Evangelikale Hipster, fürchtet euch nicht!

 

 

 

 

 

„Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.”
Aus dem Brief des Paulus an die Philipper 1,6

Jeder kennt die Filmfigur Forrest Gump: „Ich bin kein kluger Mann, aber ich weiß, was Liebe ist.“ Die Liebe seines Lebens Jenny dagegen ist eine Intellektuelle, die rastlos auf den coolen Wellen der Gegenkultur surft. Hippie, Polit-Aktivistin, Disko- und Drogenkultur. Jenny wird später Opfer dieses hippen Pfades der Selbstzerstörung. Forrest Gump dagegen ragt als zeitloser Fels in der popkulturellen Brandung und ist vor allem eines: authentisch! Viel zu spät erkennt Jenny das, erlebt aber noch zwei glückliche gemeinsame Familienjahre, bevor sie an Hepatitis stirbt.

Evangelikale Hipster sind wie Jenny

Verhalten wir gebildeten Kinder einer frommen Generation evangelikaler Eltern uns nicht genau wie Jenny? Aus Furcht, nicht relevant genug zu sein, immer auf der Suche nach Vergoldung unserer „langweiligen“ Gemeinden durch die angesagten Trends der Gegenkultur und Zitate aus den neusten Songs und Filmen? Aber wenn wir diese coolen Trends endlich installiert und all die Zitate eingebaut haben, sind sie dann nicht längst schon wieder megaout?

Unser Forrest Gump ist Jesus Christus

Dabei können wir im Christentum, welches die Kultur der letzten 2.000 Jahre wie keine andere Kraft geprägt hat, die Quelle ewiger Authentizität finden. Haben wir denn vergessen, dass in unserem Forrest Gump – Jesus Christus – alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind (Kolosser 2,3) und dass er seine Gemeinde bauen will, die durch keine Macht der Welt überwunden werden kann? Darum evangelikale Hipster, fürchtet euch nicht, sondern habt Zuversicht, „dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“! Orthodoxie ist das neue Vinyl!

Dieser Text erscheint ebenfalls in der Ausgabe 33 von idea spektrum.

HossaTalk #82: Volle Zustimmung zum Querulatorischen Manifest von Jay

In HossaTalk #82 definieren Jens Stangenberg und Jay Friedrich eine neue Form von respektvoll-querulatorischem Umgang zwischen Evangelikalen aus progressivem und konservativem Lager ( Minute 38):
Jens Stangenberg: >> … ich finde, also ich schätze auch und ich finde, es ist konstruktiv, wenn man auch mit unterschiedlichen Positionen auch weiter ringt, also wenn man nicht zuviel harmonisiert oder integriert, sondern dass man auch sagt: wir wollen einen Diskurs, wir wollen [Jay: Ja unbedingt!] … konstruktive  Nummer, ähm mit gegenseitigem Respekt, ohne daß es so ne Vernichtung wird [Jay: genau!] … son Vernichtungskrieg wird  [Jay: genau.] …<<
Jay Friedrich: >> Ich bin voll für Querulantentum! [Jens: Ja!] Nur mal nebenbei gesagt. Ähh .. auch wenn das jetzt, wenn das jetzt jetzt eben klang, als wollte ich ei, ei, ei machen, gar nicht! [Jens: ja ja ja gut, aber …] Wir sind ja Querulanten! Also ähm ähm ich will als Querulant auch wahrgenommen werden. [Jens: Ja!] Und ich würde mir wünschen, dass die älteren Geschwister nicht sagen: „Ach Du Sch…. was reden die da wieder?“, sondern dass die sagen: „Ja geil … come on … bring it, Baby! [Jens: Ja ja .. ja ja klar!]  „Lass uns im Diskurs stehen, hey!“ Also ne! Was ham wir denn zu verlieren?<<

Also ich kann nur sagen Jay, Du sprichst allen konservativen Querulanten aus dem Herzen … nicht zuletzt mir selber! 🙂

Was ist nur aus der guten alten Emerging Church geworden?

Am 10.01.18 erschien im Baptist Standard unter dem Titel „Whatever happened to the Emerging Church?“ eine Art verspäteter Nachruf auf die Emerging Church von einem der dabei war: Dem Baptistenpastor Craig Nash.
Ich zitiere:

Wir haben uns oft beschrieben als Menschen die daran glauben, daß die Wahrheit über  der sprichwörtlichen Liberal-Konservaitven Spektrallinie schwebt. Wir lehnten es ab uns von alten Kategorien labeln zu lassen.
Aber wenn wir ehrlich zueinander sind, müssen wir zugeben, daß die Gravitationskräfte der letzten Dekade viele von uns hinuntergezogen hat in genau dieses Spektrum.
Einige von uns landeten dort wo wir losgesprungen sind – im konservativen Evangelikalismus – während die große Mehrheit, wenn sie überhaupt wieder auf der Linie des Glaubens gelandet sind einfach richtig altmodische Liberale geworden sind.

Was soll ich sagen … wie eine Bestätigung dieser Worte erwische ich doch tatsächlich genau einen Tag später Tobias Faix, wie er Zeitansage von Dorothee Sölle postet …

Wie stark und verwegen hat doch das emergente Abenteuer in Deutschland angefangen … aber heute? Wohin man auch schaut begnügen sich die einstigen Rebellen mit der Rolle des Nachlassverwalters eines langweiligen deutschen theologischen Liberalismus aus den siebziger Jahren, den sie dem ahnungslosen Nachwuchs evangelikaler Clans als „the next big thing“ verkaufen…

Zu spät um von den Südlichen Baptisten zu lernen?


Al Mohler ist der Präsident des Theologischen Seminars der Südlichen Baptisten in Louisville, Kentucky. Viele kennen meine Vorliebe für seine täglichen Briefings, in denen er  das Weltgeschehens aus einer Christlichen Weltsicht analysiert und die ich als Podcast jeden Morgen höre.

Auf dem Jahreskongress von Evangelium 21 konnte ich seinen spannenden Vortrag „Reformation heute – Was wir von den Südlichen Baptisten lernen können“ [deutsche Übersetzung bei NBuB] live hören und anschließend noch kurz mit ihm reden. Es geht in dem Vortrag um die bisher historisch einzigartige Erfahrung eine Denomination in der sich die Liberale Theologie ausgebreitet hatte wieder von dieser zu befreien. Ich erhalte zunehmend Zuschriften bzw. Kommentare, die davon ausgehen, dass es dafür in Deutschland bereits zu spät sein könnte, da die progressiven Netzwerke innerhalb der DEA bereits an allen wesentlichen Schaltstellen der Macht sitzen. Eine der besonders prägnanten Kommentare darf ich hier mit Erlaubnis des Autors veröffentlichen. Ihr findet ihn am Ende dieses Blog-Postings
Wie geht es nun weiter? Ist die DEA wirklich schon verloren? Meine Antwort findet ihr hier, aber ich möchte Euch alle ermutigen an dieser wichtigen Diskussion teilzunehmen. Egal zu welcher Antwort Ihr kommt … bildet eigene theologisch konservative  Netzwerke im evangelikalen Mittelbau, lehrt  Apologetik in Euren Hauskreisen und Euren Familien und unterstützt die Initiativen Evangelium 21 und Netzwerk für Bibel und Bekenntnis!

So hier nun der Hammer-Kommentar:
>>Lieber Reinhard, sieh mir nach, wenn ich Dich desillusionieren muss: Zwar ist bei Gott kein Ding unmöglich, aber menschlich gesprochen ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass mit dieser Truppe hier irgendetwas in der Art von Mohlers Konterrevolution bei den SBs gelingen könnte, und der Grund ist ein ganz einfacher. Mohler & Co. konnten die SBs umkrempeln, weil die konterrevolutionäre Truppe von Gleichgesinnten insgesamt genügend groß war, um Stück für Stück Schlüsselpositionen in *einer* Denomination und vor allem an *der* großen theologischen Ausbildungsstätte, dem SBTS zu besetzen. Das war also eine Revolution von oben. Das auf D zu übertragen, ist vollkommen illusorisch, und zwar nicht, weil das Ganze einfach amerikanisch war (obwohl das auch eine Rolle spielt), sondern weil Du hier keine (frommen, konservativen, nenn sie wie Du willst) Leute hast, die in irgendeiner Denomination Schlüsselpositionen besetzen bzw. besetzen könnten, schon gar nicht in ausreichender Zahl und erst recht nicht an den Ausbildungsstätten. Verabschiede Dich lieber heute als morgen von der Vorstellung, so schön sie ist.<<

Wo wir sind, ist Mitte!

>>…Denn da, wo wir gerade sind, da ist die Mitte; und wer sich anders als wir selbst verhält, der muss schon gute Gründe haben.<<
Hans-Joachim Eckstein

Dieses „Eckstein-Gedicht“ ist für mich die wunderbare Beschreibung eines typischen evangelikalen Innengefühls einer ganzen Generation ehemals konservativer theologischer Weggefährten. Weggefährten, die sich in ihrer Jugend gemeinsam auf den Weg ins gelobte Land der liberalen Theologie gemacht haben. Eine Generation, die ihre Stärke auch heute noch aus ihren Netzwerken zieht.
Und so bewegen sich alle gemeinsam jeden Tag einen keinen Schritt weiter in Richtung des Zeitgeistes und haben dadurch das Gefühl sie stehen fest in der Mitte. So ist eine ganze vernetzte Generation von evangelikalen Theologen unterwegs durch die Zeit die sich gegenseitig wärmt, ermutigt, mitzieht und die sich selbstbewußt zuruft: Wo wir sind, ist Mitte!

Vom Post-Evangelismus zum Post-Christentum

Mir kommt es so vor, als wäre das entscheidende Band innerhalb der postevangelikalen Community die extreme Aversion gegenüber der evanglikalen Prägung in den ersten zwei Jahrzehnten ihrer eigenen Biographie. Diese Bindungsenergie wird aber für keine weiteren zwei Jahrzehnte mehr ausreichen. Nach der Entfremdung von ihren spirituellen Wurzel und Kraftquellen durch die liberale Theologie werden sich dann die meisten von ihnen mit einem profanen progressiven Säkularismus zufrieden geben … Die nächste Generation dagegen wird sich überhaupt nicht mehr dafür interessieren was ihre Eltern damals so tief geprägt hat und wird ohne Hoffnung auf Heil in alle geistigen Himmelsrichtungen eines post-christlichen Zeitalters zerstoben werden.

Jonas Erne: Warum werden Menschen zu Bibelkritikern?

Warum werden Menschen zu Bibelkritikern?

Wie kommt es, dass immer mehr Gemeindebünde von der Bibelkritik unterwandert und verseucht werden? Wie kommt es, dass auch immer mehr Evangelikale die Ergebnisse der bibelkritischen Theologie gut finden? Ich zähle im Folgenden einige Gründe auf (es gibt natürlich noch mehr), von denen ich denke, dass sie häufig dazu führen, dass sich Menschen der Bibelkritik öffnen.


Wie kommt es, dass immer mehr Gemeindebünde von der Bibelkritik unterwandert und verseucht werden? Wie kommt es, dass auch immer mehr Evangelikale die Ergebnisse der bibelkritischen Theologie gut finden? Ich zähle im Folgenden einige Gründe auf (es gibt natürlich noch mehr), von denen ich denke, dass sie häufig dazu führen, dass sich Menschen der Bibelkritik öffnen.

1. Der Wunsch, die Bibel besser zu verstehen
Ich glaube, dass der häufigste Grund derjenige ist, dass Menschen die Bibel noch besser verstehen möchten. Sie meinen, dass die Methoden der Naturwissenschaft auch bei der Bibel zu besserem Verständnis führen können. Wenn man den Lauf der Sterne besser erklären kann, indem man jede übernatürliche Beeinflussung ausschließt, dann könnte dasselbe ja auch für die menschliche Geschichte und das Verständnis der Bibel gelten. Der Wunsch führt leider oft so weit, dass man die Bibel besser verstehen will, als Jesus Christus sie verstanden hat. Jesus Christus hat das ganze Alte Testament als von Ihm persönlich durch Seinen Geist inspiriert und unfehlbar betrachtet. Wer mit Jesus gegen die Bibel argumentieren will, argumentiert mit Jesus gegen Jesus.

2. Der Wunsch, ein positives Gottesbild zu bekommen
Es gibt Menschen, die verzweifeln an ihrem Gottesbild, das sie angeblich aus der Bibel haben wollen, bei welchem sie aber manche biographischen Erlebnisse in bestimmte Begriffe der Bibel hineininterpretieren. Und nun meinen sie, dass die historisch-kritische Bibelauslegung ihnen helfen kann, mit ihren Gottesbildern klarzukommen. Zumeist sind diese sehr einseitig – und werden dann durch wiederum andere sehr einseitige, aber nun ins Gegenteil pervertierte Gottesbilder ersetzt. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, sei nun mal dahingestellt.

3. Der Wunsch, die eigenen Zweifel zu rechtfertigen
Häufig studieren Menschen Theologie, die von ihrem Charakter her schon immer alles gut überdacht und hinterfragt haben. Nun wird ihnen im Studium eine Reihe von Methoden geliefert, die ihnen helfen, ihren Zweifel nicht mehr als etwas Negatives, sondern als eine notwendige Voraussetzung für das theologische Arbeiten zu sehen. Damit wird der Zweifel vergötzt und zu einem falschen Zweck instrumentalisiert. Leider wird in vielen Gemeinden und Jugendkreisen auch heute noch vor dem Zweifel gewarnt. Hier sehe ich eine zum Teil berechtigte Komponente der universitären Theologie, dass sie versucht, den Studenten die Angst vor dem Zweifel zu nehmen. Leider fällt sie damit jedoch auf der anderen Seite vom Pferd, indem sie den Zweifel zur Methode macht (darüber wird in einem späteren Blogpost noch die Rede sein).

4. Der Wunsch, Menschen zu Jesus zu führen
Vielfach sind junge Menschen auch vom Wunsch beseelt, viele Menschen zu Jesus führen zu wollen, und das ist ein enorm wertvoller Wunsch. Doch dieser Wunsch kann auch dazu führen, dass Menschen versucht sind, die enge Pforte und den schmalen Weg breiter zu machen als Jesus sie gemacht hat. Das führt zu einer Umdeutung oder Vernachlässigung von echter Buße, Bekehrung und Wiedergeburt. Es wird zu einer billigen Gnade und einem verdrehten Evangelium, das psychologisch statt soteriologisch (die Erlösung betreffend) gedeutet wird. Der Mensch wird in den Mittelpunkt gestellt, während Gott an die Peripherie gedrängt wird. Theologie wird zur Anthropologie und das Evangelium zu einer Wunscherfüllungsmaschinerie menschlicher Sehnsüchte. Wer hingegen am altrauhen Evangelium von Gottes Zorn, Sünde, Buße, Himmel und Hölle, Erlösung und stellvertretendem Sühnopfer festhält, wird als Pharisäer abgestempelt, der dagegen versucht, die Messlatte möglichst hoch anzusetzen, um sich selbst besser und geliebter zu fühlen, indem alle anderen ausgegrenzt werden. Am Ende gilt Gottes Zorn nur noch jenen altmodischen Wörtlichverstehern, die nichts von der Bibel kapiert haben.

5. Der Wunsch nach Anerkennung
Das Streben nach Anerkennung
sitzt in jedem Menschen. Deshalb ist es auch so leicht, dem Druck der sogenannten „Wissenschaftlichkeit“ nachzugeben. Wer publizieren will, ist diesem Druck sehr schnell ausgesetzt. Wer lehren will, wird auch auf die Vorgaben der gerade herrschenden Vorstellung von Wissenschaftlichkeit geprüft. Da hier auf der universitären Ebene nun mal die historisch-kritische Methodik gehört, ergibt sich ein Teufelskreis von Lehrenden und Lernenden, der immer tiefer in den Strudel bibelkritischer Methodik hineinführt.

6. Der Wunsch, es sich nicht zu einfach zu machen
Das Leben ist kompliziert. Oder zumindest scheint es vielen Menschen kompliziert zu sein. (Mal Hand aufs Herz: Könnte es nicht sein, dass wir es uns oft selbst zu kompliziert machen?) Deshalb darf es im Leben auch keine einfachen Antworten geben. Alles muss mit einem „Ja, aber…“ versehen werden. Die historisch-kritische Methodik ist ein Arsenal an Möglichkeiten, wie man dabei vorgehen kann, um sich das Leben schwer zu machen. An die Stelle des einfachen, kindlichen Vertrauens in Gott und Sein Wort tritt ein neues, geradezu päpstlich-unfehlbares Lehramt der Bibelkritik, das für jedes Wehen des Zeitgeistes eine individuelle, diesen gleichsam aufnehmende, Antwort zu bieten hat. Das kostet viel Kraft, viel Zeit und viel Geld für Leerstellen – pardon: Lehrstellen – im universitären Bereich. Aber zumindest muss sich dann niemand den Vorwurf gefallen lassen, man würde es sich zu einfach machen.

7. Der Wunsch, selbständig denken zu wollen
„Das wird man ja wohl noch denken dürfen!“ „Die Gedanken sind frei!“ „Wir sind zur Freiheit unseres Denkens berufen!“ Die Vergötzung des menschlichen Verstandes, der sich selbst das Gesetz sein will, autonom, unabhängig von jeder äußeren Vorgabe, nimmt viele Züge an. Die historisch-kritischen Methoden bieten viele Werkzeuge, die dem Menschen helfen, in der Bibel zu finden, was sie von ihr zu finden erwarten. Überraschung hält sich in Grenzen, ist doch der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen, wenn er sich zum Maßstab für das macht, was er finden will. Natürlich gibt es hin und wieder kleinere Überraschungen, die dann frenetisch gefeiert werden, als würden sie eine neue Reformation bedeuten. Doch nicht selten stellt sich nach etwas Nachdenken heraus, dass es sich lediglich um eine leicht abgeänderte Form eines Gedankens handelt, der schon vor Jahrhunderten geäußert, damals aber vor der Kirche abgelehnt wurde. Entsprechend ergeben sich dann Forderungen, man müsse diese früheren Personen rehabilitieren.

8. Der Wunsch, alles besser zu machen als frühere Generationen
Es ist gut, wenn Menschen aus früheren Fehlern zu lernen versuchen. Doch ist nicht alles ein Fehler, was heute als Fehler gesehen wird. Häufig ist der Wunsch nach Rebellion gegen alles Frühere Vater des Gedankens. Doch die Bibel macht klar, dass Rebellion eine Zaubereisünde ist (1Sam. 15:23). Die Idee, man sei besser als frühere Generationen führt zu Stolz und dem Denken, man sei besser als das Frühere. Hier wäre deutlich mehr Demut und eine bessere Kenntnis des Früheren vonnöten. Eng damit verbunden ist auch das Denken, man lebe heute in einer nie zuvor dagewesenen Zeit, die nach neuen Ideen und einer neuen Theologie verlange, die für die Menschen unserer Zeit annehmbar sei. Was dabei unter den Teppich gekehrt wird, ist die Tatsache, dass die echte, biblische, einzig und ewig gültige Wahrheit noch nie für die Menschen irgend einer Zeit annehmbar war. Sie war den Griechen eine Torheit und den Juden ein Anstoß. Das wird heute nicht anders sein. Den Modernen eine Torheit und den Postmodernen ein Anstoß. Davor müssen wir keine Angst haben, Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.