Grüne Toleranz

Die katholische deutsche Bischofskonferenz hat sich vor Kurzem für den Bau von Moscheen „mit Maß“ ausgesprochen. Ma hört das Zähneknirschen zwar deutlich heraus, wo offen nur von den Ängsten der Bewohner, aber nicht von den eigenen gesprochen wird, aber man sollte dieses Bekenntnis nicht zu niedrig hängen: hier stellt sich eine Religionsgemeinschaft offen dazu, anderen Religionen den benötigten Raum zu geben. Wo hat es das schon mal gegeben?

Diese Anmerkung erscheint mir dringend notwendig, denn die Erklärung der deutschen Bischöfe wird sonst eher als längst überfällig belächelt, und dafür gibt es keinen Grund. Denn gerade die Befürworter eines „Fahrplans“ für die Gleichstellung des Islam, also die Grünen und andere Linke, fordern gleichzeitig die Anpassung an eine „Leitkultur“! Ja, Sie haben richtig gelesen. Volker Beck schreibt auf seiner Homepage über Integration u.a.:

„Der Begriff Leitkultur, wurde ursprünglich von Bassam Tibi in die politikwissenschaftliche Debatte eingeführt, um einen gesellschaftlichen Wertekonsens zu beschreiben („Die Werte für die erwünschte Leitkultur müssen der kulturellen Moderne entspringen, und sie heißen: Demokratie, Laizismus, Aufklärung, Menschenrechte und Zivilgesellschaft.“, vgl. Europa ohne Identität, 1998, S. 154). Er wurde vor allem von Friedrich Merz politisch auf die nationale Ebene verengt. Bündnis 90/Die Grünen haben diese „Leitkultur“ immer kritisiert: Zu Recht.“

Klar, weil die eine Leitkultur grün und die andere christlich ist. Beck rühmt sich jetzt damit, nicht die christliche, sondern die grüne Leitkultur zu fordern. Er versucht die christliche Version als „nationale Verengung“ abzukapseln, wobei er natürlich auch weiß, dass das Christentum eben nicht nur in Deutschland eine lange Geschichte hat. Möglicherweise hat er da selbst etwas national verengt. Es gibt keine objektiven Gründe, sich für die eine und gegen die andere Leitkultur zu stellen. Dieses Verfahren ist unehrlich und grenzt an Diffamierung.

Deswegen hat er auch grundsätzlich nichts gegen ein Bekenntnis von Einwanderern zur Verfassung, weil es „im Grunde richtig ist, die Bedeutung von Demokratie, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter und Toleranz gegenüber Homosexuellen als Werte hervorzuheben.“
Hat er wirklich nicht gemerkt, dass es sich hierbei um einen grünen Zuschnitt handelt? Als Christ liebe ich zwar beispielsweise Demokratie, halte aber Homosexualität für eine furchtbare Sünde, die ein Staat auf keinen Fall dulden darf. Und die Gleichberechtigung der Geschlechter ist im Christentum nur soweit erwünscht und denkbar, wie sie nicht an der patriarchalen Grundordnung rührt, die im Christentum eben unverzichtbar ist.

Die Grünen haben also nur dann nichts gegen Multikulturalismus, solange er sich unter grüner Hoheit verwirklicht. Und so eine „Toleranz“ ist wohl keine Kunst, oder? In vielen christlichen Kirchen gibt es entweder eine Bekenntnisgrundlage oder wenigstens das allgemeine Bekenntnis zur Heiligen Schrift, wodurch ebenfalls ein Rahmen für sehr verschiedene Gottesdienstkulturen abgesteckt wird. Nur haben Christen das nicht im großen Stil als besonders tolerant hervorgehoben. Es gehörte eher zum Alltag einer weltweiten Kirche, sich mit der Frage auseinander zu setzen, wie man das Evangelium in unterschiedlichen Kulturen lebt. Wobei Christen hier natürlich viele Fehler gemacht haben und vermutlich noch machen.
Toleranz ist aber eher dort interessant, wo man zusammen leben kann, obwohl es keine gemeinsamen weltanschaulichen Grundlagen gibt. Also Christen und Muslime können tolerant sein, indem sie sich nicht gegenseitig mit Gewalt überziehen. Innerhalb einer Kirche oder Moschee würde man nicht unbedingt von Toleranz reden, wenn die Menschen dort miteinander auskommen. Ebenso ist es recht billig, tolerant im Rahmen des eigenen Parteiprogrammes zu fordern.
Die Bischöfe sind also trotz allen Spotts toleranter als die Grünen, die sich nur für die Muslime einsetzen, die den grün-bürgerlichen Rahmen teilen. Denn dieser Rahmen ist erheblich enger als die Forderung der Bischöfe, den Bau „mit Maß“ zu betreiben. Dadurch wird ledliglich ein äußerlicher Rahmen zugeschnitten – auch wenn ich von dem Sinn dieser Formulierung nicht überzeugt bin. Die Grünen fordern nicht weniger als den Umbau der muslimischen Gemeinde von einer derzeit faktisch partriarchalen zu einer modernen linken Gesellschaft.
Besonders nervig empfinde ich es, dass die Grünen für ihr Weltbild mittlerweile so blind zu sein scheinen, dass sie ihre Forderungen an die Menschheit als selbstverständlich und unhinterfragbar hinstellen und vermutlich wirklich so sehen – vermutlich würden sie am liebsten ihr ganzes Parteiprogramm im Grundgesetz aufnehmen lassen – und andere Positionen nur noch mit Borniertheit erklären können. Dass ihnen dieses Verhalten nicht als intolerant ausegelgt wird, liegt daran, dass sie bislang unhinterfragt die Deutungshoheit über den Begriff innehaben.
Aber das kann sich ja ändern…

Bibel und Koran

Auf mehreren Seiten im Internet vergleichen Muslime Koran und Bibel und kommen natürlich regelmäßig zu dem Ergebnis, dass der Koran großartige Prosa ist und mit der modernsten Naturwissenschaft übereinstimmt, keine Widersprüche enthält und sehr aufgeklärt ist, im Gegensatz zur Bibel, auf die das alles nicht zutreffe.
Zu der Prosa kann man nicht viel sagen, solange man kein Arabisch lesen kann, außer dass von der angeblich großartigen Prosa in den deutschen Übersetzungen des Koran nichts übrig geblieben ist. Aber es ist auf jeden Fall überfällig, das Christen sich zu diesen Vorwürfen äußern.

Als Erstes möchte ich jedem raten, Bibel und Koran selbst zu lesen. Vorausgesetzt natürlich, man möchte auch eine Meinung zu den beiden Religionen haben – oder vielleicht sogar zwei…
Für jeden, der sich für Religion interessiert wäre es wohl zu wenig, dazu nur Tages- und Wochenzeitungen zu lesen. Sowohl den Koran als auch die Bibel gibt es in gut lesbaren deutschen Übersetzungen und beide sind entweder günstig im Buchhandel erhältlich (zum Preis von wenigen Tageszeitungen!) oder stehen sogar kostenlos im Internet: Den Koran gibt es im Projekt Gutenberg, ansonsten gibt es gute meist englischsprachige Seiten dazu bei Wikipedia. Die Bibel kann man in allen gängigen Übersetzungen auf dem bibelserver lesen, der eine gute Suchfunktion enthält. In über hundert Übersetzungen kann man sie hier lesen. Mit Hilfe von Suchmaschinen (von denen es nicht nur google gibt…) findet man leicht diverse Kommentare und Ausarbeitungen.
Aber ich empfehle jedem Anfänger, sich nicht von herrschenden Auslegungen den Blick vorschnell verengen zu lassen und sich die Texte selbst durchzulesen.

Und dann kann jeder auch selbst beurteilen, ob Bibel und Koran wirklich „eigentlich“ das Gleiche lehren und ob man die beiden Bücher wirklich auf einer Ebene ansiedeln kann. Vielleicht wird der Leser dann auch verstehen, weshalb es in manchen muslimischen Ländern bei Todesstrafe verboten ist, Bibeln einzuführen, während ich hier auf einer christlichen Homepage jeden dazu ermuntere, den Koran zu lesen.

Mit einem wichtigen Mythos über den Koran möchte ich aber schon an dieser Stelle aufräumen: es liegt keine Version des Koran vor, die den Anspruch erheben kann, die „Originalfassung“ dessen zu sein, was Mohammed aufgeschrieben hat. Christine Schirrmacher schreibt in ihrem Buch „Der Islam“:
„Auch von muslimischer Seite unbestritten ist die Tatsache, daß bei Muhammads Tod der Koran nicht vollständig als schriftliche Offenbarung vorlag.“ (S.121)
Sie schildert dann ausführlich die verschiedenen Etappen, auf denen dann die Koran-Fragmente nach dem Tode Muhammads „von Zetteln, Steinen, Palmstengeln und den Herzen der Menschen“ zusammengetragen worden sind (nach einem Zitat mehrere muslimischer Berichte). So sind Texte, die eine sehr gute Überlieferungskette bis auf Muhammad für sich beanspruchen konnten, nicht im heutigen Korantext enthalten, andere wurden später wieder entfernt, weil sie zeitlich begrenzt gültig waren (auch das wird von muslimischen Theologen nicht bestritten!). Und in der frühislamischen Literatur finden sich „Tausende von Koranvarianten“, „die sich im heute offiziel gültigen Korantext nicht finden“ (Schirrmacher, S.124).
Muslime erklären diese Abrogationen (Text-Änderungen) teilweise mit dem Koran selbst, der ausdrücklich diese Abrogationen in sich nennt. Denn schon zu Muhammads Zeiten wurden den Menschen seine ständigen Textveränderungen zu viel. Im Koran heißt es deswegen: „Wenn wir einen Vers anstelle eines anderen bringen – und nur Gott weiß am besten, was er offenbart -, sagen sie: Du erfindest ja nur etwas“ (16,101)

„Rotraud Wieland weist auf den darin liegenden Widerspruch hin: Einerseits kann der heilige Text abrogiert werden, andererseits soll er von Ewigkeit existiert haben und heilig, wahr und unfehlbar sein. Diesen Widerspruch hat die muslimische Koranwissenschaft wohl niemals aufzulösen versucht.“ (Schirrmacher, S. 128)

Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, dass der Korantext nur in Konsonanten aufgeschrieben war, der laut Welch Watt „wenig mehr als eine Gedächtnisstütze“ sein konnte. „Demjenigen, der den Text kannte, half sie, ihn genau zu wiederholen. Wer den Text aber nicht kannte, konnte kaum etwas damit anfangen“ (zitiert nach Schirrmacher, S. 135).
Aus den vielen voneinander abweichenden Lesarten wurde im 8. Jahrhundert dadurch beseitigt, dass man diakritische Punkte auf den Konsonanten festlegte und Vokale einfügte. Nach Schirrmacher errreichte diese Lesart aber erst im 10. Jahrhundert stärkere Akeptanz bei den Korangelehrten.
Wenn man zu den wenigen Einzelbeispielen, die muslimische Gelehrte als Abrogationen anerkennen noch diejenigen nimmt, sie man als Erklärung beispielsweise für Ungleichmäßigkeiten im Stil des Korantextes (wie Reimwechsel, ungleichmäßige grammatische Konstruktionen etc…) fast zwingend benötigt, kommt man auf ein ernüchterndes Ergebnis:
„Man kann davon ausgehen, daß nur die wenigsten Suren an einem Stück, wie sie heute der Koran enthält, offenbart worden sind. Vielmehr detuet vieles darauf hin, daß die einzelnen Suren Kompilationen aus mehreren Bruchstücken darstellen, deren ursprünglicher Text von Muhammad oder späteren Koransammlern überarbeitet worden ist. Daß dies Komposition der Suren trotz ihrer Zusammenstellung aus häufig zu verschiedenen Zeiten entstandenen Teilen nicht dem Zufall überlassen blieb, sondern bewußte Kompilation war, ist in neuerer Zeit auch von der westlichen Islamwissenschaft aufgegriffen und vertreten worden“ (Schirrmacher, S. 125. Sie verweist hier auf „Neuwirth. Studien. S.315)

Nun ist das Problem der Kritik der alten Textfragmente natürlich auch im Christentum vorhanden, aber mir ging es an dieser Stelle vor allem darum, den Mythos auszuräumen, „der Koran“, wie er heute vorliegt, sei eine ursprüngliche Textfassung. Dieses Problem ist für Muslime allerdings bedrohlicher als für Christen, weil der Koran nach islamischem Verständnis direkt der Wortlaut Allahs ist, der bei der Niederschrift alles Persönliche Muhammads ausgeklammert hat. Ein Einfluss von Redakteuren ist hier kaum mit dem Verständnis des Koran als Wort Allahs zu vereinbaren. Die Bibel wurde hingegen von Menschen, „getrieben vom Heiligen Geist“, aufgeschrieben, so dass man also einen wirklichen menschlichen Prozess annehmen muss, mit menschlichen Eigenarten wie Rechtschreibfehlern und einer Sprache, die dem jeweiligen sozialen Hintergrund der Schreiber entsprach, die alle nur das Eine verband: die Texte sind lt. 2.Tim 3,16 nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet (entspricht dem Wortlaut des Textes).

Mit dem Vorwurf der Muslime, die Christen und Juden hätten nur eine verfälschte Fassung von Gottes Willen in den Händen versuchen sie natürlich, den Koran als, obwohl spätere, so doch ursprüngliche Offenbarung hinzustellen. Und hier gibt es einen großen Unterschied, obwohl auch Christen behaupten, an älteren Offenbarungen, nämlich das Alte Testament, anzuknüpfen: während man im Islam blind daran glauben muss, dass diese Offenbarung ursprünglich ist und direkt von Allah kommt, kann jeder die akribischen Anbindungen der Christen an das Alte Testament überprüfen und in jeder Bibel direkt nachlesen, ob es sich dort wirklich so verhält, wie die Christen behaupten.
Auch dies ist ein Grund, weshalb ich jedem, der sich für Religion im Allgemeinen, das Wesen von „Buchreligionen“ oder Islam oder Christentum im Besonderen interessiert, empfehle, selbst mit dem Lesen anzufangen.

Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

Vor ca. einer Stunde meldete der Landeswahlleiter den Sieg der CDU (36,8%) über die SPD (36,7%) in Hessen … Aber der Verlierer der Hessen-Wahl ist trotzdem in den Augen aller: Roland Koch. Wie konnte das passieren? Koch die heimliche Nummer 2 der Bundes-CDU. Wie konnte er so tief fallen? Nun, Hessen ist eigentlich seit Urzeiten immer rot gewesen … und ich muß es wissen, denn ich bin selber gebürtiger Hesse 🙂 Es ist doch das eigentliche Wunder, dass dieser streitbare Konservative sich überhaupt so lange in Hessen als Ministerpräsident halten konnte; als rotes Tuch für die gesamte deutsche Linke. Nur zum Vergleich der Dimension stelle man sich doch mal vor, die SPD würde sich 9 Jahre in Bayern an der Macht halten können …
Roland Koch ist es hoch anzurechnen, dass er das heiße Eisen der dramatisch ansteigenden Kriminalitätsquote von ausländischen Jugendlichen angepackt hat. Seine Gegner aus dem medienrelevanten Lager der post-68er-Gutmenschen können bei Ausländerüberfällen offensichtlich nur reflexartig die armen Täter bedauern, wie der Chefredakteuer der ZEIT di Lorenzo treffend schreibt.
Auf den Hinweis, mein ältester Sohn sei von mehreren türkischen Jugendlichen einfach so zusammengeschlagen und sogar noch per Handy dabei gefilmt worden, warf mir meine eigene Schwester in einer innerfamiliären Debatte um „den rassistischen Wahlkampf von Roland Koch“ doch tatsächlich vor: „Wie unverantwortlich von Dir, dass Du ihn nicht längst in einen Karate-Kurs gesteckt hast!!!“
Oh wow … ich muss schon sagen, die Anti-Koch-Kampagne greift!
Ich selber habe ja nicht nur deutsche Gutmenschen in der Verwandschaft, sondern bin glücklicherweise auch mit einer wunderbaren Frau „mit Migrationshintergrund“, einer Italienerin mit spanischen Wurzeln mütterlicherseits verheiratet. Bei unserem letzten Aufenthalt in Ihrer „Heimatstadt“ Mannheim hatte ich ein Gespräch mit meinem italienischen Schwiegervater … einem sog. „Ausländer“ …
Wir diskutierten den München-Überfall und ich mußte feststellen, dass er sogar eine noch radikalere Ansicht in der Frage der Verschärfung des Jugendstrafrechts hatte als ich. Er würde in solchen Fällen nicht lange fackeln und die Täter SOFORT aus Deutschland ausweisen. Auch mein italienischer Schwager, der übrigens bald Pastor einer pfingstgemeinde sein wird gestand mir offen seine Sympathie zu Roland Koch und seinen Wahlkampfinhalten. Heute höre ich, dass der spanische Cousin meiner Frau von acht Türken zusammengeschlagen wurde und mit Tritten ins Gesicht schwer verletzt wurde … Was soll ich sagen … meine „ausländischen“ Verwandten scheinen erfreulicherweise gegen die typische Politischen Korrektheit der linksalternativen deutschen Medien insgesamt resistent zu sein.
Auf einige SPD-Mitglieder trifft das ja im Übrigen auch zu … Hier ein Zitat von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD):
„Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gern hören: Beim organisierten Autodiebstahl sind Polen nun mal besonders aktiv, das Geschäft mit der Prostitution wird dominiert von der Russen-Mafia, Drogenkriminelle kommen besonders häufig aus Südosteuropa und Schwarzafrika. Man schützt die hier lebenden gesetzestreuen Ausländer nicht, indem man Ausländerkriminalität totschweigt. Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell!“
Dieses Schröder-Zitat schien innerhalb der Hessen-SPD nicht viel zu gelten, betrieb sie doch erfolgreich eine Diffamierungskampagne gegen den hessischen Regierungschef Roland Koch, die gar nicht auf die Realitäten der Amtsführung zielte, sondern auf unterstellte Absichten.
Siehe Ypsilanti im TV-Duell: „Das Problem, warum das so diskutiert wird, ist, dass man Ihnen das zutraut.“
Aus heutiger Sicht scheint Roland Koch und damit weite Teile des konservativen Flügels der CDU nach dieser schweren Niederlage wirklich demontiert. Deutschland ist nach links und die CDU ist zu Merkels linker Mitte gerutscht. Man mag das bedauern … zu ändern ist das nicht!
Oder etwa doch? Für mich bedeutet diese Entwicklung die historische Chance für die Bildung einer neuen christlich-konservative Partei. Nach dem Desaster der PBC, die sich kürzlich putschartige von Ihrem Vorsitzenden Weiblen trennte, der mit der Forcierung der Initiative Aufbruch 2009 genau dieses Ziel hatte – frage ich Euch: Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei? Nie war sie wichtiger als heute!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

Islamstudie Teil 3: theologische Schwächen

Die „fundamentale“ Orientierung und die „Abwertung anderer Gruppen“ steht bei den Autoren der Islam-Studie im Verdacht, eine Vorform der Radikalisierung zu sein. Um die Schwäche dieses Gedankens aufzuzeigen, möchte ich die entsprechenden Fragen einmal für Atheisten umformulieren:

1. Wer die Regeln des Korans
nicht wörtlich befolgt ist kein
echter Moslem.

1a (für atheistisch) Wer sich einer anderen Größe als der Vernunft unterordnet, ist kein Atheist.

2. Ich finde es wichtig, dass die
Lehre des Islam an die
Bedingungen der modernen Welt
angepasst wird.

2a Wenn ich in einer religiösen Gesellschaft lebte, wäre es mir wichtig, meine atheistischen Prinzipien an die dortigen Bedingungen anzupassen (recodiert).

3. Menschen, die den Islam
modernisieren, zerstören die
wahre Lehre.

3a Menschen, die ihre atheistischen Grundsätze an ihr religiöses Umfeld anpassen, zerstören den Atheismus.

4. Ich glaube, dass jeder gute
Moslem dazu verpflichtet ist,
Ungläubige zum Islam zu
bekehren.

4a Ich glaube, dass jeder Atheist die Pflicht hat, sein religiöses Umfeld aufzuklären.

5. Es sollte verboten sein,
Moslems dazu zu bringen, ihre
Religion zu wechseln

5a Jede Form von religiöse Mission sollte verboten sein

6. Nichtmuslime sind von Allah
verflucht

6a Theisten stehen dem Wahnsinn näher als der Vernunft

Und die Fragen zur Aufwertung der eigenen und zur Abwertung anderer Gruppen:

Der Islam ist die einzig wahre
Religion.

a: Der Atheismus ist die einzig wahre Weltanschauung.

Nur der Islam ist in der Lage, die
Probleme unserer Zeit zu lösen.

a: Nur der Atheismus ist in der Lage, die Probleme unserer Zeit zu lösen.

Auf lange Sicht wird sich der Islam in
der ganzen Welt durchsetzen.

a: Auf lange Sicht….

in Deutschland kann man deutlich
sehen, dass die christlichen Religio-
nen nicht in der Lage sind, die Moral
zu sichern.

a: die Geschichte zeigt, dass Religion unmoralisch ist

etc….

Die vielleicht etwas langatmige Gegenüberstellung zeigt, wie naiv und unfair die Fragen teilweise sind.
Und zweitens sind sie keineswegs ein Indikator für Gewaltbereitschaft, sonst müsste man aus dem Wahrheitsanspruch der Atheisten ebenfalls ein Bedrohungsszenario entwickeln (vgl. den Beitrag „Ist Monotheismus gefährlich?“). Tatsächlich entsteht die Gefahr durch den Atheismus aber durch die fehlende Gottesfurcht und die völlige Enthemmung der Mächtigen wie in der Zeit nach der franz.Rev, im Dritten Reich und im Sozialismus aber nicht, solange sie keine Macht haben und die staatliche Aufsicht die göttliche in ihrer Einbildung für sie ersetzt.

Wenn vom Islam eine Gefahr ausgeht, dann wird man sie nicht über diesem Weg ermitteln. Hier zeigt sich eindeutig der Mangel an theologischer Bildung, die bei diesem Thema dringend nötig gewesen wäre.

Bis zu einem gewissen Grad hätte es aber auch ein gesunder Menschenverstand getan: nur weil ich als Christ in Deutschland benachteiligt werde und mir bestimmte Berufe verwehrt sind, bin ich doch noch lange nicht der Meinung, gegen diese Gesellschaft kämpfen zu müssen oder meinen Glauben mit Gewalt verteidigen zu müssen. Nur weil Christen in aller Welt verfolgt werden, wachsen in mir doch keine gewaltaffinen Tendenzen. Und nur weil jemand seinen christlichen Glauben ernster nimmt, wächst doch nicht seine Ablehnung anderer, sondern seine Feindesliebe!

Die von der Studie suggerierten Zusammenhänge sind also keineswegs selbsterklärend sondern müssen durch die Eigenarten des Islam erklärt werden. Hätte man das getan, hätte man vielleicht gemerkt, dass es unter Muslimen eine erstaunlich große Unsicherheit bezüglich des eigenen Heils gibt.
Z.B. stimmen dem Satz „Wenn ich als rechtsschaffender
Muslim gelebt habe, komme ich ins Paradies.“ nur 50,5 % völlig zu. 19,8% stimmen gar nicht und 11,7% „eher nicht“ zu. Erst vor diesem Hintergrund kann man die Bedeutung der Verheißung verstehen, die der Koran offenbar den Muslimen gibt, die im bewaffneten Kampf für den Glauben sterben. Aber selbst dieser Punkt ist keine hinreichende Erklärung für die hohe Gewaltbereitschaft, die weltweit von Muslimen ausgeht.
Ein anderer wichtiger Punkt, auf den die Studie überhaupt nicht eingeht, ist die Konzeption der Sünde (vgl. auch hierzu den Beitrag „Ist Monotheismus gefährlich?“), die wiederum erst zu der hohen Betroffenheit und dem deutlichen Ärger über die weltweite Benachteiligung von Muslimen führt, der auch bei Muslimen in Deutschland spürbar ist – und von den Autoren der Studie immer wieder bemerkt wurde – , die selbst keine Diskriminierungserfahrungen machen.

Aufgrund dieser Mängel kann die Islam-Studie über das Gefährdungspotential des Islam fast nichts sagen, außer immer wieder in Randbemerkungen auf die Schwächen der gegebenen Erklärungen hinzuweisen.

Islamstudie Teil 2: Das Märchen von der religionsneutralen Bildung

Es scheint eine negative Abhängigkeit zwischen dem Grad der Integration und der Religiosität zu geben, also je höher die Bildung, desto weniger Bedeutung wird dem Islam beigemessen. Da gleichzeitig auch die Demokratiedistanz und Gewaltbereitschaft zurückgeht, ist eine beliebte Deutung der Studie, dass man für mehr soziale Teilhabe und eine höhere Bildung der Muslime sorgen müsse, um sich vor gewaltsamen Übergriffen zu schützen.
Aber man muss ehrlicherweise dazu sagen, dass der Islam selbst dann Schaden leidet und keineswegs nur bestimmte politsche Ansichten. Und dass dies offenbar nichts mit der Frage der Bildung aber sehr viel mit weltanschaulichem Unterricht zu tun hat, belegt der Vergleich mit Muslimen, die zwar eine Schulbildung haben, aber eine Koranschule besuchten.

Man kann also kurz sagen: wer eine westliche Schule besucht, übernimmt tendenziell westliche Werte, wer eine Koranschule besucht, nimmt den Islam ernster.
Die Studie ist daher ein dringender Apell an den Staat, mehr religiöse Schulen und Universitäten zuzulassen und die Aufsicht über den Bildungsstand der Schüler stärker auf die passive Kontrolle von Leistungsstandards zu beschränken. Denn die Studie ist auch das Ende vom Märchen des religionsneutralen Unterrichtes an deutschen Schulen.

Islamstudie Teil 1: Die Fehler der Studie

Etwas schmunzeln musste ich schon, als ich die Ergebnisse der Studie „Muslime in Deutschland“ in den Medien erfuhr. Jetzt hat man uns jahrelang regelrecht eingetrichtert, dass wahre Religion niemals Gewalt kenne und der Islam selbstverständlich nicht stärker die Gewalt fördert als andere Religionen, und da sei man sich ganz sicher und überhaupt zeigten die terroristischen Anschläge ja nur, dass wir den Islam mehr fördern müssten – aber zur Sicherheit fragt man doch lieber noch mal nach.

Dabei wurden so viele Fehler gemacht, dass ich die Reaktion auf mehrere Teile verteilen möchte. Der gravierendste Fehler dürfte darin bestehen, dass die Befragten über den Zweck der Studie im Bilde waren. Die Befragung wurde am Telefon durchgeführt, wo viele das Gespräch ohne Angabe von Gründen abgebrochen haben. Nachdem die Anzahl der angerufenen Personen sich aus verschiedenen Gründen (unter denen sich schon 57 Totalverweigerer befanden, deren Religionszugehörigkeit nicht ermittelt werden konnte) von 3355 auf 1516 Personen reduzierte, gab es unter den muslimischen Befragten eine hohe Quote an Interviewverweigerern:

„Von den somit verbleibenden 1.516 Fällen kam es in n=855 Fällen dazu, dass eine muslimische Zielperson zwar erreicht wurde, die weitere Interviewbeteiligung aber verweigerte. Von den damit verbleibenden n=661 Fällen kam es in
n=107 Fällen während des Interviews zu einem Interviewabbruch, so dass aus der EMA-
Stichprobe n=554 vollständige Interviews resultierten.
Nimmt man als Maßstab die N=1516 Befragten, bei welchen eine islamische Religionszugehörigkeit positiv festgestellt werden konnte, so haben n=661 Probanden ein Interview über die Kurzbefragung hinaus mindestens begonnen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 43,6%. Ein vollständiges Telefoninterview liegt hingegen nur von 36,5% der
erkannten Muslime vor.“

Als Erklärung für die geringe Bereitschaft zur Interviewteilnahme schreiben sie:
„Worauf das zurückzuführen ist, kann letztlich nicht abschließend beurteilt werden. Vermutlich ist jedoch der
Umstand, dass Muslime im Zeitraum der Studie in der Öffentlichkeit und den Medien immer
wieder in Verbindung mit Gewalt, Terror und Parallelgesellschaft thematisiert wurden, hier
nicht ganz ohne Wirkung geblieben. Diese Schwierigkeiten zeichneten sich schon im Pretest ab
und bestätigten sich in der laufenden Feldphase. Um die gewünschte Zielzahl von ca. 1.000
Muslimen zu erreichen war eine Ergänzung der EMA-Stichprobe erforderlich.“

Wenn dieser Zusammenhang den Befragten klar war, kann man die ganze Studie vergessen, denn die Antworten im Rahmen dieser Studie sind dann ein Teil des Ringens um Anerkennung des Islams in Deutschland und damit ein religiöser Akt. Wenn man von den ganz menschlichen Motiven absieht, den Islam hier möglichst harmlos erscheinen zu lassen, bleibt die ethische Frage, ob die muslimische Ethik Lüge zum Schutz des Islam gestattet – was sie m.W. tatsächlich tut.
Es ist zwar richtig, dass man über die Motive der Interviewverweigerer nichts „abschließendes“ sagen könne, aber menschlich drängt sich doch der Verdacht auf, dass nicht die Muslime, die seit langem darauf brennen, den Islam als genuin nicht-gewalttätig in der Öffentlichkeit zu präsentieren die Gelegenheit zu so eine Interview verstreichen lassen, sondern eher diejenigen, die durch ihre Haltung die Stimmung nicht weiter gegen den Islam aufheizen wollen.

Es ist gerade so, als würde man Kaninchen mit der Hand fangen und aus den gefangenen Exemplaren Aussagen über die Durchschnittsgeschwindigkeit von Kaninchen machen, wobei man über die entlaufenen hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit nicht „abschließend urteilen“ könne.
Dieser Fehler ist so gravierend, dass sie von den qualifizierten Betreibern unmöglich übersehen worden sein kann. Es fällt mir schwer, darin etwas anderes als Propaganda zu sehen.

Dass es unter den Befragten dann doch noch eine solide Gruppe gab, die freimütig bekannte, mit gewaltsamen Mitteln der Verbreitung des Islam nachzuhelfen, ist vor diesem Hintergrund erstaunlich genug.

Ein zweiter großer Fehler liegt schon in der Fragestellung der Studie, die viel zu weit gefasst ist: Wenn man nicht einfach Zahlenmaterial sammeln sondern Ursachen für gewaltaffine Einstellungen erfassen möchte, dann kann man nicht gleichzeitig in einer Gruppe die Faktoren Religiosität, soz. Integration, Bildung, Gewaltbereitschaft etc. untersuchen.
Wenn man glaubt, dass Ausgrenzung Menschen gewalttätig macht, dann muss man quer durch die Gesellschaft Ausgegrenzte Personen (religionsübergreifend) befragen und einen Zusammenhang nachweisen. Wenn man vermutet, dass mangelnde Bildung eine Ursache ist, dann verfäht man analog. Wenn man aber wissen möchte, ob der Islam eben doch Gewalt fördert, dann muss man in signifikant ähnlichen Gruppen die Gewaltbereitschaft untersuchen, also z.B. ob in christlichen Aussiedlergemeinden, die ähnliche Diskriminierungserfahrungen machen, ähnlich ungebildet sind und ähnlich schlecht integriert auch eine ähnlich hohe Zahl von radikalen Positionen vertreten wird.

So hat man zwar viele Zahlen gesammelt, aber gleichzeitig eine Menge Interpretations- und Projektionsspielraum offen gelassen, was den Verdacht fördert, dass es sich hier um ein politisches Instrument zur Meinungsbildung handelt, und die Spielräume wurden in den Medien dann ja auch erwartungsgemäß genutzt.

Der Islam und die Dreieinigkeit

Bekanntlich findet der Koran scharfe Worte gegen die Lehre von der Dreieinigkeit:

„Ungläubig sind wahrlich, die da sprechen: „Allah ist der Dritte von Dreien“; es gibt keinen Gott als den Einigen Gott. Und wenn sie nicht abstehen von dem, was sie sagen, wahrlich, so wird die unter ihnen, die (weiter) dem Unglauben huldigen, eine schmerzliche Strafe ereilen.“ (Sure 5,74)

Hinzu kommt, dass selbst unter Christen vielen diese Lehre eine Last zu sein scheint, die eher widerwillig als begeistert bekannt wird und recht wenig mit dem Glauben zu tun zu haben scheint. Es ist also höchste Zeit für eine kleine Reputation der Lehre von der Dreieinigkeit:

Zunächst muss man allerdings den Kritiker kritisieren, denn Mohammed hatte offenbar nur ein oberflächliches Verständnis vom Christentum und sich im Hinblick auf die Dreieinigkeit mindestens in zwei Punkten geirrt:
Erstens redet er immer von drei Göttern und löst das Paradoxon dieser Lehre billig in seinem Sinne auf. Nein, es handelt sich um EINEN Gott und drei Personen, die alle Gott sind, ohne dass der Verehrung des einen Gottes etwas genommen würde. Man kann dies unlogisch finden und darauf verweisen, dass Gott sich unserer Logik bedienen müsste, man kann es für unbiblisch erklären, aber man kann es nicht einfach ignorieren.
Zweitens ist Maria keine Person der Dreieinigkeit.

„Und wenn Allah sprechen wird: „O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: „Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah“?, dann wird er antworten: „Heilig bist du. Nie konnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hätte.“ (Sure 5,116)

Darauf angesprochen versuchen Muslime bis heute Christen zu erklären, dass Maria ja irgendwie doch zur Dreieinigkeit gehöre, weil sie so verehrt werde. Aber ganz im Ernst: Maria hat noch nie, zu keiner Zeit, in keiner Sekte zur Dreieinigkeit gehört. Die drei Personen, die als Gott verehrt werden waren immer der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Daneben hat sich leider ein Marienkult und eine bunte Heiligenverehrung entwickelt, die in der Tat kritikwürdig sind, aber eindeutig nichts mit der Lehre von der Dreieinigkeit zu tun haben – und strenggenommen unterscheiden auch Katholiken, zwischen der Verehrung Gottes und der Verehrung Marias und der Heiligen, die sie in ihrem Verständnis nicht anbeten.
Hätte Mohammed sich die Mühe gemacht, sich mit christlicher Theologie und Frömmigkeit zu beschäftigen, dann hätte er sowohl die Dreieinigkeit als auch den Marienkult als auch die Heiligenverehrung anprangern können. Aber seine tatsächliche Version lässt sich nicht anders als durch Unkenntnis erklären.

Im folgenden habe ich einen Auszug aus dem Artikel „Dreieinheit“ aus biblipedia kopiert:
„“Dreieinheit“, „Trinität“ oder „Dreieinigkeit“ ist eine theologische Gottesbezeichnung. Mit dem Begriff der D versucht man den schwer zu begreifenden Umstand zu benennen, dass es einen Gott gibt aber drei Personen Gott sind: nämlich Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist. Der biblische Beweis der D wir also durch den Nachweis erbracht, dass jede der genannten Personen in der Bibel wirklich als Person und als Gott betrachtet wird und dass es nur einen einzigen Gott gibt.
Zum Nachweis der Gottheit einer Person zeigt man, dass sie entweder einer Verehrung gewürdigt wurde und werden durfte, die nur Gott zusteht und dass sie göttliche Attribute besitzt. Zum Nachweis des Personseins verweist man beispielsweise auf ihr Reden oder Empfinden.
Ferner geht es um die Frage, wie die drei Personen sich zueinander verhalten („ontologische“ Trinität) und welche Bedeutung sie für uns haben („ökonomische“ Trinität).

Kaum eine Lehre im Christentum hat soviel Widerspruch erfahren wie die Lehre von der D, zuallererst innerhalb der Kirche bis heute aber auch von Nichtchristen, die es als Beleg für das widersprüchliche Gottesbild der Bibel sehen. Aber auch für viele Christen, die sich mit der Lehre von der D arrangiert haben, ist sie oft ein unbeliebtes Thema, über das wenig gepredigt und noch viel weniger gesprochen wird.
Das Erstaunliche daran ist aber, dass sie im persönlichen Glaubensleben der Christen eine ganz natürliche und große Bedeutung spielt, die aber nicht bemerkt wird: Für jeden Christen ist es ganz natürlich, Gott im Himmel zu glauben und seine Erwartungen eben darauf zu richten. Der Friede mit Gott beruht gerade auf dem Wissen, dass der Mensch Jesus gleichzeitig Gottes Sohn ist und so für uns ins Mittel treten konnte. Wir müssen unseren Blick also nicht als Sünder direkt auf Gott richten, sondern können in Jesus einen Menschen wie wir verehren, weil er eben Gott ist. Und Christen leben in dem Bewusstsein, dass Gott nicht nur im Himmel ist, sondern auch bei ihnen und in ihrem Herzen wirkt und sie tröstet und ihnen hilft, bis zum Ende durchzuhalten, und eben diese Aufgabe erledigt der Heilige Geist. Und ein wahrer Trost ist es nur, weil der Heilige Geist selbst Gott ist und eben nicht nur eine Kraft oder eine irdische Person, sondern voll und ganz Gott, der bei uns ist.

Die Lehre von der D ist also ein integraler Bestandteil des christlichen Glaubens, und sie wird nur kompliziert, wenn man versucht, sie zu entschlüsseln. Sie ist so wichtig, dass man sie sogar dort in Karikaturen wiederfindet, wo sie eigentlich gar nicht gelehrt wird. Denn die Lücke, welche die D hinterlässt, wird immer gefüllt. Als Beispiel möchte ich hier nur auf den Islam eingehen, weil das Judentum als zweite Monotheistische Religion sich ganz offen zu dem Gottesknecht bekennt und ihn noch erwartet: Im Islam rückt der „Prophet“ Mohammed in eine Ehrenstellung, die einem Menschen schlichtweg nicht zusteht. Als Mohammed das Ärgernis einer der menschlichen Vernunft nicht zugänglichen D aus der Welt schaffen wollte, brachte er seine Anhänger in die Lage, direkt und ohne vorherige Sühne vor Gott zu treten. Und seine Anhänger beweisen bis heute, dass ihnen diese Stellung nicht möglich ist, denn sie nahmen die Person des Propheten in ihr Bekenntnis hinein (z.B. in das Glaubensbekenntnis des berühmten Theologen al-Ghazali)! Vor diesem Hintergrund mutet es wie eine unfreiwillige Ironie an, dass das kürzeste Glaubensbekenntnis des Islam einerseits die Einheit und Einzigkeit Allahs bezeugt und dann gleich den Mohammed als Propheten bekennt: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Gott gibt, und Muhammad ist sein Prophet.“ [man muss sich nur mal vorstellen, Christen würden in ihrem Bekenntnis immer wieder bezeugen „Elia ist sein Prophet“ o.ä. Tatsächlich erscheint im christlichen Glaubensbekenntnis an der zweiten Stelle das Bekenntnis zu Gottes Sohn, der aber nicht zu unrecht geehrt wird, weil er eben nicht nur Mensch sondern auch Gott ist., Anm. MW]
An die Stelle des Heiligen Geistes sind die fünf Säulen des Islam getreten. Sie dienen alle dazu, durch feste Zeiten, Handlungen und Worte, wenigstens für einen kurzen Moment oder die Dauer einer Pilgerreise sich der Zugehörigkeit zum Heiligen zu versichern. Eine ähnliche Funktion kann man im Benutzen des Gebets-Teppichs sehen, der ein aus der Umwelt herausgelöster heiliger Ort darstellt, der den Menschen die fehlende Nähe Gottes ersetzt.“

Daher hier noch mal die Kurzversion der Lehre von der Dreieinigkeit in den Worten Jesu:

„Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.
Jesus spricht zu ihr: Ich bins, der mit dir redet.“
(Joh 4,23-25)

Artikel des Monats November 2007

Liebe Leser von theocons.de,
im November keine Zeit zum Lesen gehabt?
Kein Problem … theocons.de hat Euch ein paar wirklich lesenswerte Artikel zusammengestellt
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Christenfeindliches
2007/11/28 [blog:PI] PK-Medien über die “bösen Christen”
Demokratie
2007/11/29 [FTD] Thomas Klau: Gegenwind für die Volksherrschaft
Eva Hermann
2007/11/03 [kath.net/Pur-Magazin] Bernhard Müller: Die Wortpolizisten und Tribunalisten in den Medien gehen gezielt vor
Evangelisation
2007/11/22 [idea] Können Asiaten und Afrikaner Europa evangelisieren?
George W. Bush
2007/11/02 [blog:PI] Bushs Rede über den Anti-Terror-Krieg
Iran
2007/11/15 [FAZ] Interview Norman Podhoretz: Warum wir Iran bombardieren müssen
Islam
2007/11/26 [Pro] Ehemaliger Kirchenrat Hauser: „Islam will herrschen“
Islamismus
2007/11/21 [blog:PI] Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel
2007/11/21 [WELT] Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann: Wir dürfen uns nicht in Scheingemeinsamkeiten verstricken
2007/11/28 [focus] Radikale Türken bereiten Sorge
Israel
2007/11/28 [WELT] Bernard Lewis: Israel muss leben
2007/11/30 [israelnetz] Johannes Gerloff: Wie geht es weiter nach dem „Gipfel der Angst“?
Justitz
2007/11/11 [WELT] Prof. Dr. Udo di Fabio: Westen muss Westen bleiben
Multikulturalismus
2007/11/06 [blog:PI] Zum Stand des multikulturellen Menschenversuchs
Judentum
2007/11/07 [WELT] Leo-Baeck-Preis an Merkel – Wolf Biermann lobt die „promovierte FDJlerin“
Neue Bürgerlichkeit
2007/11/03 [WELT] Tilman Krause: Martin Mosebach bringt es an den Tag – Die „Modernen“ gehen uns auf die Nerven
Nicolas Sarkozy
2007/10/07 [WELT] Staatsbesuch – Sarkozy umgarnt Amerika wie eine Liebhaberin
Protestanten
2007/11/01 [ZEIT] Robert Leicht: Wir glauben an die UN
Schule
2000/11/22 [idea] Für die Schule beten
USA
2007/11/20 [CristianityToday.com] 5 Kinds of Christians
US-Evangelikale
2007/11/02 [pro] Spitzenvertreter der US-Evangelikalen besuchen Berlin
US-Wahlkampf
2007/11/24 [pro/jesus.de] Mike Huckabee: Ein Prediger auf dem Weg ins Weiße Haus

Ein Brief aus Israel

Dov Ben-Meir
Vizepraesident der Knesset a.D.

An meine Freunde und Bekannten in der Bundesrepublik Deutschland
Seien Sie herzlich gegrüßt,

die jüngsten Ereignisse im Gazastreifen (die Entführung eines Soldaten und die Bombardierung von Wohngebieten) sowie im Libanon (auch hier die Entführung von Soldaten und Bombenterror in Dutzenden von Städten und Wohngebieten) erfordern eine ernste und gründliche Behandlung.
Diese Konfrontationen beinhalten Sprengstoff, der nicht nur im Nahen Osten, sondern auch inmitten der ganzen westlichen Welt explodieren kann.
Dies ist eine sich windende Schlange, die ihren Weg bei der palästinensischen Hamas beginnt, diesen über die militante Hisbollah nach Syrien und den Iran fortsetzt und sich dann irgendwo mit der Al Quaida Organisation in deren verschiedenen Quatieren (im Irak, in Afghanistan, Indonesien, Somalia und im Sudan) vereinigt, um mit moslemisch-fundamentalistischer Anstrengung ihr erklärtes Ziel, nämlich die Vorherrschaft über die „christlich-jüdische“ Welt, zu erreichen.
Bevor wir jedoch die bedrohliche Bedeutung dieser Realität analysieren, sollte man sich an einigen grundlegende Fakten orientieren, die ursächlich für die derzeitigen Konfrontationen sind:

1) Der Gazastreifen
Der schmerzliche Abzug Israels aus dem Gazastreifen (die Zerstörung von 17 Wohnsiedlungen hat 8,000 Israelis zu Flüchtlingen in ihrem eigenen Land verwandelt) sollte der ganzen Welt die Bereitschaft Israels beweisen, den Friedensplan „Road Map“ einzuleiten und die Errichtung eines friedlichen palästinensischen Staates an ihrer Seite zu ermöglichen. Man hätte erwarten können, dass sich die Palästinenser jetzt unter ihrer gewählten Regierung zusammentun und der ganzen Welt beweisen würden, dass sie in der Lage sind, ihren souveränen Staat zu gründen und zu führen.
Die Sympathie der ganzen Welt wäre ihnen sicher gewesen, zusammen mit großzügigen Unterstützungsmaßnahmen und vielversprechenden Investitionen, um diese Erwartung zu realisieren. Aber anstatt mit dem
Bau eines Seehafens und eines Flughafens sowie der Errichtung eines Wirtschafts- und Erziehungsapparates zu beginnen, wählte die palästinensische Regierung, Strassenbanden und „Hamas“-Anhängern zu
erlauben, die Angriffe auf die grenznahen jüdischen Wohngebiete fortzusetzen. Hierfür gab es keinerlei Rechtfertigung – außer dem Willen, das gesamt-moslemische Bestreben zu verwirklichen, nämlich die jüdischen „Ungläubigen“ von dem „heiligen“ Boden Palästina zu vertreiben. Hiermit hat die palästinensische Führung bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist, ein Land zu führen und hat den Platz einer noch extremistischeren Bewegung – der „Hamas“ – geräumt .
Dieses Verhalten hat in erster Linie die Fortsetzung diplomatischer Bemühungen blockiert, Israel zum Rückzug aus der Westbank zu bewegen und die Aufteilung Jerusalems zwischen den beiden Ländern zu regeln. Es ließ den israelisch-palästinensischen Konflikt als brodelnden Kessel, ohne eine in absehbarer Zeit greifbare politische Lösung zurück.

2) Die Hisbollah im Libanon
Die 11.000 Raketen, die Iran über Syrien seit des Truppenabzuges Israels aus dem Libanon an die Hisbollah geliefert hat, dienen vor allem den Interessen dieser beiden Länder, die in den letzten Monaten unter schwerem internationalen Druck stehen: dem Iran – dass es den Galopp nach Kernwaffen beendet und Syrien, dass es aufhört wie ein aufgebrochenes Tor zu fungieren, durch das Kämpfer, Waffen und Gelder in den Irak gelangen.
Und tatsächlich, als der internationale Druck vor allem auf den Iran zunahm, hat der Iran seine Vasallen im Libanon angewiesen, die Frontlinie aufzuheizen. Das Resultat war die Entführung israelischer Soldaten aus israelischem Hoheitsgebiet einerseits und andererseits der Abschuss mehrerer Tausend Raketen auf israelische Wohngebiete tief im Landesinneren Israels.
Diese terroristische Aktion auf beiden Fronten soll in erster Linie moderate Kreise in der palästinensischen Autonomiebehörde (Präsident Mahmud Abbas) und in der libanesischen Regierung (Premierminister Siniora) davon abhalten, Verhandlungen zu beginnen, die folgende internationale Entscheidungen verwirklichen sollen: auf Seiten der Palästinenser die Fortsetzung der Bewegung in Richtung „Road Map“ und die Umsetzung der UN-Resolution Nr. 1559 durch die Entsendung der libanesischen Armee in das an israelisch-libanesische Grenzgebiet.
In Israel ist man heute der Auffassung, dass die Entführung des Soldaten neben dem Gazastreifen verhindern soll, dass sich Ministerpräsident Hanija (von Hamas) dem internationalen Druck ergibt und das Existenzrecht Israels sowie die in der Vergangenheit mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgeschlossenen Vereinbarungen anerkennt!
Die Anweisungen zu dieser Aktion kamen auch aus Damaskus, aus Maschaals Büro, dem Führer der Hamas, der ohne jeden Zweifel unter dem Schutzschild des Präsidenten Baschar al Assad in Syrien sitzt.

3) Die Verpflichtung einen unmöglichen Krieg zu führen
Der Staat Israel sieht sich einer fast unmöglichen Realität ausgesetzt, in der er einen Kampf gegen Terroristen führen muss, die ihre Zivilbevölkerung mitleidslos als kugelsichere Weste für ihre Aktionen benutzen:
Der Abschuss von Kassam-Raketen aus dem und Krankenhausgeländen und sogar aus dichtbesiedelten Straßen der palästinensischen Flüchtlingslager.
Das Verstecken von Raketen in Kellern von Wohnhäusern und in Wohnungen friedlicher Zivilisten im Südlibanon.

Wir waren Zeugen wie die Russen ein ähnliches Problem in Tschetschenien „lösten“, mit der Zerstörung eines ganzen Landes mit Hunderttausenden Zivilisten. Und wir sind Zeugen der Notlage, in der sich die amerikanische Armee im Irak befindet, weil sie gezwungen ist, unter ähnlichen Bedingungen gegen Guerillaangehörige zu kämpfen, die sich unter die Bevölkerung mischen und die man nicht aufzuspüren kann bevor sie in Aktion treten.
Der verständliche Widerstand, mit dem die ganze Welt in Kriegszeiten auf Angriffe auf die Zivilbevölkerung reagiert, spielt besonders den Terroristen im Nahen Osten in die Hände:
Sie haben keine Skrupel, arabische Zivilisten zu opfern, wie Hunderte Selbstmordattentäter, die mit einem Sprengstoffgürtel um ihre Hüften explodierten oder wie die Benutzung von Zivilisten als Schutz vor israelischen Vergeltungsmaßnahmen beweisen.
Parallel hierzu haben sie auch keinerlei Skrupel, die israelische Zivilbevölkerung, so massiv wie möglich anzugreifen. Sie versuchen ebenso, Widerstände innerhalb der israelischen Bevölkerung gegen Militäraktionen der israelischen Armee zu aktivieren, wodurch natürlich ihre eigene militärische Stärke zunimmt.
Zu meinem Bedauern gelang es der arabischen Propaganda auf der ganzen Welt ein öffentliches Bewusstsein zu entwickeln, das einen Terrorvergleich anstellt. Dieser Vergleich behauptet, dass der zionistische Staat als Reaktion auf die arabischen Terrorakte, die sie als „gerechten Kampf gegen den zionistischen Besatzer“ deklarieren, parallel auch Terror auf das palästinensische und libanesische Volk ausübt.
Es gibt keine größere Lüge als diese! Während der palästinensische und libanesische Terror wahllos die israelische Zivilbevölkerung attackiert, anfänglich mit Selbstmordattentätern und momentan mit Raketenbeschuss (den Beschuss arabischer Wohngebiete innerhalb Israels
eingeschlossen!), reagiert die israelische Armee auf „chirurgische“ Weise, indem sie versucht, mit einer Pinzette die Terroristen und Waffen, die sich inmitten der Zivilbevölkerung befinden, mit möglichst geringem Schaden aus dieser herauszuziehen.
Damit nicht genug: Die militärische Provokation der Terrororganisationen auf beiden Fronten dient unter anderem auch dazu, eine arabische Front aufzubauen, die diese Aktionen unterstützt. Hier gibt es nichts zu
verbergen, der Krieg löst sehr viel Leid unter der palästinensischen und libanesischen Bevölkerung aus und vermehrt angesichts der unvermeidbaren Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie zivile Einrichtungen den Hass auf Israel und den Drang nach Vergeltung.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Israel vermeidet, die Infrastruktur zu beschädigen, es sei denn, diese dient dem Terror.
So wurden Straßen und Brücken auf der Strecke Damaskus-Beirut angegriffen, um die Versorgung mit Waffen und Freiwilligen aus Syrien in den Libanon zu unterbinden. Der Flughafen und der Seehafen wurden aus dem gleichen Grund neutralisiert. Das schiitische Wohnviertel in Südbeirut – die Kommandozentrale der Hisbollah – wurde zerstört, um die Organisation operationsunfähig zu machen und um nach Bunkern, die Raketen verbergen, zu suchen. Hierbei kann es mitunter auch zu Beschädigungen von Gebäuden und zur Verletzung der Zivilbevölkerung kommen.
Soweit versuchte ich, die Realität, wie sie auf den beiden Seiten der Gefechtslinien gesehen wird, darzustellen. Aber es verbietet sich, die Ursache dieses Krieges, genausowenig wie die der Kriege, die diesem vorausgegangen sind, zu vergessen:
Die Araber und die Mosleme sprechen Israel das Existenzrecht ab und streben seine Zerstörung an, entweder ganz offen (wie der iranische Präsident) oder unter Andeutungen (wie die palästinensische Forderung auf das Recht der Rückkehr von 3,5 Millionen Flüchtlingen in das souveräne Staatsgebiet Israels – eine Tatsache, die Israel von innen zerstören wird).
Die Araber versuchen mit Blut und Feuer die Erinnerung an ihre Demütigung, dass Israel aus allen Kriegen, die Israel aufgezwungen wurden, als militärischer Sieger hervorging, auszuradieren. Die aufgehetzte arabische Jugend, die noch heute den prachtvollen Sieg Saladins über die Kreuzritter vor tausend Jahren lebt, kann es nicht verdauen, dass sie ausgerechnet von den Juden, die gemäß Koran als minderwertig gelten und die sie über viele Jahre hinweg (bis 1948) als „die Sterblichen“ gehänselt hat, überwältigt wird.
Der fundamentalistische Islam, der von Zeit zu Zeit periodisch in der arabischen Geschichte ausbricht, strebt danach, in die
andalusischen Gebiete in Spanien und in die grünen Ebenen Europas vor den Toren Wiens zurückzukehren. Denn jedes Stück Erde, das irgendwann einmal von Arabern erobert wurde, muss arabisch bleiben. Daher kann es sicherlich auch nicht sein, dass sich im Herzen „der heiligen arabischen Erde“ ein Staat von Ungläubigen wie Israel als Nachbar niederlässt. Und wenn nicht hierfür, wofür sonst ausser zur Machtergreifung benötigt der Iran Kernwaffen?
Ich wage nicht zu denken, was geschehen wird, wenn es den Extremisten in Pakistan gelingt, die derzeitige Regierung zu vertreiben und sie über deren Kernwaffenarsenal verfügen können.
Der neue weltweite Terror, der nach dem Muster von Al Quaida in den letzten Jahren als weltweite Wirklichkeit ausbrach, gibt sich nicht mehr damit zufrieden „in den früheren Zustand zurückzukehren“, sondern will auch in die europäischen Gebiete zurückkehren, die früher unter moslemischer Herrschaft standen. Jetzt richtet er seinen Blick auf die Beherrschung der gesamten Welt und verspricht gemäß den Ausführungen Bin Ladens in seinem Brief an das amerikanische Volk ein Ende des Terrors, wenn es den islamischen Glauben annimmt……
Zu unserem Bedauern hält auch ein Teil der Millionen Mosleme, die in europäischen Ländern leben, an diesem Glauben fest und erwartet, dass Europa im Laufe der nächsten Jahrzehnte moslemisch wird. Eine erste solche Forderung wurde kürzlich dem dänischen Volk unterbreitet, das etwa 200.000 Mosleme bei sich zu Gast hat….
Ich habe all diese Punkte erwähnt, um ihnen zu zeigen, welche unangenehme aber notwendige Aufgabe dem kleinen Israel auf die Schultern geladen wird: es muß ganz vorne an der Front stehen und die neue weltweite Expansionsbewegung des fundamentalistischen Islams aufhalten.
Das ist keine Bewegung, die man durch Kompromisse nach dem Muster des „Münchner Abkommens“ oder durch die Aufgabe der Tschechoslowakei aufhalten kann. Das ist keine Bewegung mit der man einen „Modus Vivendi“ erzielen kann. Früher oder später wird die internationale Gemeinschaft gezwungen sein, gewaltsam gegen die drohende Gefahr vorzugehen, genauso wie sie es vor etwa 500 Jahren vor den Toren Wiens tat.
Ich weiss, dass es viele gibt, die denken werden und sogar sagen werden, dass der jüdische Staat ein weiteres Mal versucht, sie in einen Konflikt hineinzuziehen, der überhaupt nicht ihr Konflikt ist. Vielleicht ist es ihrer Meinung nach besser, der Zerstörung Israels zuzustimmen und „dieses Ärgernis von der weltweiten Tagesordnung zu entfernen“.
Es gibt keinen größeren chamberlainischen Fehler als diesen: Nehmen Sie bitte zur Kenntnis was auf den Philippinen und in Thailand geschieht – dort versuchen moslemische Untergrundorganisationen die rechtmäßige Regierung zu unterminieren (ohne jegliche Affinität mit der palästinensischen Problematik). Genauso die Explosionen auf der Insel Bali. Bitte vergessen Sie nicht, mit welcher Eile die Vereinigten Staaten von Amerika aus Somalia abgezogen sind und wie schnell sie die Marines
aus dem Libanon herausholten. Fragen sie den indischen Premierminister, warum sein Land unfreiwillig wegen Kaschmir mit Pakistan im atomaren Wettstreit liegt, und schauen Sie sich bitte die Hilflosigkeit riesiger Supermächte wie der Sowjetunion (in Afghanistan) und der Vereinigten Staaten von Amerika (im Irak) an.
Die westliche Welt hat in ihrem Bemühen, der moslemischen Welt, westliche und demokratische Werte zu vermachen, im großen Stil versagt. Die moslemische Welt steht heute mit 1 Milliarde Gläubigen als bedrohliche Kraft da; nicht nur aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit, sondern weil ihr Glaube und ihre Ideologie monolithisch sind. Den europäischen Ländern ist es verboten, diese Gefahr zu ignorieren. Es genügt schon, wenn wir uns an den Kampf der weiblichen moslemischen Jugendlichen um das Tragen von Kopftüchern in Frankreich erinnern oder an die Tatsache, dass auch 50 Jahre des Zusammenlebens bei den Moslemen in Deutschland zu keiner gesellschaftlichen Verschmelzung mit der deutschen Mehrheit geführt haben – Es empfiehlt sich einzugestehen, dass die Lösung der Aufgabe, eine friedliche Koexistenz mit dem fundamentalistischen Islam zu finden, sehr weit entfernt ist.

Zusammenfassung:
Zu meinem Bedauern war ich gezwungen, die kurze und konkrete Zusammenfassung, mit der ich gewöhnlich meine Briefe an Sie beende, etwas auszuweiten.
Auch die Gruppe der Industrieländer, die sich in Sankt Petersburg versammelte, drückte die Notwendigkeit aus, es Israel ein für alle Mal zu ermöglichen, sich der terroristischen Gefahren zu entledigen, die das Land bedrohen. Ihre Staatsmänner verstehen auch, dass wir diese Arbeit stellvertretend für die ganze freie Welt verrichten.
Dennoch dürfen wir aber nicht vergessen, dass Israel nicht aus irgendwelchen globalen Gründen gegen die Hamas und die Hisbollah in den Krieg gezogen ist. Wir sind in den Krieg gezogen, weil sie uns dazu gezwungen haben:
Der 5jährige Junge Omer Fisachov musste sterben, nur weil er seine Großmutter am Shabbat besuchte; Frau Monika Adriane Lerer dachte, sie hätte das Recht, auf dem Balkon ihrer Wohnung zu sitzen und einen Kaffee zu trinken, ohne dass sie dadurch ihr Leben gefährden würde; 8 Techniker, die in gutem Glauben ihrer Arbeit in der Eisenbahnwerkstatt nachgingen, werden nie mehr zu ihren Familien zurückkehren – sie und Tausende Zivilisten, die in den letzten 10 Jahren durch den arabischen und moslemischen Fundamentalismus starben und Zivilisten, die ihnen weiterhin jeden Tag und jede Nacht als Zielscheibe dienen, zwingen uns zu kämpfen. Und wir werden nicht aufhören, bis Frieden in unsere Region
einkehrt, wir hier unser Leben in Ruhe aufbauen können und wir unseren Nachbarn Partner bei der Umgestaltung des Nahen Ostens in ein blühendes und aufstrebendes Gebiet zum Wohle aller seiner Bewohner sein werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dov Ben-Meir

Sollten Sie meiner Analyse zustimmen, leiten Sie diesen Brief bitte auch an Ihre Bekannten weiter.
Kommentare können unter der folgenden Adresse an mich geschickt werden:

Dov Ben-Meir
Beeri St. 12
Tel-Aviv 64682
Telefon: 00-972-505-277-444
E-mail: dbenmeir@netvision.net.il

Peter Wenz bei Sabine Christiansen

Hallo Ihr Lieben,
ich sitze gerade in meiner Gemeinde und höre von meinem Pastor schier Unglaubliches … Wir werden Hillsong aus Australien in unserer Gemeinde haben. Aber noch viel wichtiger: Heute ca. 21:30 ist Peter Wenz [-> www2.sabinechristiansen.de/index.php?id=101&tx_talk2web_pi3%5Bguestid%5D=7065&tx_talk2web_pi3%5Bshowid%5D=195 ] der Pastor der biblischen Glaubensgemeinde Stuttgart [-> www.bgg-stuttgart.de/ ] bei Sabine Christiansen [-> www2.sabinechristiansen.de/index.php
]. Es geht um das Thema: „Welche Religion hat Gott?“ Bitte betet alle für diese Sendung! Mögen viele Menschen erreicht und positiv angesprochen werden!

Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger