Soll Europa sich doch selbst befreien!

Über den Blog Anti-Anti-Amerikanismus bin ich auf eine ausgezeichnete Doppelfolge einer Fernsehreportage des Christian Broadcasting Network gestoßen, die absolut anschauenswert ist.
Es geht in Teil 1 (Europe’s Anti-American Agenda) und Teil 2 (How European Media Damages America) um den immer stärker werdenden Anti-Amerikanismus in den europäischen Medien. Eine Tendenz, die auch hier auf Theocons.de immer wieder thematisiert wird. Wer die theocons.de-Kategorien Antiamerikanismus und George W. Bush verfolgt kann das hier nachlesen.
Der Moderator der Sendung war meines Wissens nach Pat Robertson, der Vater der Christian Coalition in Amerika. Pat Robertson ist trotz seiner Brillianz hier auf theocons.de auch schon heftig kritisiert worden.
Jedenfalls sagt er in seinem Schlußsatz über die Europäer ungefähr folgendes: „In world war I we rescued them from the Kaisers forces …. in worldwar II we rescued them from the axis powers and the nazis … in the cold war we rescued them from what Josef Stalin and the communist wanted … maybe its time to pull out and let them rescue themselves … and we can say we take our forces out of germany … we take all of our bases out … we don´t no longer have any kind of defensive shield … “ Let them rescue themselves!
Auch wenn das gegen meine ureigene Interessen verstossen würde … diesen Gedanken habe ich auch sehr oft … Europa alleingelassen mit Iran, Russland, Djihadisten und am Horizont Eurabia … Ich kann es schon hören das Heulen und Zähneklappern der feigen Europäer, wenn es ernst wird …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Soll Europa sich doch selbst befreien!

Fred Dalton Thompson … der neue US-Präsident?

Vor ein paar Wochen las ich einen Welt-Artikel, der fing so in der Art an … dies ist ein historischer Augenblick … es ist das erste Mal, dass Sie von Fred Dalton Thompson gehört haben. Ich kann mich an kaum noch was erinnern ausser, dass er wohl Schauspieler sei und schon unter Nixon arbeite. Politisch hatte ich ihn wegen seiner Pro-Life-Haltung zumindestens nicht in negativer Erinnerung behalten.

Die Wochen gingen ins Land und ich hörte nix mehr von dem guten Dalton-Bruder. Anläßlich eines Blog-Beitrags auf Freedomwatch „Giuliani riskiert eine Niederlage der GOP„, der im Übrigen das Giuliani-Problem gut auf den Punkt bringt, schaute ich mal beim Rasmussen-Report rein [-> www.rasmussenreports.com/public_content/politics/2008_republican_presidential_primary ] und sah zu meiner überraschung, dass der gute Fred Dalton Thompson mit 24% gleichauf mit Giuliani liegt.

Auf wikipedia findet man nur holzschnittartige Infos zu Thompson (s. Anlage). Ich bin gespannt, was die evangelikale Welt der USA demnächst zu diesem Kandidat verlauten wird.

Ich war schon langsam so weit, dass mich als gestandener TheoKonservativer der Obama-Virus angesteckt hatte 😉

MfG wanderprediger

de.wikipedia.org/wiki/Fred_Thompson
Thompson ist gegen Abtreibung, Homo-Ehe und Waffenkontrolle. Er gilt als Unterstützer des Irak-Krieges. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte Thompson, dass niedrige Steuern zu mehr Wohlstand, Investitionen und Wirtschaftswachstum führten. Auch unterstützt er den Freihandel. In Sachen Klima-Wandel und Erderwärmung hat er eine skeptische Haltung.

Fred Dalton Thompson … der neue US-Präsident?

Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch!

Schlaglichtartig machte uns DER SPIEGEL mit seinem Titel „Gott ist an allem Schuld! Der Kreuzzug der neuen Atheisten“ Ende Mai klar, dass sich etwas geändert hat in der Lufthoheit über den Seelen Deutschlands. Und nicht nur in Deutschland – weltweit blasen die sogenannten „neuen Atheisten„, oft auch „Brights“ genannt zum Angriff auf alles Religiöse.
Obwohl das Thema „Vormarsch der Gottlosen“ mittlerweile schon in Polylux bei Deutschlands zehnmalklugen Popkultur-Diva Tita von Hardenberg genüßlich zelebriert wurde, scheint es trotzdem wohl mehr als ein Sommer-Hype zu werden.
Die Helden der Bewegung sind Christopher Hitchens, Daniel Dennett, Michel Onfray, Sam Harris. Nicht zu vergessen der neue Atheisten-Papst und Erfinder der Meme Richard Dawkins. In Deutschland spielt die Giordano Bruno Stiftung eine Schlüssel-Rolle, denn hier findet man die Crème de la Crème der deuschen Atheisten.

Man will also nichts weniger, als nun endlich – ohne lange zu fackeln – die Aufklärung vollenden … Auf dass alle Atheisten werden!
Und bist Du nicht willig … hört man da die neuen atheistischen Fundamentalisten schon flüstern.

Diese ganze Welle kommt dabei mit einem ausgesprochen intoleranten, aggressiven Habitus daher. Woher kommt diese Wut? Kann man den Amerikanern bis heute nicht den 11. September 2001 verzeihen, den in dieser Frage wohl entscheidenden Wendepunkt der Geschichte. Ist wieder mal der wiedergeborene G. W. Bush oder sind gar die vorlauten, immer frecher werdenden Kreationisten und intelligenten Designer Schuld? Oder reibt man sich „nur“ an den eifernden Islamisten aus dem Karikaturenstreit und dem entstehenden Großkalifat Eurabia?
Ich denke es gibt eine verworrenes Konglomerat von Ursachen. Ich werte den neuen Atheismus hauptsächlich als eine Art Massen-Verschwörung gegen die in den Feuilletons vielbeschriebene Rückkehr der christlichen Religion. Mit staunenden Augen mußten ansonsten selbstsichere Intellektuelle mit ansehen, wie sich beispielsweise eine immer größer werdende Menge von Jugendlichen wieder vermehrt christlich geprägten konservativen Werten und … was für sie am allerschlimmsten war … dem Papst zuwandte. Die Religion sollte doch absterben … Das Gegenteil war jedoch der Fall. Um so stärker wuchs die Wut und der Hass der Atheisten. Ein großer Teil der Wut, die durch islamistische Eiferer entsteht wird gerne bevorzugt an den Christen abgearbeitet [-> TAZ, was bist Du feige!]
Sehr schön fasst das Markus Reder von der katholischen Tagespost zusammen: „Solche Attacken sind ein sicheres Indiz dafür, dass die Rückkehr der Religion kein Feuilleton-Phänomen ist, sondern Realität. Es geht nicht darum, eine machtvolle Renaissance des Christentums herbeizureden. Doch da ist etwas in Bewegung geraten. Das zeigen gerade diese Angriffe. Wo der Glaube wächst, da wachsen auch Widerstände. Für Christen ist das weder neu noch erschreckend: Nicht der Atheismus ist der Verstehensschlüssel für das 21. Jahrhundert, sondern die Religion.“
Ich persönlich finde einen weiteren Aspekt noch ausgesprochen wichtig. Viele Blogger aus dem christlich-neokonservativen Spektrum verbünden sich auf dem Gebiet der Islamismus-Kritik gerne mit den USA-freundlichen Libertären … und gerade hier gibt es eine riesengroße Schnittmenge zur „neuen Atheismus-Szene“. Mir gefällt das nicht, aber das ist das gute an dem Thema „neuer Atheismus“ … hier kann man die manchmal sehr verschwommenen Standpunkte sehr scharf voneinander getrennt darstellen.
Wir werden auf dieses Thema hier daher in Zukunft einen besonderen Schwerpunkt legen.
… Zumal wir theocons ja mittlerweile selber im Zentrum der atheistischen Angriffe stehen 😉
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch!

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Viele von Euch kennen meine Vorliebe für den am 24.09.2003 in Jerusalem verstorbenen ehemaligen Cambridge-Gelehrten Derek Prince. Er ist in meinen Augen einer der brilliantesten Bibellehrer unserer Zeit gewesen. Überaschenderweise sieht das Alexander Seibel, neben Wolfgang Bühne und Horst Koch einer der bekanntesten Warner vor charismatisch-pfingstlerischen Irrlehren der erzkonservativen Evangelikalen im deutschsprachigen Raum ähnlich. Dies könnte man jedenfalls annehmen, liest man die einführenden Worte zu Seibels englischsprachiger Generalabrechnung mit Derek Prince: „The late Derek Prince (1915-2003) was a brilliant man who preached and wrote many good things.“
Auf die Beschreibung brillianter Prince-Lehren läßt sich Seibel dabei jedoch nicht großartig ein, genauer gesagt überhaupt nicht. Denn die Intention dieses Artikel ist nach meinem Eindruck eher eine bösartige Demontage dieses großen alten Mannes der Pfingst- und der Charismatischen Bewegung.
Als nächstes wird Derek Prince persönlich mit dem Toronto-Segen in Zusammenhang gebracht. Seibel behauptet, weil seine eigene „Geistestaufe“ mit Manifestationen wie „Ruhen im Geist“ und „Lachen im Geist“ einherging, hätte Prince Probleme sich vom Toronto-segen zu distanzieren. Einen Beleg für diese Aussage in den vielen Büchern und Kassetten von Prince liefert Seibel natürlich nicht.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um das Drama der „Ft. Lauderdale’s Five“, denen Derek Prince angehörte. Eine sehr einflußreiche Hirten-Bewegung, die jedoch in extremen Kontroll- und Unterordnungstrukturen sowie einen der größten geistlichen Mißbrauchsskandale der charismatischen Bewegung endete. Immerhin erwähnt Seibel, dass Derek Prince 1984 die grundlegenden Prinzipien der Hirtenbewegung widerrief und sich von diesem Team trennte, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er auch nachher immer noch Kontakt mit diesen Männern hatte. Was Seibel jedoch hier unerwähnt läßt ist, dass Prince 1991 hierzu auch öffentlich Buße getan hat (Vortrag im August 1991, OstWest-Konferenz, Karlsruhe). Was wir im übrigen in einem bekannten anti-charismatischen Seibel/Stadelmann-Text nachlesen können.

Kommen wir nun zum in meinen Augen eigentlichen Skandal dieses Textes. Es geht um die Beschreibung des Befreiungsdienstes von Derek Prince, die Befreiung von Dämonen. Um korrekt zu sein, sieht Derek Prince meiner Meinung nach hinter zu vielen menschlichen Probleme ursächlich Dämonen, daß Dämonen diese Probleme jedoch bewirken können und daß sie durch einen biblisch fundierten Befreiungsdienst im Namen jesus christus weichen müssen bleibt jedoch in meinen augen unbestritten, aber das ist jetzt eine andere Geschichte …
… Fahren wir fort in unserem Seibel-Text, denn jetzt wird er endlich einmal konkret. Er beschreibt wie er eine Befreiungsdienst-Kassette hörte, wo Prince die Befreiung von Flüchen und Bindungen bei seinem christlichen Publikum praktizierte, was dort zu dämonischen Manifestationen im sinne von Schreiattacken etc. führte. Seibel stellt Prince selbst nun in einem extrem diabolischen Licht dar, in dem er beschreibt, dass das Schreien und Kreischen aus dem Publikum sich ziemlich gruselig angehört habe und Prince dies wörtlich mit dem Kommentar versehen hätte „Ich liebe es, die Stimme Satans zu hören!“
Als ich diesen Seibel-Text zuerst las, wunderte ich mich sehr über diese in der Tat hinterfragenswerte Aussage von Derek Prince und hoffte irgendwann mal im Original auf sie zu stossen, um den Sachverhalt zu prüfen.
Nun ja … Dies ist heute geschehen und jeder, der möchte, kann sich nun sein eigenes Urteil bilden. Hier ist der Link zu Teil 3 der Predigt im MP3-Format.
Der Zusammenhang ist folgender: Es ging um das Brechen von Flüchen, auch von generationsübergreifenden Familienflüchen. Der theologische Schwerpunkt lag im Tausch am Kreuz, dass Jesus für uns am Kreuz zum Fluch wurde (vgl. Gal 3,13) und das wir dies aktiv für uns beanspruchen können. Derek Prince vertritt die Meinung, dass man dies aktiv aussprechen müsse. Derek Prince führte sein Publikum in ein Gebet an Jesus und als er an die Stelle kam wo auf Deutsch übersetzt wurde „… vom heutigen Tag an will ich Dir gehorchen und Dir folgen“ kamen die ersten gellenden „Dämonenschreie“ (0:05:40). Das Publikum muß wohl ziemlich verstört reagiert haben, denn Prince sagt ganz cool „That´s all right … relax! … There will be a lot more of this“
Und so kommt es dann auch … heftigste Schreiattacken brechen los. Derek Prince ist während all diesen Attacken vollkommen routiniert und gelassen. Sein lapidarer Kommentar lautet(0:05:56): „I allways enjoy, hearing the devil cry out!“ Meine Übersetzung dazu lautet: „Ich genieße es immer den Teufel aufschreien zu hören!“ Das ist etwas ganz anderes als zu sagen: „Ich liebe es die Stimme Satans zu hören!“ Es geht ganz einfach darum, dass in diesem an Jesus Christus gerichteten Gebet Flüche gebrochen wurden und offensichtlich massenhaft Dämonen aus den Menschen ausgefahren sind. Das sollte für jeden Christen eine Freude sein! Die Verfälschung des angeblich wörtlich wiedergegebenen Zitats ist in meinen Augen ein bewußte Irreführung der Leser auf Seidels Homepage.
Wer übrigens alle drei Teile des Prince-Vortrags hören will sei noch auf Teil 1 und Teil 2 im Speziellen und für weiteres Interesse an Derek Prince auf Derek Prince auf online-predigt.de im Allgemeinen verwiesen, wo man sich sehr viele seiner Predigten als MP3 herunterladen kann.

Nebenbei bekommt Prince schließlich noch vorgehalten, dass er den Pastor einer Jerusalmer Gemeinde auf dessen Heilungswunsch mit den Worten abserviert habe:“… meine „Heilungs“-Gabe wirkt nicht im Privaten, sondern nur in großen Menschenmengen.“; was Seibel natürlich sofort benutzt um Prince irgendwie in die Nähe des Spiritismus zu stellen.

Der krönende Abschluß ist eine Seibelsche Anrufung des Herrn mit den Worten: „Möge unser Herr der Herrlichkeit uns Weisheit und Urteilsvermögen in diesen letzten Tagen von wachsendern Konfusion und Irreführung verleihen.“ Verwiesen wird dann noch auf 1. Tim 4,1 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“.

Damit wäre der Kreis geschlossen von dem Derek Prince, der anfangs noch als „brillianter Mann“ vorgestellt wurde, der viele gute Dinge gelehrt und gepredigt hat hin zu einem verführerischen Geist, der „teuflische Lehren“ vertritt und … „die Stimme Satans liebt“!

Bitte nun nicht glauben, dass ich als pietistischer Neo-Charismatiker alles was Herr Seibel gegen die Charismatiker schreibt ablehnen würde. Dem ist mitnichten so! Ganz im Gegenteil! Um mit den Worten Derek Prince´s zu sprechen: „Das Vollbringen von Wundern bestätigt nicht notwendigerweise die Wahrheit. Hier werden Charismatiker in Schwierigkeiten geraten, denn die meisten Charismatiker werden irgendetwas glauben, wenn es von einem Wunder begleitet ist. Und der Antichrist wartet nur auf sie … Es gibt nur einen Weg Wahrheit ermitteln und das geschieht über die Schrift“ Da liegen Seibel und Prince wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Hochinteressant fand ich beispielsweise auch einen Seibel-Artikel über Arnold Bittlinger einer Art Urgestein der GGE, der ich selber angehöre. Da werde ich noch prüfen müssen. Prüfen tue ich als Arzt im Übrigen auch vorzugsweise charismatische Wunderheilungen, wie beispielsweise Charles Ndifon in der Berliner Pfingstgemeinde Kirche am Südstern. Obwohl ich also bei der charismatischen Gemeindeerneuerung mitmache, sind für mich doch nicht alle charismatische Lehren mittragbar und ich sage das auch allen ganz offen.

Das andere Extrem ist aber, ALLES für Schlecht zu erklären, um es verwerfen zu können.

Für diesen Artikel wird sich Alexander Seibel einmal rechtfertigen müssen!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf jesus.de

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Conservapedia.com … Das neokonservative Wikipedia für Christen aus den USA

Hallo zusammen,
vor einigen Tagen habe ich den Pro-Artikel Ein Wikipedia für Christen gelesen, wo das konservativ-christliche US-Wiki conservapedia.com vorgestellt wurde.
Ich war vollkommen begeistert, als ich las, dass dieses Wiki von einem amerikanischen Rechtsanwalt und 58 Studenten gegründet wurde, weil ihnen das bekannte Online-Lexikon Wikipedia zu anti-christlich, anti-amerikanisch und politisch zu weit links war. Auf Conservapedia.com sind laut „Pro“ Kritik an der Evolutionstheorie und Ansichten der Konservativen ausdrücklich erwünscht.
Natürlich wollte ich mir sofort die Domain sichern um das hier für Deutschland aufzuziehen 😉 Kurzer Domain-Check conservapedia.de … und … frei? …. Nein, man landet man bei theologiewiki.de.
Wow, die Leute vom Theologieforum haben sich also diesen anspruchsvollen Brocken an Bord gezogen. OK … let´s wait and see! Ich wünsche ihnen jedenfalls Gottes Segen für ihr Projekt und hoffe, dass die deutsche Conservapedia-Version im Vergleich zur us-amerikanischen etwas mehr christliche Inhalte anzubieten haben wird. Theologisch ist dieses von der „pro“ hochgelobte Web-2.0-Tool meines Erachtens leider noch alles andere als komplett, wie die Jesus-Seite zeigt. Dafür bekommt der buddhistisch orientierte Konservative jedoch wenigstens die 5 noblen Wahrheiten des Buddhismus aufgezählt …
Also bisher ist die us-amerikanische Conservapedia ein Skelett aus Zwei-Satz-Lexikoneinträgen vorwiegend zur Weltgeschichte, versetzt mit etwas konservativer Kritik am Zeitgeist und ein paar interessanten Debattenseiten … Im Vergleich dazu hat es das deutsche Team gar nicht mal unbedingt so schwer dieses Level aufzuholen.

Also bis denne theologiewiki … germany twelve points 🙂

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Conservapedia.com … Das neokonservative Wikipedia für Christen aus den USA

Compassionate Conservatism: Attraktiv für Konservative- und für Links-Evangelikale

Hallo,
zur Abwechslung möchte ich diesmal einen kleinen e-Mail-Disput zu dem Text 2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“? veröffentlichen, der zeigt, wie wir Christen doch immer auch beeinflußt von den politischen Ideen des Zeitgeists sind … Was natürlich auch auf mich selber zutrifft! Gespräche zwischen den beiden „Lagern“ können hier vielleicht gelegentlich heilsam sein.
Die Diskussion zeigt mir, daß es in Zukunft verstärkte Diskussionen zwischen konservativen Evangelikalen und Links-Evangelikalen geben muß. Ich denke die Auseinandersetzung mit dem hier schon häufiger besprochenen Compassionate Conservatism, dessen Wurzeln sich auch in Rick Warrens P.E.A.C.E-Plan wiederfinden könnte für beide Seiten sehr interessant sein.
MfG wanderprediger

….

hallo du wanderprediger,
wenn dein name programm ist, weißt du auch, daß es in der heiligen schrift heißt, daß jedes volk die regierung erhält, die es verdient hat. sicherlich könnte in diesem unserem lande einiges besser laufen, aber bestimmt auch einiges wesentlich schlechter. die einzige frage, die sich mir an dieser stelle stellt, ist ob es unsere aufgabe sein sollte sich mit polemik und politik zu befassen oder eher dem auftrag unseres herrn nachzukommen, der in Matthäus 28, 18 beschrieben ist. die welt wird von satan und seinen jüngern regiert, worin sich satan in erster linie duch ignoranz und lieblosigkeit in der welt ausdrückt. solange aber es den menschen nicht möglich ist zu erkennen, dass ihr einziges heil in der weltregierung christies besteht, werden sie auch nicht verstehen, daß es die liebe unter den menschen ist, die einen wahren dauerhaften durchbruch bringen kann und muß. es hilft niemandem, wenn man sich über detailfragen streitet und dabei in der sache unssachlich wird. es ist bestimmt ein wesentlicher aspekt, dass abtreibung mord ist, jedoch das ignorieren der tatsache, daß jede minute irgendwo auf der welt ein kind verhungert, ein junges mädchen zur prostitution gezwungen wird oder diverse heilbare krankheiten weitere todesopfer fordern, nur weil es wichtiger ist kriege für öl zu führen und gegen vermeindlichen terrorismus durch islamisten, ist total unverschnörkelt genau der gleiche mord – mord durch wegsehen, mord durch ignoranz, mord durch lieblosigkeit. hier die moralkeule zu schwingen und sich tatsächlich einzubilden, daß mit einer weiteren christlichen partei alles besser wird, halte ich persönlich für groben unfug

also bleib dran mein lieber wanderprediger und versuche zu ergründen wie wir die königsherrschaft christies auf erden erlangen.

Sei gesegnet
XXXXXXXXXXXXXXXXX

….

Hallo Bruder,
Ich danke dir für Deine ausführliche e-mail.
Ich denke wir sind uns in der Hauptsache einig … Bei uns prallen jedoch auch ideologisch Welten aufeinander. Ich selber komme aus der linksradikalen Generation der 80er Friedensbewegung, proEmanzipation proHomoEhe proWeltrevolution proAntiamerikanismus etc. you name it … Erst als ich wieder zu Jesus zurückgefunden hatte verblassten die linken Meme meiner Jugend so langsam und die Bibel wurde die Basis meiner Bewertung …
Mittlerweile bin ich im lager der wertkonservativen Renegaten angelangt 🙂
Es geht ja nicht darum die Lieblingsthemen der konservativen Evangelikalen wie „Anti-Abtreibung“, „Anti-Homoehe“ gegen die Lieblingsthemen der Links-Evagelikalen „Anti-Hunger“, „Anti-Frauenausbeutung“, „Anti-Aids-Kampagnen“ auszuspielen, sondern Christen in der Politik („Suchet der Stadt Bestes“ … „Betet für die Obrigkeit“ etc.) sollten sich in beiden Richtungen engagieren und von mir aus auch in beide Richtungen die Moralkeule schwingen.
Ich denke Jesus hätte hier keine ideologischen Scheuklappen bei seinen Jüngern geduldet. Wir sollten uns jedoch auch untereinander liebevoll zurechtweisen dürfen, was dir im übrigen in Deiner Mail an mich schon hervorragend gelungen ist.
Damit auch Du in den Geschmack einer solch liebevollen Zurechtweisung kommen kannst möchte ich dich darauf hinweisen, dass Du anscheinend einen intensiven Kontakt mit dem Virus des Anti-Amerikanismus hattest [„nur weil es wichtiger ist kriege für öl zu führen und gegen vermeindlichen terrorismus durch islamisten, ist total unverschnörkelt genau der gleiche mord“]. Ich möchte Dir jetzt nicht vorschreiben, wie du bzgl. Amerika und George W. Bush zu denken hast … Du sollst auch nicht meine Meinung oder die von Derek Prince oder Rick Joyner übernehmen … aber ich möchte Dich bitten, dass Du mit dieser Frage zu Jesus Christus gehst und Ihn um Rat fragst. Diese platten Antiamerikanismen wirtst Du von ihm sicherlich nicht hören!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Compassionate Conservatism: Attraktiv für Konservative- und für Links-Evangelikale

Die Evangelikalen – Ein Plädoyer für einen fairen Umgang

Heute möchte ich Euch ein ausgeprochen interessantes christliches Polit-Magazin vorstellen: Das Medienmagazin „pro“
Es liegt ziemlich exakt auf theokonservativen Kurs und ist sogar in der Printversion kostenlos erhältlich.
Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit den in letzter Zeit gehäuften Angriffen säkularer Medien auf die Evangelikalen, man denke nur an den Beitrag „Mit Gott gegen alle“ zum 3sat-Thementag über „religiöse Fundamentalisten“.
Das ganze Heft hat einen apologetischen Schwerpunkt, der die Evangelikalen einerseits vor böswilligen Angriffen verteidigt und andererseits Evangelikale selbst zu Wort kommen läßt, um eine Frage zu kären, die in Deutschland immer öfter gestellt wird:

Wer sind eigentlich die Evangelikalen?

Seinen Leitartikel in der aktuellen „pro“-Ausgabe stellt Stephan Holthaus, Dekan der Freien Theologischen Akademie in Gießen, daher unter den Titel „Die Evangelikalen: ein Plädoyer für einen fairen Umgang“. „Evangelikale sind engagierte Christen. Sie leben ihren Glauben nicht nur privat, sondern auch öffentlich. In unserer Zeit, wo Christsein nur noch Privatsache ist, fällt das auf. Evangelikale halten nicht hinter dem Berg, wenn es um Glaubensfragen geht. Ob Fisch am Auto oder Bekenntnis auf dem T-Shirt, protestierende Leserbriefe in der Zeitung oder Traktate im Briefkasten – der Glaube soll unter die Leute, so lautet ihr Motto“, schreibt Holthaus.
Dabei unterscheiden sich die Evangelikalen in vielen ihrer Glaubensüberzeugungen nicht von anderen Christen. „Der Glaube an die Dreieinigkeit, die Gottheit Jesu, die Auferstehung der Toten und an Gott als den Schöpfer ist für sie selbstverständlich. Das ‚Apostolische Glaubensbekenntnis‘ könnten sie unterschreiben. Was sie von anderen Christen unterscheidet, ist die Überzeugung, dass die Bibel absolut glaubwürdig ist. Sie ist für Evangelikale das wichtigste Buch der Welt, eine unfehlbare Offenbarung Gottes an den Menschen.“

Ich kann Euch dieses Magazin nur wärmstens empfehlen. Hier könnt Ihr es kostenlos bestellen. Am besten gleich mehrer Ausgben, die Ihr in Euren Gemeinden auslegen könnt!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Die Evangelikalen – Ein Plädoyer für einen fairen Umgang

Bist Du theokonservativ?

Lieber Bruder, liebe Schwester,
fühlst Du Dich durch diesen Blog angesprochen? Könntest Du das Intro rechts neben diesem Text ohne Bauchschmerzen unterschreiben? Hast Du Jesu Liebe für die Armen, für die Verlorenen im Herzen? Und für Deine wiedergeborenen Mitgeschwister … seien es nun Pfingstler, Katholiken oder gar Links-Evangelikale? Würdest Du auch gerne hier etwas schreiben? Hast Du ein gewisses Talent dafür? … Wenn ja, möchte ich Dich gerne einladen, Theocons.de regelmäßig zu besuchen und von der Kommentarfunktion Gebrauch zu machen. Die eigentliche Intention dieses Aufrufs ist es jedoch, Dich mittelfristig für diesen sog. Weblog als Autor bzw. Autorin zu gewinnen.
Bitte habe Verständnis dafür, dass bei diesem Projekt keine kommerziellen Absichten vorhanden sind und deswegen natürlich auch keine Autorenvergütungen vorgesehen sind. Wenn Du Dich also dafür erwärmen könntest, gelegentlich einen maximal DinA4-Seiten langen Artikel mit aktuellem politischen Hintergrund für Theocons.de zu schreiben oder schon geschriebene Artikel hier zweitzuverwerten, nimm doch bitte Kontakt zu mir auf [-> E-Mail]. Falls wir zusammenkommen, richte ich Dir dann einen Login auf unser Redaktionssystem ein, mit welchem Du hier ganz leicht Artikel veröffentlichen kannst. [Ein Redaktionssystem-Demo: demo1.b2evolution.net/stable/admin.php?login=admin&pwd=demopass ]. Ich würde mich freuen, wenn Du Theocons.de weiteren potentiell theokonservativen Autoren, die Du kennst empfehlen würdest!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Bist Du theokonservativ?

2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

2007 könnte das Jahr des Beginns einer „Christlichen Koalition“ für Deutschland werden. Am 2. September vergangenen Jahres trafen sich die Spitzen der Bundesvorstände der beiden christlichen Parteien Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und der ältesten Partei Deutschlands der Deutschen Zentrumspartei in Nürnberg, um eine weitreichende Zusammenarbeit zu vereinbaren. In einem längeren Prozess haben sich beide Parteien, die programmatisch offenbar in allen wesentlichen Politikfeldern übereinstimmen, angenähert und wollen jetzt konkret zusammenarbeiten. Die christliche Ethik, beispielhaft in den Zehn Geboten zusammengefasst, bildet die Grundlage ihrer politischen Positionen bzgl. einer nachhaltigen Familien- und Gesellschaftspolitik. Beide Parteien treten für die Förderung von Ehe und Familie, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder sowie für eine grundlegende Reform des Gesundheits- und Sozialsystems ein. Für 2007 sind Aktionen u.a. für das Lebensrecht von ungeborenen, behinderten und alten Menschen geplant.

Dies könnte in der Tat der Anfang für eine wahrhaft historische christliche Plattform sein, denn beide Parteien tragen in sich Kristallisationskerne des theokonservativen Wählerpotentials Deutschlands. Die PBC könnte entscheidende Anteile der politisch denkenden deutschen Evangelikalen binden und die Deutsche Zentrumspartei die Eliten des politisch aktiven Katholizismus einbinden.
Dass die Zeichen der Zeit für eine solche Plattform ausgesprochen günstig sind, zeigen politische Prognosen, die am Horizont für Europa und speziell für Deutschland eine Rückkehr der Religion aufziehen sehen.

Kommen wir ganz kurz zur CDU. Sicher kann sich noch jeder daran erinnern, als Kardinal Meisner der Kragen platzte und er den Unionsparteien empfahl das C aus dem Namen zu streichen. Er sprach manchem dabei aus dem Herzen, aber tun wir der Union damit nicht Unrecht? Gibt es nicht viele hoffnungsvolle Ansätze, wie zum Beispiel die Christdemokraten für das Leben? Ja die gibt es, aber wenn wir ehrlich sind läuft doch zur Zeit das große Säkularisierungsprogramm in der Union, mit schleichender Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Aufgabe jeder echten Opposition gegen das gängige Abtreibungsrecht und dem klammheimlichen Schielen in Richtung Stammzellforschung …
Aber für den wirklich christlichen Kern der Union kann der Aufbau dieser Plattform eine Ermutigung sein. Wer weiß vielleicht wächst dort ja ein neuer Koalitionspartner heran, der die Unionsparteien dazu bringt ihr christliches Erbe wirklich ernst zu nehmen. Vielleicht werden bald aus christlichen Aussenseitern in der Union Politiker, die von ganz oben aufgefordert werden Brücken zu dieser neuen theokonservativen Bewegung zu schlagen

Das neue Parteibündnis ist jedenfalls offen für die Zusammenarbeit mit Christen in allen Parteien und politischen Organisationen. Mittelfristig streben sie in einer christlichen politischen Bewegung in Deutschland ein Wachstum auf 50.000 Mitglieder an und wollen stabil 8 – 10 % Wählerpotential erschließen.

Allen Beteiligten sei hierzu das neue Buch von Günter Rohrmoser ans Herz gelegt „Konservatives Denken im Kontext der Moderne“ Er geht darin der Frage nach, wie konservatives Denken und unsere moderne Gesellschaft zusammenpassen und beklagt die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung zwar konservativ fühlt, aber es in Deutschland keine politische Kraft gibt, die dies kanalisieren kann. Am Beispiel der USA beschreibt er, wie eine konservative Kulturrevolution aussehen kann. Dieses „wiedererweckte“ amerikanische Christentum hat nun mit der Wahl Bushs aus Sicht des Autors einen revolutionären konservativen Angriff auf unsere spätliberale Dekadenz geführt, von dem sich Europa nicht abkoppeln sollte, um das Überleben des Westens zu sichern.

Vom christlichen Amerika lernen, heißt siegen lernen … so sehen wir theocons das auch 🙂

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf jesus.de
2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

DER SPIEGEL: „Hollywood oder Holywood“

H a m b u r g (PRO) – Wenn Christen Filme herausbringen und sogar Geld damit machen, ist das für eine „Spiegel-Autorin“ Grund zur Skepsis. Über den gewachsenen Einfluss von Christen auf Hollywood und zukünftige Projekte der eigentlich sündigen Filmstadt berichtet der „Kultur Spiegel“ in seiner Dezember-Ausgabe.

Hier den ganzen Artikel lesen …

Als Christ ist man beim Lesen von solch einem typisch tendenziösen Spiegel-Artikel sehr schnell beim überheblichen Lächeln über solche wirklich ignorant-böswilligen Schreiberlinge. Aber man sollte nicht vergessen, welchen großen Einfluß diese Journalisten, darauf haben, wie wir Evangelikale in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit gesehen werden.
Es ist daher meiner Meinung nach wichtig, dass solche kritischen und guten Rezension wie die hier vorliegende von PRO weit gestreut werden auch in die säkularen Medienwelten. Auch wäre es gut, wenn man es sich zur Regel macht bei besonders abstrusen antichristlichen Artikeln kurz schnell selber einen Leserbrief per Mail an den Verlag losschickt.
Ganz zum Schluss möchte ich noch die Hoffnung äussern, dass auch hier in Deutschland vermehrt Christen als Konsumenten entdeckt werden. Es gibt mittlerweile ja hier einen sich gut entwickelnden Markt für christliche „Produkte“. Bei den christlichen Konsumenten muss ausserdem nicht nicht annähernd mit so großen Raubkopie-Raten wie bei säkularen Konsumenten gerechnet werden. Ein Vorteil den Plattenfirmen auch noch zu schätzen lernen werden. Genug Christen in den Medien scheint es ja zu geben. So hat beispielsweise mein ehemaliger Hauskreisleiter noch als Student der Filmhochschule einen waschechten Oskar gewonnen … Also, Christen, holt euch die Oskars, Bambis, Grimme-Preise dieser Republik. Ich erwarte und freue mich auch auf amerikanische Verhältnisse in der Kulturlandschaft Deutschlands!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

DER SPIEGEL: „Hollywood oder Holywood“