Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Viele von Euch kennen meine Vorliebe für den am 24.09.2003 in Jerusalem verstorbenen ehemaligen Cambridge-Gelehrten Derek Prince. Er ist in meinen Augen einer der brilliantesten Bibellehrer unserer Zeit gewesen. Überaschenderweise sieht das Alexander Seibel, neben Wolfgang Bühne und Horst Koch einer der bekanntesten Warner vor charismatisch-pfingstlerischen Irrlehren der erzkonservativen Evangelikalen im deutschsprachigen Raum ähnlich. Dies könnte man jedenfalls annehmen, liest man die einführenden Worte zu Seibels englischsprachiger Generalabrechnung mit Derek Prince: „The late Derek Prince (1915-2003) was a brilliant man who preached and wrote many good things.“
Auf die Beschreibung brillianter Prince-Lehren läßt sich Seibel dabei jedoch nicht großartig ein, genauer gesagt überhaupt nicht. Denn die Intention dieses Artikel ist nach meinem Eindruck eher eine bösartige Demontage dieses großen alten Mannes der Pfingst- und der Charismatischen Bewegung.
Als nächstes wird Derek Prince persönlich mit dem Toronto-Segen in Zusammenhang gebracht. Seibel behauptet, weil seine eigene „Geistestaufe“ mit Manifestationen wie „Ruhen im Geist“ und „Lachen im Geist“ einherging, hätte Prince Probleme sich vom Toronto-segen zu distanzieren. Einen Beleg für diese Aussage in den vielen Büchern und Kassetten von Prince liefert Seibel natürlich nicht.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um das Drama der „Ft. Lauderdale’s Five“, denen Derek Prince angehörte. Eine sehr einflußreiche Hirten-Bewegung, die jedoch in extremen Kontroll- und Unterordnungstrukturen sowie einen der größten geistlichen Mißbrauchsskandale der charismatischen Bewegung endete. Immerhin erwähnt Seibel, dass Derek Prince 1984 die grundlegenden Prinzipien der Hirtenbewegung widerrief und sich von diesem Team trennte, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er auch nachher immer noch Kontakt mit diesen Männern hatte. Was Seibel jedoch hier unerwähnt läßt ist, dass Prince 1991 hierzu auch öffentlich Buße getan hat (Vortrag im August 1991, OstWest-Konferenz, Karlsruhe). Was wir im übrigen in einem bekannten anti-charismatischen Seibel/Stadelmann-Text nachlesen können.

Kommen wir nun zum in meinen Augen eigentlichen Skandal dieses Textes. Es geht um die Beschreibung des Befreiungsdienstes von Derek Prince, die Befreiung von Dämonen. Um korrekt zu sein, sieht Derek Prince meiner Meinung nach hinter zu vielen menschlichen Probleme ursächlich Dämonen, daß Dämonen diese Probleme jedoch bewirken können und daß sie durch einen biblisch fundierten Befreiungsdienst im Namen jesus christus weichen müssen bleibt jedoch in meinen augen unbestritten, aber das ist jetzt eine andere Geschichte …
… Fahren wir fort in unserem Seibel-Text, denn jetzt wird er endlich einmal konkret. Er beschreibt wie er eine Befreiungsdienst-Kassette hörte, wo Prince die Befreiung von Flüchen und Bindungen bei seinem christlichen Publikum praktizierte, was dort zu dämonischen Manifestationen im sinne von Schreiattacken etc. führte. Seibel stellt Prince selbst nun in einem extrem diabolischen Licht dar, in dem er beschreibt, dass das Schreien und Kreischen aus dem Publikum sich ziemlich gruselig angehört habe und Prince dies wörtlich mit dem Kommentar versehen hätte „Ich liebe es, die Stimme Satans zu hören!“
Als ich diesen Seibel-Text zuerst las, wunderte ich mich sehr über diese in der Tat hinterfragenswerte Aussage von Derek Prince und hoffte irgendwann mal im Original auf sie zu stossen, um den Sachverhalt zu prüfen.
Nun ja … Dies ist heute geschehen und jeder, der möchte, kann sich nun sein eigenes Urteil bilden. Hier ist der Link zu Teil 3 der Predigt im MP3-Format.
Der Zusammenhang ist folgender: Es ging um das Brechen von Flüchen, auch von generationsübergreifenden Familienflüchen. Der theologische Schwerpunkt lag im Tausch am Kreuz, dass Jesus für uns am Kreuz zum Fluch wurde (vgl. Gal 3,13) und das wir dies aktiv für uns beanspruchen können. Derek Prince vertritt die Meinung, dass man dies aktiv aussprechen müsse. Derek Prince führte sein Publikum in ein Gebet an Jesus und als er an die Stelle kam wo auf Deutsch übersetzt wurde „… vom heutigen Tag an will ich Dir gehorchen und Dir folgen“ kamen die ersten gellenden „Dämonenschreie“ (0:05:40). Das Publikum muß wohl ziemlich verstört reagiert haben, denn Prince sagt ganz cool „That´s all right … relax! … There will be a lot more of this“
Und so kommt es dann auch … heftigste Schreiattacken brechen los. Derek Prince ist während all diesen Attacken vollkommen routiniert und gelassen. Sein lapidarer Kommentar lautet(0:05:56): „I allways enjoy, hearing the devil cry out!“ Meine Übersetzung dazu lautet: „Ich genieße es immer den Teufel aufschreien zu hören!“ Das ist etwas ganz anderes als zu sagen: „Ich liebe es die Stimme Satans zu hören!“ Es geht ganz einfach darum, dass in diesem an Jesus Christus gerichteten Gebet Flüche gebrochen wurden und offensichtlich massenhaft Dämonen aus den Menschen ausgefahren sind. Das sollte für jeden Christen eine Freude sein! Die Verfälschung des angeblich wörtlich wiedergegebenen Zitats ist in meinen Augen ein bewußte Irreführung der Leser auf Seidels Homepage.
Wer übrigens alle drei Teile des Prince-Vortrags hören will sei noch auf Teil 1 und Teil 2 im Speziellen und für weiteres Interesse an Derek Prince auf Derek Prince auf online-predigt.de im Allgemeinen verwiesen, wo man sich sehr viele seiner Predigten als MP3 herunterladen kann.

Nebenbei bekommt Prince schließlich noch vorgehalten, dass er den Pastor einer Jerusalmer Gemeinde auf dessen Heilungswunsch mit den Worten abserviert habe:“… meine „Heilungs“-Gabe wirkt nicht im Privaten, sondern nur in großen Menschenmengen.“; was Seibel natürlich sofort benutzt um Prince irgendwie in die Nähe des Spiritismus zu stellen.

Der krönende Abschluß ist eine Seibelsche Anrufung des Herrn mit den Worten: „Möge unser Herr der Herrlichkeit uns Weisheit und Urteilsvermögen in diesen letzten Tagen von wachsendern Konfusion und Irreführung verleihen.“ Verwiesen wird dann noch auf 1. Tim 4,1 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“.

Damit wäre der Kreis geschlossen von dem Derek Prince, der anfangs noch als „brillianter Mann“ vorgestellt wurde, der viele gute Dinge gelehrt und gepredigt hat hin zu einem verführerischen Geist, der „teuflische Lehren“ vertritt und … „die Stimme Satans liebt“!

Bitte nun nicht glauben, dass ich als pietistischer Neo-Charismatiker alles was Herr Seibel gegen die Charismatiker schreibt ablehnen würde. Dem ist mitnichten so! Ganz im Gegenteil! Um mit den Worten Derek Prince´s zu sprechen: „Das Vollbringen von Wundern bestätigt nicht notwendigerweise die Wahrheit. Hier werden Charismatiker in Schwierigkeiten geraten, denn die meisten Charismatiker werden irgendetwas glauben, wenn es von einem Wunder begleitet ist. Und der Antichrist wartet nur auf sie … Es gibt nur einen Weg Wahrheit ermitteln und das geschieht über die Schrift“ Da liegen Seibel und Prince wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Hochinteressant fand ich beispielsweise auch einen Seibel-Artikel über Arnold Bittlinger einer Art Urgestein der GGE, der ich selber angehöre. Da werde ich noch prüfen müssen. Prüfen tue ich als Arzt im Übrigen auch vorzugsweise charismatische Wunderheilungen, wie beispielsweise Charles Ndifon in der Berliner Pfingstgemeinde Kirche am Südstern. Obwohl ich also bei der charismatischen Gemeindeerneuerung mitmache, sind für mich doch nicht alle charismatische Lehren mittragbar und ich sage das auch allen ganz offen.

Das andere Extrem ist aber, ALLES für Schlecht zu erklären, um es verwerfen zu können.

Für diesen Artikel wird sich Alexander Seibel einmal rechtfertigen müssen!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf jesus.de

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Bist Du theokonservativ?

Lieber Bruder, liebe Schwester,
fühlst Du Dich durch diesen Blog angesprochen? Könntest Du das Intro rechts neben diesem Text ohne Bauchschmerzen unterschreiben? Hast Du Jesu Liebe für die Armen, für die Verlorenen im Herzen? Und für Deine wiedergeborenen Mitgeschwister … seien es nun Pfingstler, Katholiken oder gar Links-Evangelikale? Würdest Du auch gerne hier etwas schreiben? Hast Du ein gewisses Talent dafür? … Wenn ja, möchte ich Dich gerne einladen, Theocons.de regelmäßig zu besuchen und von der Kommentarfunktion Gebrauch zu machen. Die eigentliche Intention dieses Aufrufs ist es jedoch, Dich mittelfristig für diesen sog. Weblog als Autor bzw. Autorin zu gewinnen.
Bitte habe Verständnis dafür, dass bei diesem Projekt keine kommerziellen Absichten vorhanden sind und deswegen natürlich auch keine Autorenvergütungen vorgesehen sind. Wenn Du Dich also dafür erwärmen könntest, gelegentlich einen maximal DinA4-Seiten langen Artikel mit aktuellem politischen Hintergrund für Theocons.de zu schreiben oder schon geschriebene Artikel hier zweitzuverwerten, nimm doch bitte Kontakt zu mir auf [-> E-Mail]. Falls wir zusammenkommen, richte ich Dir dann einen Login auf unser Redaktionssystem ein, mit welchem Du hier ganz leicht Artikel veröffentlichen kannst. [Ein Redaktionssystem-Demo: demo1.b2evolution.net/stable/admin.php?login=admin&pwd=demopass ]. Ich würde mich freuen, wenn Du Theocons.de weiteren potentiell theokonservativen Autoren, die Du kennst empfehlen würdest!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Bist Du theokonservativ?

„Calling All Nations“ im Olympiastadion Berlin

Ich war dabei … kann ich meinen Enkeln später einmal sagen 😉 Meine Frau und ich sind extra früher aus dem Urlaub zurückgekommen, um teilnehmen zu können. Wir erlebten die Veranstaltung aus der Perspektive der Nordkurve und ich will erst gar nicht damit anfangen einen Erlebnisbericht hier abzuliefern, das hat Pascal Goertz auf Jesus.de besser gemacht [-> www.jesus.de/show.sxp/9494_calling_all_nations___wir_rufen_die_nationen__.html ].
Ich wollte hier nur kurz auf einen typisch weltlich abgeklärten Artikel „Jubelnde Jünger im Olympiastadion“ von Claudia Keller aus dem Tagesspiegel eingehen. Die Autorin tut sich besonders hervor durch Unkenntis der Pfingstlich-Charismatischen Bewegung und versucht sich daher in eine zynisch-abwertende Darstellung der Veranstaltung zu retten … Dafür erntet sie natürlich online massenhaft negativen Protest von gestrengen Geschwistern, dass es einem das Herz zerreisst. Daher folgt hier jetzt eine kleinen Verteidigungsrede stellvertretend für alle kopfschüttelnden Journalisten die von Calling all Nations berichtet haben

Etwas mehr Gnade bitte …
… für unsere nichtwiedergeborenen Mitbürger! Was will man von einer Journalistin, die im Tagesspiegel in der Regel für trockene Landeskirchen-Berichterstattung zuständig ist, deren intensivstes religiöses Erlebnis … sagen wir mal im besten Falle … ein Kirchentags-Abschlussgottesdienst darstellt … und die sich privat … wenn sie überhaupt noch Zeit hat … wahrscheinlich eher in den nihilistischen … oder schlimmer esoterischen … Hauptstadt-Biotopen der AnythingGoes-Szene aufhält, in denen viele von uns … geben wir es doch zu … früher auch unsere Lebenszeit vernichtet haben …
Was wollt Ihr denn da ernsthaft erwarten, wenn sie erstmals Kontakt mit der charismatischen Christen und Pfingstlern bekommt … mit Christen also, die Gaben des Heiligen Geistes haben, die für die Nationen beten, geistliche Kampfführung womöglich noch in allerheftigstem martialischem Vokabular ausüben … die die LoveParade in genau diesem geistlichen Zusammenhang sehen, durch Gebet die Welt verändern wollen, Proklamationen aussprechen, Dämonen austreiben, Israel lieben und mit blau-weissen Davidstern-Flaggen oder gar mit Deutschlandfahnen herumlaufen, auf denen „Jesus ist Herr!“ steht … oder das allerallerschlimmste was man einem deutschen Journalisten antuen kann und was in dieser Szene mitunter vorkommen soll …. den amerikanischen Präsidenten George W. Bush halbwegs sympathisch finden, ihn als Christ und Mitbruder ansehen … ein absolutes KO-Kriterium für die normale geistige Zurechnungsfähigkeit eines Mitteleuropäers … in deren Augen.

Bei so vielen von weltlichen Journalisten einfach gar nicht zu verarbeitenden Eindrücken und Informationen können wir doch froh sein, dass Frau Keller überhaupt noch in der Lage war, einen halbwegs lesbaren normal-zynischen Durchschnittsartikel zu schreiben. Ausserdem wird es in Berlin ja noch weitere Gelegenheiten für interessierte Journalisten geben die geheimnisvolle Welt der Pfingstler und Charismatikerkennen zu lernen … lebensverändernde Erkenntnisse und vollkommen überwältigende Erlebnisse können dabei allerdings nicht vollkommen ausgeschlossen werden [-> www.gadw.org/index.php?menu=termine
www.gfberlin.de ].

Also … etwas mehr Gnade bitte, liebe Mitgeschwister 😉
Für alle von diesem Artikel Enttäuschten … hier habt ihr einen guten Echtzeitbericht von Pascal Görtz von Jesus.de
[-> www.jesus.de/show.sxp/9494_calling_all_nations___wir_rufen_die_nationen__.html ]

Jesus Christus ist Herr!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

„Calling All Nations“ im Olympiastadion Berlin

Calling all Nations: Ich rufe die Jugend der Welt!

Bei den XI. Olympischen Spielen in Berlin 1936 trat eine Glocke als Leitsymbol neben die Ringe. Die Glocke als Symbol schien von Adolf Hitler mit Bedacht gewählt zu sein. Sie demonstrierte Macht und Festigkeit des NS-Staates und sie besaß sakralen Charakter. Mit ihrer Aufschrift „Ich rufe die Jugend der Welt“ appellierte sie an diese, sich aufopferungsvoll dem sportlichen Wettkampf ihrer Nation hinzugeben.
Wir wissen heute, dass Adolf Hitler und der Nationalsozialismus … der seine Wurzeln übrigens auch im Okkult-Satanischen hatte … die Jugend belogen und verführt und die ganze Welt in Brand gelegt hat.
An diesem historischen Ort im Olympia Stadion Berlin wird am 15.Juli 2006 wieder die Jugend der Welt gerufen. Diesmal aber nicht als Propagandaveranstaltung für ein Verbrecherregime sondern zum Lob Gottes. Es wird die größte Worship-Veranstaltung werden, die es je in Europa gegeben hat.
Die Vision der Veranstalter von Calling all Nations zu denen auch Leute aus meine Gemeinde gehören könnt Ihr in der Anlage zu diesem Posting lesen.
Ich hoffe sie motiviert Euch dazu, dem Ruf zu folgen und am 15.Juli nach Berllin ins Olympiastadion zu kommen. Es wird etwas Großes geschehen!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Am 15. Juli 2006 wird das Olympiastadion in Berlin, fast genau 70 Jahre nach den Olympischen Spielen im Jahr 1936, zu einer Versammlungsstätte von Christen für das Lob Gottes.
Calling All Nations wird junge und jung gebliebene Christen aus Deutschland und vielen anderen Ländern zusammenführen, um an diesem historischen Ort den einen wahren König Jesus Christus mit Musik, Gebet und neuer Hingabe zu ehren.
Das Motto des Tages ist eine Einladung zur Anbetung Gottes, zum Gebet für die Welt und eine Herausforderung, das christliche Zeugnis und das Evangelium in unserer Welt zu leben und es in alle Nationen der Welt zu tragen.
Dieser Tag ist kein Musik-Festival in eigentlichem Sinn, dennoch wird der Tag von sehr viel Musik geprägt sein. International bekannte Musiker und Bands (siehe „Mitwirkende“) haben ihre Mitwirkung zugesagt.
Weil wir glauben, dass Lobpreis, praktische Hilfe und Mission Hand in Hand gehen, wird während des Tages eine Kollekte als sichtbarer Ausdruck unserer Hilfe zur Unterstützung von Waisenkindern eingesammelt. Damit sollen verschiedene Projekte von Hilfsorganisationen gefördert werden.
Wir möchten Sie deshalb ermutigen und sehr herzlich einladen, dieses einmalige Ereignis nicht zu verpassen. Kommen Sie und stimmen Sie mit ein, wenn Zehntausende Christen aus aller Welt gemeinsam Jesus im Herzen Europas feiern und von dort aus als Botschafter des Evangeliums zurück in ihre Länder reisen.

Geschichte
Am 28 Juni 1997 fand in England das bislang gößte Anbetungsevent im Wembley Stadion in London statt. Aus aller Welt kamen 43.000 Menschen aus einem einzigen Grund zusammen: um Jesus Christus mit Musik und Tanz anzubeten.
Der „Tempel“ des englischen Fußballes wurde in einen Gottesdienstraum verwandelt. Jede Generation hat Momente, die sie ein Leben lang nicht vergisst. Für viele der dort Anwesenden war es genau solch ein Erlebnis.
Am Tag vor dem Event bat Noel Richards mit ein paar Freunden im Gebet um Richtungweisung, wie es nach dem Wembley Event weitergehen solle. Sie hatten den Eindruck, daß Wembley nicht das Ende, sondern erst der Anfang von Lobpreisevents in Fußballstadien sei. Dies war der Beginn eines Visions- und Vorbereitungsprozesses, an dessen Ende ähnliche Anbetungsevents in Budapest, Barcelona und Berlin stattfinden sollen. Dabei war Berlin für sie besonders ansprechend. An dem Ort, wo 1936 die Olympischen Spiele eröffnet wurden, sollte ein nächstes Anbetungsevent stattfinden. Für die Spiele 1936 wurde eine Glocke gegossen, über die folgendes berichtet wird.
Auf der Südseite steht die Glocke des Stadions. Dieses 16,5 Tonnen schwere Monster wurde 1935 in Bochum gegossen und in einer triumphalen Prozession nach Berlin transportiert. Im eigens dafür erichteten Glockenturm sollte sie den Beginn und das Ende der Spiele signalisieren. Nach dem Krieg wurde sie schwer beschädigt mit einem Riß neben dem Stadion auf dem Maifeld unter vielen Trümmern wiedergefunden. Auf dem Rand der Glocke ist das damalige Motto der Olympischen Spiele eingraviert: Ich rufe die Jugend der Welt.
Noel Richards, der Initiator von Calling All Nations, las in diesem Satz das Motto des „Calling All Nations“ Events. Junge und jung gebliebene Christen aus unserem Land und vielen anderen Nationen zusammenführen, um an diesem historischen Ort der „Hingabe“, unseren Gott den Vater, den Sohn Jesus und den Heiligen Geist mit Musik, Gebet und neuer Hingabe zu ehren.
Wie füllt man ein Stadion mit Menschen aus der ganzen Welt? In der Bibel ist ein Bericht, wie Gott zu Nehemia gesprochen hat, wie die Mauern Jerusalems wieder aufgebaut werden sollen. Sein Modell war simpel – jede Familie sollte einfach dort an der Mauer arbeiten, wo sie gelebt hat. Dies soll ein Modell für unsere Veranstaltung sein. Jede „Familie“ soll ihren Platz ausfüllen. Wir verstehen hier „Familien“ als unterschiedliche Nationen, als unterschiedliche Denominationen und als unterschiedliche Generationen. Daraus wollen wir Multiplikatoren in vielen dieser einzelnen Gruppen finden, die jeweils Verantwortung für ihren Teil der Mauer übernehmen und ihre Leute einladen, in Berlin mit dabei zu sein.
Ein bekannter Prediger aus den USA hat einmal folgendes gesagt: „Ich glaube daß die Sportarenen dieser Welt nicht nur für Fußball und Baseball gemacht sind, sondern für eine große Bewegung Gottes“.
Stadien haben einen festen und hohen Platz im Bewusstsein der Bevölkerung unserer Großstädte. Es sind Orte der Gemeinschaft, wo Menschen zusammenkommen, um ihr Fussball Team zu unterstützen.
So sagen wir nun, daß wir die Einheit der Christen hier zeigen wollen und unseren Gott gemeinsam anbeten wollen, ihm Lieder singen und für die Welt beten.

Zweck
Wenn wir uns in großen Scharen versammeln und anbeten, produzieren wir den Klang des Himmels. Das wird entpsrechende Nachwirkungen haben, sich wie Wellen ausbreiten und widerhallen.
Dies wollen wir in zunehmendem Maße sehen und erleben – dass die ganze Erde erfüllt wird mit der Anbetung seines Namens und der Erkenntnis seiner Liebe in seinem Sohn.
Es geht bei diesem Event nicht um Musiker oder Bands. Calling All Nations ist kein Festival wo sich alles um die Musiker dreht. Die Mitwirkenden auf der Bühne sind nur ein Katalysator für alle Christen, die im Stadion mit dabei sein werden. Wir wollen gemeinsam Jesus an diesem Ort anbeten als den Herrn aller Herren. Wir wollen die Menschen versammeln zu Lobpreis und Anbetung, denn diese sind die effektivsten Mittel, um die Dunkelheit in vielen unserer Nationen zu überwältigen.

Ziel
Wir haben dieses Event im Olympiastadion Berlin „Calling All Nations“ genannt, weil dieser Name unser Anliegen am besten wiedergibt.
Es werden sich junge Christen, und die im Herzen Junggebliebenen aus aller Welt, an diesem Ort versammeln.
Unser Gebet ist, daß diese Versammlung ein kleiner Vorgeschmack des Himmels auf Erden wird, und daß
dadurch auch alle, die noch nicht zu Jesus gehören, angezogen werden und ihr Leben grundlegend erneuert wird.

Calling all Nations: Ich rufe die Jugend der Welt!

Peter Wenz: Geistliche Aufbruchstimmung in Deutschland …

Peter Wenz leitet die Biblische Glaubens Gemeinde (BGG) in Stuttgart, die mit über 3000 Gottesdienstbesuchern pro Woche als größte charismatische Gemeinde in Deutschland gilt. In der Zeitschrift „come“ schrieb er vor kurzem einen sehr optimistischen Artikel zu dem Thema, dass man in Deutschland zur Zeit eine deutliche Aufbruchststimmung gerade auch auf geistlichem Gebiet spürt:
Es braucht mutige Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder, die sich nicht nur mit einer positiven Aufbruchstimmung zufrieden geben, sondern den ganzen Weg zu einem geistlichen Durchbruch mitgehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Jesus genügend Leute in diesem Land finden wird oder bereits gefunden hat, die bereit sind, von ganzem Herzen auf Ihn zu vertrauen, alte und unbewährte Dinge loszulassen, um dafür all das zu empfangen, was Gott für unser Land vorbereitet hat.
So ist es! 🙂
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger
Peter Wenz: Geistliche Aufbruchstimmung in Deutschland …

Vater-Land Konferenz Leipzig 2003

Gottes Vaterherz ringt um die deutschspachige Welt! Charismatisch-Pfingstlerischer Kongress, der am 26-29. Juni 2003 in Leipzig stattfand. Die Vorträge können als MP3-Dateien auf der ausgezeichneten Predigt-Site Online-Predigt.de heruntergeladen werden:
– Walter Heidenreich: Die Erweckung hat schon begonnen
– David Demian: Die Zeit der Schmach und Schande ist vorbei
– David Demian: Der Durchbruch der Herrlichkeit
– Geri Keller: Versöhnung mit dem Staat
– Christoph Häselbarth: Unsere Berufung: Geistliche Vaterschaft
– Ben Rainer Krause: The Call [Che Ahn: Gideons Army II – The Call]
– David Demian: Das Leben von Petrus – Eine Analogie für Deutschland
– Krause / Häselbarth: Geistlicher Durchbruch für Deutschland

Vater-Land Konferenz Leipzig 2003