) beschränken bestimmte Weiterverwendungen des Bildes ohne dessen/deren vorherige Zustimmung.
Sven-Sebastian Sajak – CC BY-SA 3.0

Heino singt auf seinem neuen Album Songs von Bands wie Rammstein und den Ärzten – Die Cover-Platte treibt deutsche Rocker und ihre coooooolen Fans zur Weißglut [-> http://www.focus.de/kultur/musik/aerzte-und-rammstein-gecovert-heinos-cover-platte-treibt-deutsche-rocker-zur-weissglut_aid_904901.html ] Well Done Heino! Ich lach mich schlapp über diese ganzen Spiesser-RocknRoller, die sich jetzt über dich aufregen … Denn über sich selber lachen konnte man in der coolen linken Pop-Kultur ja noch nie so richtig gut :))

 

Campino ein Popkonservativer?

http://www.bild.de/unterhaltung/tv/campino/ganz-spiessig-bei-beckmann-27563718.bild.html

CAMPINO photo
Photo by avda-foto

„Im Alter wird man popkonservativ“. Wer kennt es nicht dieses Sprichwort. Jetzt hat es Campino den Sänger der Toten Hosen erwischt. BILD berichtete heute über seinen Beckmann-Auftritt. Offenbar muß man damit rechnen, daß Campinos 9-jähriger Sohn sein erstes Bier frühestens nach der Konformation bekommt … und schlimme Drogen wie Marihuana sowieso erst wenn er volljährig ist. Aber im Ernst – eigentlich möchte ich Campino auf die Schulter klopfen und ihm zu seinem Mut beglückwünschen all die linken Spießern mit seinen konservativen Erziehungsidealen zu schocken.  Er scheint einfach gemerkt zu haben, dass all diese antiautoritären Erziehungsideologien nichts mit der Lebenswirklichkeit eines verantwortungsvollen Vaters zu tun haben. Und nach Antoine de Rivarol (1753-1801) ist Konservatismus auch nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

 

Neues vom Hipster … Springer verwechselt leider mal wieder Freund und Feind!

http://www.welt.de/kultur/article13857560/Der-Hipster-mit-dem-Jutebeutel-das-neue-Hassobjekt.html

hipster photo
Photo by ilustracionesCecilia

Thema Hipster … Ihr erinnert Euch? Ja genau … „PopConservative Hipster aller Länder vereinigt Euch!!“ hier auf popcons.de Die WELT hat nun auch endlich was zu dem Thema gebracht: „Der Hipster mit dem Jutebeutel – das neue Hassobjekt“ von Daniel-C. Schmidt. Was für eine vertane Chance … Ich war total sauer als ich ihn las. Ich war so sauer – ich ließ mich sogar noch zu einem richtig schön arroganten Oberlehrer-Leserbrief hinreißen: „Herr Schmidt, Hallo! 🙂 ich wollte ihnen noch kurz mitteilen, dass Mark Greif zu den wirklich absolut unbelehrbaren Salonmarxisten gehört und noch dazu als einer der größten „occupy“-Ideologen auf unserer schönen Erde unterwegs ist. Ich als popkonservativer WELT-Leser finde es schade, wenn Journalisten „meiner“ Zeitung solchen linksintellektuellen „Zündlern“ auch noch eine Plattform geben. … und ihre soganannten Hipster … ich nenne sie lieber bourgeoise Bohèmians – stellen meines Erachtens eine sehr sehr attraktive neue lesergruppe für ihr Blatt dar, über die sie nicht ohne Not und mit himmelschreiender [sorry, sorry affektbedingt … würde ich selbstverständlich SOOO heute nicht mehr scheiben – Anm. des Leserbriefautors] Ahnungslosigkeit herziehen sollten … oder frei nach Carl Schmitt: Politik ist die Unterscheidung zwischen Freund und Feind …“

 

Kleines popkonservatives Manifest


Ich glaube, dass „unsere“ Musik, „unsere“ Filme und „unser“ Glaube
„unsere“ Gehirne und „unser“ Denken verändern.

Was popcons.de daher erreichen möchte, ist
1. dass (christlich)-konservative Menschen mit „unserer“ (indie)popkulturellen Prägung vernetzt werden (gerne auch weltweit) und zwar nicht nur mit der normalerweise üblichen Linkshirnvernetzung, sondern durch eine Parallelschaltung von linker UND rechter Hirnhälfte … es ist noch garnicht abzusehen, was sich dadurch für eine wunderbare kreative Polit-Community entwickeln könnte …
Überhaupt … wie können Konservative ihre RECHTEN Hirnhälften nur so schmählich vernachlässigen 😉
und
2. dass Unpolitische, Nicht-Festgelegte, Pragmatische über die (Indie-)Musik Zugang zu witzigen, sehr schönem und vor allen Dingen nicht-nationalchauvinistischen konservativem Denken bekommen, was bis jetzt meines Wissens in Europa noch nicht möglich ist …
Zuletzt hat sowas die andere Seite sehr sehr großdimensioniert in der 68er-Kulturrevolution grandios durchgezogen …

JUNO-Conservatives this will be YOUR summer!!!

juno photo
Photo by Yami Altamirano.

 

 

Photo by Yami Altamirano.

Das #1-Kritiker-Album des Jahres 2011 und ich

 

popconslogo

OK bei mir – dem international für seinen besten musikgeschmack der welt bisher noch nicht sonderlich bekannten popconservativ-reaktionären freizeitmusikkritiker – ist es so, dass ich im gegensatz zu den oben erwähnten kritikern politisch progressiver musikblätter erfreulicherweise keine ersten plätze für politisch korrekte pazifistInnen-alben vergeben muss (pj harvey erhält demensprechend bei mir nur 11 punkte [note 2] … was dann so ca. platz 1000 bedeutet) … lippenaufgespritzte lana del rays oder andere 2011er-hypes wie bon iver, caspar oder zola jesus kommen gar überhaupt nicht vor … benotet wird nur wie toll ich einen song finde … und songs die ich toll finde sind irgenwie auch toll …

wegen des großen interesses hier also kurz ein paar bemerkungen zu meiner zugegebenerweise ein wenig zwanghaften arbeitsmethode:
ich höre beim zähneputzen, hund gassi führen, auf dem weg zur arbeit und anderen sich ergebenden gelegenheiten so ca. 10.000 songs pro jahrgang (es werden bei mir an 365 tagen im jahr permanent die 50 besten radiosender [25%mainstream 75%alternative-indie] mitgeschnitten) …
was grottenschlecht ist oder blasphemisch bekommt 1 stern, was super ist 5 sterne … alle 4 und 5 sterne-songs werden dann nochmal in ruhe am stück durchgehört … dann benote ich die 4-5-sterne-songs mit noten zwischen 10 (mässig) bis 15 (extrem glücklich machend).
von allen songs die mindestens 13 punke erreichen bewerte ich alle songs des albums. am ende des jahres mache ich dann die auswertung … und erhalte so die besten 500 alben des jahres …

… naja jedenfalls … bin ich mit 2011 … ähämm .. … noch nicht ganz fertig …
:-)) :)) :-))

2010 falls es jemanden interessieren sollte – war bei mir
… das #1-album das hier -> darwin deez von darwin deez http://www.youtube.com/watch?v=8pbdLqTh_x4
… und die #1-„single“ das hier -> „heaven’s on fire“ von radio dept. http://www.youtube.com/watch?v=r0FoVuUYh4w

OK ich merk schon … ihr seid begeistert :-))

 

PopConservative Hipster aller Länder vereinigt Euch!!

hipster photo
Photo by Christopher.Michel

In der neuen Spex ist man gerade ausgesprochen stolz auf das neue Hipster-Buch Hipster – Eine transatlantische Diskussion von einigen popmarxistischen Intellektuellen aus der Spex-Wolke unter der Leitung von Mark Greif: „Während die weißen, wohlhabenden Baby Boomer einst in die Vororte flohen und die amerikanischen Innenstädte verslummen ließen, kehren ihre hippen Kinder jetzt in die Citys zurück, verdrängen die dort lebende multiethnische Bevölkerung … Es liegt nahe, dass die in linker Theorie geschulten n+1-Autoren nicht viel Gutes über diesen Hipster zu sagen haben.“

hallo spex 🙂
ich spreche hier für die popconservativen unter den spex-lesern und hab grad ideen für ganz neue milieugetriggerte bündnisse: wir werden die hipster nämlich von den occupy-happenings weglocken, ihnen zu ihrem eigenen bourgoisen selbstverständnis  zurückverhelfen … ihnen mit modernster memetik ein southpark-konservatives klassenbewußtsein installieren und uns dann gemeinsam die linke salonmarxistenmafia vornehmen … stellt euch schon mal darauf ein, dass wir euch nicht mehr in die angesagten clubs lassen, euch clubmate-verbot erteilen und – was das schlimmste für euch sein wird – uns überhaupt gar nicht mehr auf euch beziehen und unsere SPEX-Abos kündigen werden beziehungsweise noch viel demütigendere maßnahmen, die ich mir gerade noch ausdenke  …

OK so machen wirs !! :-))

2011/05/15 [motor.de] Die Selbstkritik der Woche: Jan Delay, ESC-Artist

Jan Delay photo
Photo by Sebastian Gerhard

http://www.motor.de/motormeinung/motor.de/die_selbstkritik_der_woche_jan_delay_esc_artist.html

Für mich ist es immer wieder schön zu beobachten, wie großmäulige RAF-Sympathisanten oder systemkritische Spinner aus anderen Bastelgruppen letztlich hilflos die Waffen strecken müssen vor der Coolness und der unglaublichen Sexieness des Kapitalismus :-))

2011/04/20 [welt.de] Ralf Niemczyk: Vom Charme des Normalseins

http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13222032/Vom-Charme-des-Normalseins.html

Baltic Soul Weekender photo
Photo by Alsterstar

Ex-Spex-Autor Ralf Niemcyk schriebt für Springer!!! Ich fasse es nicht … Das ist ja suuuperOK !!!! 🙂 OK Ralf … Willkommen an Bord der Neuen Bürgerlichkeit … cool das Du dabei bist!! Dein Artikel aber das Baltic Soul Weekender bei Lübeck war der wunderbarste Artikel, den ich dieses Jahr gelesen habe. Nächstes Jahr bin ich mit meiner Familie selbstverständlich mit dabei :-))

Zitat: „Hier wird die Normalität des Mittelstandes nicht durch Fluchten in Lack, Leder oder Ganzkörper-Tattoos verdrängt, sondern ganz im Gegenteil kunstvoll kultiviert. Ausgerechnet die sportlich-klassische Harrington-Windjacke mit ihrem charakteristischen Innenfutter in Schottenkaro, die seit Jahrzehnten das modische (Under-)Statement dieser Bewegung repräsentiert, macht zur Zeit eine erstaunliche Karriere in der Modewelt.“ …

„Der Kleidungsstil auf dem Soul Weekender ist gekonnt sportlich-nachlässig. Marken wie Fred Perry, Ben Sherman, Fila, Sergio Tacchini oder Retro-Fundstücke von Adidas beherrschen die Gänge zwischen den verschiedenen Tanzflächen. Ein weißes T-Shirt mit Jeans tut es aber auch. Niemand wirkt hier aufgesetzt oder verkleidet. Paul Weller als immer gerne zitierte Stilikone der Mods des 21. Jahrhunderts würde hier eindeutig als „overdressed“ auffallen. Mit Sechziger-Jahre-Folklore will an der Ostsee niemand etwas zu tun haben. Eine ganz bestimmte Haltung zur Popkultur ist gefragt, keine Uniform aus der Boutique. Eine Einstellung, die längst weitere Kreise gezogen hat, denn das Lebensprinzip Soulboy oder Mod geht weit über das einmal im Jahr stattfindende Spezialistentreffen hinaus.“

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Super Artikel!!

 

2005/09/30 [taz.de] Ulf Poschard: Wir müssen reden

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/09/30/a0188

Ulf_Poschardt_Wir_muessen_redenDas war so ungefähr die pop-liberale Initialzündung für Deutschland. Kult-DJ und Elite-Redakteur Ulf Poschard wollte mit diesem Artikel nichts weniger, als eine ganze Generation von kulturlinks aufgewachsenen Zöglingen aus mehr oder weniger gutem Hause von ihrem ideologischen Neglect befreien. Er öffnete ihnen die Augen für ein neues aufregendes Universum in dem sie sich schon längst befanden ohne es zu merken. Das Universum des modernen bürgerlichen Milieus. Es geht darum, ehrlich zu sich selber und seinen eigenen Interessen zu sein, sich aus der kuscheligen, aber mittlerweile doch wirklich verlogenen Ecke des strukturkonservativen-Linken Gutmenschentums zu verabschieden …
„Wenn Diedrich Diederichsen, das (ganz großartige) Idol aller Denkfreudigen unter 50, den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme als Kerninhalt einer Veranstaltung in der Volksbühne formuliert, verkümmert einst originelles Denken und betoniert Umverteilungsansprüche und Staatsseligkeit.“
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