Die Ökoreligion auf dem Weg zur Weltreligion

TheoKonservativ erinnert in Zeiten der Postmoderne anti-christliche Religionskritiker aus der Gutmensch-Ecke ausgesprochen gerne an ihre eigenen kleinen Öko-Dogmen und Fundamentalismen. Ein sehr unterhaltsames Kapitel ist die Kommentierung des unaufhaltsamen Aufstiegs der Ökoreligion zur Weltreligion. Es ist erfreulich, dass wir dabei nicht allein sind, wie die Auschnitte eines Beitrags von Gideon Böss in der Tageszeitung DIE WELT in der Anlage zu diesem Posting beweisen.

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger


Die „Kirche des menschengemachten Klimawandels“ ist zwar erst vor wenigen Jahren gegründet worden, doch schon jetzt hat der neue Glaube, der von etablierten Religionen abschätzig als Sekte verunglimpft wird, unter seinen Jüngern schon mehr Stars als Scientology und Buddhismus zusammen. Bei Weihefestspielen namens „Live Earth“ wird die zeitgemäße Version des Tanzes um Goldene Kalb zelebriert. Es sind gigantische Events zu Ehren der erbosten Mutter Erde.

Mittlerweile bekennen sich Millionen Menschen zu der neuen Religion. Keine andere wächst schneller. Der Islam ist abgehängt und fühlt sich dadurch total „beleidigt“. Der Führer der neuen Bewegung ist ein undurchsichtiger Religionslehrer namens Al Gore,

Anhänger der „Kirche des menschengemachten Klimawandels“ betrachten seine Videobotschaften („An Unconvenient Truth“) aus dem unzugänglichen bergigen Hinterland der US-Ostküste wie die Offenbarungen höchster spiritueller Geheimnisse.

Obwohl es in der Weltgeschichte noch nie einer Religion gelang, vom Start weg so erfolgreich zu sein, gibt es schon eine neue Konkurrenz-Kirche. Vielen ist der Glaube an menschengemachten Klimawandel nicht radikal genug. Ihnen geht es um die tektonischen Platten. Das Ziel der „Vereinigungskirche Gondwanas“: den Kontinentaldrift stoppen und die „dekadente“ Teilung der Welt in mehrere Kontinente rückgängig machen.

Die Ökoreligion auf dem Weg zur Weltreligion

kommiggezz in fenseeeehn?

Der G8-Gipfel ist zu Ende, und alle sind zufrieden: die Politiker sowieso, aber auch alle Demonstranten. Peter Wahl von „attac“ nannte die Blockaden einen vollen Erfolg. Aber wie kann eine Blockade ein Erfolg sein, wenn sie nichts blockiert?
Auch Greenpeace war zufrieden, obwohl sie bei ihrem Versuch, eine Petition zum Strand zu bringen, erwartungsgemäß kläglich gescheitert sind.

Worin der Erfolg besteht ist klar: es geht um Medienwirksamkeit. Für Greenpeace sind Schlauchboot-Einsätze schon immer ein wirkungsvolles Mittel gewesen, öffentliches Interesse zu gewinnen (was sich dann in hochschnellenden Spendeneinnahmen wiederspiegelt). Das Ergebnis ist dabei völlig egal, es geht um die Nummer „hilfloser Aktivist kämpft für gute Sache“.
Und Peter Wahl nannte als Grund für den Erfolg, dass „Bilder um die Welt gingen“.

Man mag das als gegeben hinnehmen, als Spielregeln der Mediendemokratie. Aber diese Inszenierungen sind aus mindestens zwei Gründen bedenklich:

Erstens entstehen so eben nicht nur Schaukämpfe, sondern auch echte Gewalt. Es gilt immer, den schmalen Grat nicht zu verlassen und gleichzeitg gefährlich und gewalttätig genug zu sein, um die Medien anzulocken, aber nicht zu übertreiben, um keine schlechte Presse zu bekommen. Nur beherrschen eben nicht alle diese Kunst, und die Anwesenheit von Gewalttätern bei den Demonstrationen war für niemand eine ernsthafte Überraschung.
Wenn die Medien es für ihre vornehmste Pflicht halten, immer vor allem dann zu berichten, wenn Blut fließt oder zu fließen droht, dann machen sie sich schuldig, diese Gewalt zu fördern. Die ZEIT ist da keine Ausnahme und hatte auch ihre Titelseite der Straßenschlacht gewidmet. In allen Krisengebieten der Welt werden mittlerweile Schaukämpfe, Schauunruhen, Schaudemonstrationen iniziiert, bei denen es zu ganz realen Verletzungen und sicher nicht selten zu Toten kommt. In den Medien wird auf den Schau-Charakter immer nur hingewiesen, wenn das Anliegen inhaltlich angeprangert werden soll.

Zweitens sind diese Spielregeln zutiefst undemokratisch. Sie bevorzugen die junge akademische Mittelschicht, die genug Zeit und geistige Ressourcen besitzt, um sich politisch zu engagieren. Und sie bevorzugt alle, die bereit sind, in Maßen Gesetze zu übertreten.
Und obwohl sie ständig mit dem Habitus auftreten, Druck „von unten“ zu machen und damit stillschweigend die Zustimmung der restlichen Bevölkerung für sich in Anspruch nehmen, handelt es sich zunächst nur um eine kleine politisch aktive Gruppe, die erfolgreich das Bild vermittelt, es gebe ungefähr zwei Positionen, die man zur Globalisierung einnehmen kann: vor dem Zaun und dahinter. Damit gibt ein kleiner Teil der Bevölkerung seiner Meinung möglicherweise ein weit größeres Gewicht, als es die Qualität seiner Argumente erwarten ließe. Und das ist schlichtweg undemokratisch.

Meines Erachtens gehört es nun zu einem starken Bürgertum, sich zumindest bei wichtigen Themen (ich bin noch nicht einmal sicher, ob „Globalisierung“ ein sinnvoll fassbares Thema ist, geschweige denn ein wichtiges) aus intelligent gesuchten Quellen ein eigenes Bild zu verschaffen, oder – was vermutlich der bessere Weg ist – , sich der Berichterstattung völlig zu enthalten.

Denn man muss ganz nüchtern feststellen, dass sich alle politischen Medien in Deutschland in diesen Tagen in ihrer Berichterstattung an den beiden Punkten schuldig gemacht haben: sie waren gewaltfördernd und undemokratisch.

Schafft die Entwicklungshilfe ab!

Die Entwicklungshilfe trat Anfang der 50er Jahre an, um – im Gegensatz zur Mission – eine säkulare Methode zur Bekämpfung des Elends in der Welt zu proben. Im Vordergrund steht seitdem nicht mehr die jeweilige Kultur und ihre weltanschauulichen Grundlagen für Armut und Ungerechtigkeit, sondern die Wirtschaft.
Entwicklungspolitik bedeutete damals vor allem, Geld zu geben. Leider musste man die Erfahrung machen, dass Geld eine natürliche Fließrichtung in die falschen Hände zu besitzen scheint: ungewollt finanzierte man Bürgerkriege und – was langfristig vielleicht noch dramatischer ist – die Umverteilung des Landes von den Armen zu den Reichen!
Aufgrund dieser Erfahrungen begann man, den Geldstrom immer mehr zu lenken – ohne die Probleme in den Griff zu bekommen. In ihrem Buch „Tödliche Hilfe“ führt Brigitte Erler umfassend, kompetent und mit spürbarer Betroffenheit ihre Gründe aus, ihre Stelle als Referentin im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit fristlos zu kündigen. Sie kommt zu dem Schluss: „Entwicklungshilfe trägt dazu bei, in den meisten Entwicklungsländern ausbeuterische Eliten an der Macht zu halten und im Namen von Modernisierung und Fortschritt Verelendung und Hungertod zu bringen.“ (S.9)
Entweder flossen die Gelder direkt in die Hände der Reichen und Mächtigen der Länder, oder es wurden Betriebe gebaut, die zwar Arbeitsplätze schafften, aber gleichzeitig die einheimische Industrie zerstörten. Im besten Fall kassiert die Regierung der jeweiligen Länder das Geld für Entwicklungshilfe ein, um ihre eigenen Projekte günstig zu finanzieren.
Frau Erler schreibt:
„Die meisten Menschen in der dritten Welt leben auf dem Lande und von der Landwirtschaft. Die Modernisierung der Landwirtschaft raubt den Subsistenz- und Kleinbauern wie in Bangladesh Grund und Boden und damit ihre Existenzgrundlage. Die Kommerzialisierung der Landwirtschaft wie in weiten Teilen Afrikas, wo im Sahel feinste Bohnen produziert werden, schränkt den für die eigene Ernährung verfügbaren Boden ein. Sie macht die Bauern von einem weit entfernten und nicht beeinflussbaren Markt abhängig (das gilt auch für Organisationen, wie „TransFair“, Anm. MW). Den Todesstoß versetzt ihnen dann die Nahrungsmittelindustrie, welche die Eigenproduktion ortsüblicher Nahrungsmittel unrentabel macht.“ (S.83)

Das grundsätzliche Problem besteht darin, dass sich kaum ein Entwicklungshelfer die Finger schmutzig machen will: Verhandelt wird am Telefon, man schläft in den luxuriösesten Hotels (die oft nur von Entwicklungshelfern bewohnt werden) und fährt in europäischen Nobel-Geländewagen durch die Savanne.
Auf diese Weise kann man keine tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen herbeiführen, sondern sie nur finanzieren und dadurch verschlimmern. Entwicklungshilfe muss sich den Vorwuft gefallen lassen, den Korruptionsapparat „von oben bis unten“ (Erler, S. 84) am Laufen zu halten und die Reichen von ihrer Steuerpflicht völlig zu entbinden.

Nun fragt man sich, wieso dies nicht zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führt. Ganz einfach, weil alle Beteiligten einen Nutzen davon haben, außer denen, für welche die Hilfe gedacht ist. Die deutsche Industrie lässt sich Investitionen bezahlen, die einheimischen Eliten der Entwicklungsländer verdienen sich eine goldene Nase, die deutschen Politiker stehen als Gutmenschen da, und die Medien können immer nur über einzelne Probleme in der Entwicklungspolitik berichten, wenn sie zufällig darauf stoßen.
„So betreiben die deutsche Industrie, die deutsche Bürokratie und die herrschenden Schichten in den Entwicklungsländern in schöner Eintracht ihre gemeinsamen Interessen voran. Ihre Zielgruppe sind die Ärmsten der Armen – als Opfer.“ (Erler, S. 86)

Derzeit fordern Globalisierungsgegner in Heiligendamm eine Aufstockung des Etats für Afrika auf 50Mrd Euro. Das würde Afrika vermutlich den Rest geben…

Zu allem Überfluss hat die Entwicklungshilfe ihr ursprüngliches Ziel, rein wirtschaftliche Hilfe zu leisten, ohne die Kultur zu verändern, so weit verlassen, dass der Unterschied zur Mission obsolet ist: Als Beispiel dienen der Ausgabenplan des „evangelischen Entwicklungsdienstes“. 2006 wurden 9,7% der Fördergelder in Bildung investiert, 9,6 in Gesundheit, 7,2 in „Landwirtschaft, Kleingewerbe, Kleinkredit“, 2,5 in den Bereich „Wiederaufbau, Katastrophenvorsorge“, 2,2 in „Umwelt und Wasser“ und 0,3 in „Infrastruktur und soziale Dienste“.
Wo aber blieben die übrigen 68,5%? Die größten Blöcke waren mit 32,7% der Bereich „Integrierte ländliche Entwicklung und städtische Entwicklung“ und die „Stärkung der Zivilgesellschaft“ mit 23,2%. Mit 11,6% noch einer der größten Bereiche nennt sich „Menschenrechte, Frieden, Demokratie“, und mit 1% werden „Medien und Kommunikation“ gefördert. Das klingt sehr nach dem Aufbau einer Gesellschaft nach westlichem Vorbild (Frau Erler spricht von „Spielwiesen der Emanzipation“ und nennt als Beispiel die oft sehr kaltschnäuzige Familienplanung an, die durchaus auch gegen den Willen der Länder eingefordert wird!).

Letztlich ist dies aber eine unfreiwillige Bestätigung der Mission: Gesellschaft verändert sich dort, wo Menschen sich verändern. Den Rest erledigen sie dann am besten ohne fremde und demütigende Eingriffe von außen.

Logik des Antiamerikanismus

Über diesen verlogenen AlSarkawiisttot!-Thread auf Jesus.de habe ich mich heute aufgeregt …

Apropos Schwert …
Römer 13,3-4 [-> www.bibel-online.net/buch/45.roemer/13.html#13,3 ]
3Denn vor denen, die Gewalt haben, muß man sich nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke. … 4Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut.

Die Kommentare hier zum Tod von Al Sarkawi sprechen für sich … Man hat das Gefühl die irrationalen antiamerikanischen Ressentiments gehen bei einigen soweit, dass man hier klammheimlich mit den größten Terror-Monstern sympathisiert … Hauptsache sie bringen nur genug amerikanische GI´s um.

Man mag von dem Irakkrieg halten was man will … Tatsache ist, dass Bush den Kampf gegen den Terrorismus tausende Meilen von den USA konzentriert … Tatsache ist, dass es seit dem 11. September 2001 KEINEN WEITEREN ANSCHLAG IN DEN USA gegeben hat, obwohl die halbe islamische Welt die USA abgrundtief hasst … schon mal mit dieser Tatsache auseinandergesetzt?

Was wären Eure Kommentare zu einem neuen MEGA-Anschlag in den USA? Nein … ich möchte sie eigentlich gar nicht hören …

Zu dem Thema Sympathie linker Gutmenschen für totalitäre Monster habe ich heute einen guten Artikel in der NZZ gelesen, den ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte …

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

www.nzz.ch/2006/06/08/fe/articleE6E2N.html
aus Neue Zürcher Zeitung vom 8. Juni 2006,
„Falsche Helden“ von Ian Buruma

Über die fortgesetzte Verführbarkeit von Intellektuellen durch die autoritäre Macht
Im 20. Jahrhundert haben sich viele Intellektuelle durch autokratische oder totalitäre Herrscher blenden lassen, wenn diese nur vorgaben, im Namen der Utopie zu handeln. Auch nach dem Untergang des Nationalsozialismus und der Sowjetunion finden Autokraten auf der Basis eines antiamerikanischen Drittwelt-Romantizismus noch heute Anhänger.

Logik des Antiamerikanismus
Es gibt schlimmere Fälle westlicher Verblendung, und man hängte sich schon an üblere Führer als an Hugo Chávez. Erinnert sei nur an den britischen Linksradikalen George Galloway, dem Saddam Hussein Audienzen gewährte, und an andere, die mörderische Diktatoren hofierten und dabei behaupteten, «den Stimmlosen eine Stimme» zu geben in den «Abgründen der Entrechtung auf dieser Welt». Der gemeinsame Nenner solcher radikaler Drittwelt-Ideologen ist die Obsession durch die amerikanische Macht, so als seien die USA so abgrundtief böse, dass jeder ihrer Feinde – von Kim Jong Il über Castro zu Ahmadinejad – automatisch ein Freund sein müsse. Eben darin besteht Chávez‘ Faszination: Er hofft, zum Caudillo des weltweiten Antiamerikanismus zu werden.

Kritik an der amerikanischen Politik und Wirtschaft ist nötig und oft berechtigt. Doch warum hören Linke nicht auf, ihren Ruf als kritische Instanz zu beschädigen, indem sie Autokraten preisen, die ihre Kritiker unterdrücken oder gar ermorden lassen? Bedient sich die Linke, unter veränderten politischen Vorzeichen, nicht der gleichen Methode, die das amerikanische Handeln im Kalten Krieg in Verruf brachte: «Zwar ist er ein Bastard, doch er ist unser Bastard.» Oder handelt es sich einfach um eine fatale Faszination, der Schriftsteller und Künstler erliegen, die sich marginalisiert und machtlos vorkommen in kapitalistischen Demokratien, um einen Willen zur Macht, in Humanismus verpackt? Es mag eine romantische Sehnsucht dahinterstecken, die man sonst eher mit der Rechten in Verbindung bringt – nach «authentischer» lokaler Gemeinschaft, welche die eigene Identität und Kultur vor der Wurzellosigkeit und dem Kosmopolitismus des Westens bewahrt. Oder ist es eine Art von moralischem Rassismus, dahingehend, dass wir im Westen das Recht haben, unsere Regierungen zu attackieren, nicht aber die Kubaner und Iraker, die gefälligst den US-Imperialismus zu kritisieren haben, wenn sie nicht als «Verräter» gebrandmarkt werden wollen?

Logik des Antiamerikanismus

Noam Chomsky: Klarer Fall von Altersstarrsinn …

… eines von der Realität widerlegten Vorzeigeintellektuellen.
„Bush wurde nicht gewählt“ ist die These von Noam Chomsky …
Die riesige Wahlbeteiligung trotz massiver Terrordrohung an der Irakwahl hat anscheinend das Koordinatensystem des Chefdissidenten Chomsky gehörig durcheinandergebracht. man liest fast aus jedem Satz die starke Verbitterung heraus, die die nationalen und internationalen Erfolge seines Erzfeindes George W. Bush mittlerweile durchdrungen haben. Selbst die sicherlich mit allen linksintellektuellen Wassern gewaschenen TAZ-Journalisten scheinen ihren Ohren nicht zu trauen, bei dieser an stalinistische Zeiten erinnernde Realitätsferne.
„Noam Chomsky: Klarer Fall von Altersstarrsinn …“ weiterlesen

Che Guevara ist nicht cool

In der Welt weist der Leiter des Aspen-Institutes Jeffrey Gedmin auf das menschenfeindliche Denken und Handeln des hierzulande in allen denkbaren Aspekten [und sei es nur als T-Shirt-Konterfei] als chic geltenden Che Guevara hin …
Mit freundlichen Grüssne
wanderprediger
Che Guevara ist nicht cool