Christenverfolgung in Deutschland

Während man von Kanzeln immer noch hört, dass wir in einem Land leben, in dem wir unsere Religion frei ausüben können, hat die Verfolgung bereits begonnen.

Spektakuläre Thesen leben im allgemeinen von schlechten Definitionen. Deswegen möchte ich vorweg klären, was ich unter einer „Verfolgung“ verstehe:
Unter „Verfolgung“ soll hier die wissentliche und willentliche Schikanierung einer Gruppe von Menschen aufgrund einer Eigenschaft gemeint sein, die diese nicht ablegen können, oder nicht ablegen müssen, mit dem Ziel, diese Menschen aus dem öffentlichen Leben zu vertreiben (durch gezielte Diffaierung, Unterdrückung, Gefängnis oder Mord).

Nach Thomas Schirrmacher, dem Herausgeber der Dokumentation über die Christenverfolgung, lassen sich verschiedene Stadien der Verfolgung unterscheiden:

„Christenverfolgung beginnt normalerweise mit einer Desinformationskampagne. Das war schon bei den alten Römern so, dass die Meinung verbreitet wurde, Christen würden beim Abendmahl Kinder töten. [Ich würde noch ergänzen, dass die Desinformation vor allem dem Ziel dient, die verfolgte Gruppe als Gefahr für die Sicherheit des Staates und das Wohl seiner Bürger einzustufen, es genügt nicht, sie bloß als schrullig darzustellen. Tatsächlich haben sowohl die Römer als auch die Nazis ihre Feinde immer zur Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt; Anm. JW]
Die Desinformationskampagne geht dann zur Diskriminierung über, d.h. einer sehr starken Benachteiligung in vielen Bereichen des Lebens,
und schließlich zu Übergriffen von Seiten des Staates in rechtlicher Weise. Dazu gehören verschiedene Verbote und Verhinderungen.
Die schlimmste Stufe ist dann eben, dass es den Christen an Leib und Gut geht“.

Quelle: www.persecutio.de/artikel.html

Die Frage, auf welcher Stufe der Schikanen wir uns derzeit befinden, muss jeder für sich beantworten.

Was bedeutet das für uns?
Ganz einfach, es wird Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eine gesunde Sicht dafür zu gewinnen. Im Folgenden habe ich einen Text aus dem 1. Petrusbrief, der sich an Christen in Verfolgung wendet, in gekürzter Form wiedergegeben:

„Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt! […]

Und wer wird euch Böses tun, wenn ihr Eiferer des Guten geworden sied? Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen glückselig seid ihr!
Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, seid auch nicht bestürzt, sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig!
Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, aber mit Sanftmut und Ehrerbietung!
Und habt ein gutes Gewissen, damit die welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, worin euch Übles nachgeredet wird. Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun.
[…]
Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung – denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen-, um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
[…]
Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!
Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werde, glückselig seid ihr! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch.
Denn niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt; wenn er aber als Christ leidet, schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen! Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen? Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, einem treuen Schöpfer ihre Seelen anbefehlen im Gutestun.“
(1.Petr.3,8-4,19 mit längeren Auslassungen)

Links zum Thema:
209.85.135.104/search?q=cache:ewaK9hxQlkcJ:www.publichrist.de/beitraege/antidiskriminierungsgesetz.doc+%22christenverfolgung+in+europa%22&hl=de&ct=clnk&cd=16

religion.orf.at/projekt03/news/0601/ne060109_laun.htm

www.amazon.de/Christen-unter-Druck-Christenverfolgung-Europa/dp/3936850100

www.was-sagt-die-bibel-zu.info/html/christenverfolgung_in_deutschl.html

Abdul-Rahman-Aktion: Vordruck für Brief an Abgeordnete

Hi Leute,
es ist wichtig, für Abdul Rahman in Euren Hauskreisen zu beten. Aber wir sollten auch unseren Politikern deutlich machen, dass uns dieser Fall ganz besonders unter den Nägeln brennt. Um es mal ganz konkret zu machen, bitte ich Euch, den Vorschlag den Ulrich Parzany gestern bei Pro Christ gemacht hat ( www.cina.de/prochrist/om/channel.php?channel=11 ) aufzugreifen und wegen der nicht zu akzeptierenden Behandlung von Abdul Rahman in Afghanistan Eure Abgeordneten anzuschreiben. Es ist wichtig den Politikern klarzumachen, dass aus unserer Sicht auch eine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt wegen Nichtzurechnungsfähigkeit nicht akzeptabel ist, auch wenn Rahman dadurch erstmal dem Henker entkommt. In der Anlage folgt eine Liste der Bundestagsabgeordneten, der Musterbrieftest und der §18 der UNO-Menschenrechtserklärung.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Liste der Bundestagsabgeordneten:
www.bundestag.de/mdb/

Musterbrief an Bundestagsabgeordnete

Sehr geehrter Herr/Frau
sicher haben Sie auch mit Bestürzung die Nachrichten zur Kenntnis genommen, dass Abdul Rahman wegen seines Christwerdens in Afghanistan möglicherweise zum Tod verurteilt werden *oder für verrückt erklärt werden* [Einfügung wanderprediger] soll. Und ich hoffe sehr, dass Sie mit mir darin übereinstimmen, dass dies als eine furchtbare Menschenrechtsverletzung nicht hingenommen werden kann. Ich möchte Sie herzlich bitten, alles Ihnen mögliche zu tun, dass Abdul Rahman unverzüglich freigelassen wird. Bitte besprechen Sie diesen Fall in Ihren Fraktionen, wenden Sie sich an das Auswärtige Amt und wirken Sie mit auf unsere Regierung ein, damit sie sich für Abdul Rahman einsetzt. Der §18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sagt ausdrücklich, dass zur Religionsfreiheit auch der Religionswechsel gehört.
Ich möchte Sie bitten, mir mitzuteilen, wie Sie in dieser Sache denken und handeln.

§18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln , sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“

Quelle: www.cina.de/prochrist/om/article.php?article=118

Abdul-Rahman-Aktion: Vordruck für Brief an Abgeordnete