2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

2007 könnte das Jahr des Beginns einer „Christlichen Koalition“ für Deutschland werden. Am 2. September vergangenen Jahres trafen sich die Spitzen der Bundesvorstände der beiden christlichen Parteien Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und der ältesten Partei Deutschlands der Deutschen Zentrumspartei in Nürnberg, um eine weitreichende Zusammenarbeit zu vereinbaren. In einem längeren Prozess haben sich beide Parteien, die programmatisch offenbar in allen wesentlichen Politikfeldern übereinstimmen, angenähert und wollen jetzt konkret zusammenarbeiten. Die christliche Ethik, beispielhaft in den Zehn Geboten zusammengefasst, bildet die Grundlage ihrer politischen Positionen bzgl. einer nachhaltigen Familien- und Gesellschaftspolitik. Beide Parteien treten für die Förderung von Ehe und Familie, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder sowie für eine grundlegende Reform des Gesundheits- und Sozialsystems ein. Für 2007 sind Aktionen u.a. für das Lebensrecht von ungeborenen, behinderten und alten Menschen geplant.

Dies könnte in der Tat der Anfang für eine wahrhaft historische christliche Plattform sein, denn beide Parteien tragen in sich Kristallisationskerne des theokonservativen Wählerpotentials Deutschlands. Die PBC könnte entscheidende Anteile der politisch denkenden deutschen Evangelikalen binden und die Deutsche Zentrumspartei die Eliten des politisch aktiven Katholizismus einbinden.
Dass die Zeichen der Zeit für eine solche Plattform ausgesprochen günstig sind, zeigen politische Prognosen, die am Horizont für Europa und speziell für Deutschland eine Rückkehr der Religion aufziehen sehen.

Kommen wir ganz kurz zur CDU. Sicher kann sich noch jeder daran erinnern, als Kardinal Meisner der Kragen platzte und er den Unionsparteien empfahl das C aus dem Namen zu streichen. Er sprach manchem dabei aus dem Herzen, aber tun wir der Union damit nicht Unrecht? Gibt es nicht viele hoffnungsvolle Ansätze, wie zum Beispiel die Christdemokraten für das Leben? Ja die gibt es, aber wenn wir ehrlich sind läuft doch zur Zeit das große Säkularisierungsprogramm in der Union, mit schleichender Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Aufgabe jeder echten Opposition gegen das gängige Abtreibungsrecht und dem klammheimlichen Schielen in Richtung Stammzellforschung …
Aber für den wirklich christlichen Kern der Union kann der Aufbau dieser Plattform eine Ermutigung sein. Wer weiß vielleicht wächst dort ja ein neuer Koalitionspartner heran, der die Unionsparteien dazu bringt ihr christliches Erbe wirklich ernst zu nehmen. Vielleicht werden bald aus christlichen Aussenseitern in der Union Politiker, die von ganz oben aufgefordert werden Brücken zu dieser neuen theokonservativen Bewegung zu schlagen

Das neue Parteibündnis ist jedenfalls offen für die Zusammenarbeit mit Christen in allen Parteien und politischen Organisationen. Mittelfristig streben sie in einer christlichen politischen Bewegung in Deutschland ein Wachstum auf 50.000 Mitglieder an und wollen stabil 8 – 10 % Wählerpotential erschließen.

Allen Beteiligten sei hierzu das neue Buch von Günter Rohrmoser ans Herz gelegt „Konservatives Denken im Kontext der Moderne“ Er geht darin der Frage nach, wie konservatives Denken und unsere moderne Gesellschaft zusammenpassen und beklagt die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung zwar konservativ fühlt, aber es in Deutschland keine politische Kraft gibt, die dies kanalisieren kann. Am Beispiel der USA beschreibt er, wie eine konservative Kulturrevolution aussehen kann. Dieses „wiedererweckte“ amerikanische Christentum hat nun mit der Wahl Bushs aus Sicht des Autors einen revolutionären konservativen Angriff auf unsere spätliberale Dekadenz geführt, von dem sich Europa nicht abkoppeln sollte, um das Überleben des Westens zu sichern.

Vom christlichen Amerika lernen, heißt siegen lernen … so sehen wir theocons das auch 🙂

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

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2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

PBC: Partei Bibeltreuer Christen

Ich denke wir werden in den nächsten 10 Jahren hier in Deutschland eine „Christian Coalition“, ähnlich dem evangelikalen Vorbild aus den USA haben. Die Partei Bibeltreuer Christen hat dabei vor allem die Aufgabe permanente die evangelikale Flagge in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft hochzuhalten. Es geht um Permanenz und Konstanz. Die PBC ist so einen Art Katalysator, der die theokonservative Themen vorantreibt und öffentlich erkennbar im politischen Umfeld präsentiert.
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Dieser Pastor braucht Seelsorge…

Also ich bin wahrscheinlich so ziemlich der allerletzte, der die PBC niedermachen will. Sie wird bei der nächsten Bundestagswahl von mir auch eine faire Chance bekommen … Jeder der die Postings auf www.theocons.de verfolgt, kann sich davon überzeugen, dass wir hier ziemlich deutlich für eine christlich fundierte Politik eintreten … aber -sorry- dieser Pastor, den die PBC-Zeitung Salz und Licht in ihrer Ausgabe 1-2005 mit dem Artikel „Unser Auftrag – Gottes Ordnung im Land wiederherstellen“ eine Riesen-Plattform einräumt braucht in meinen Augen vor allem eines: Seelsorge!!! Das ist auch meiner Meinung nach nicht der Geist Gottes, der ihn da antreibt.
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