[Die Welt] Das ewig Konservative

In der Welt am Sonntag vom 31.07.05 beschwert sich Till-R. Stoldt über die anscheinend vollkommen widerstandslose Übernahme des Konservativismus durch den liberalen Zeitgeist und ganz konkret über die Reduktion auf eine liberale Wirtschaftspolitik. Er zitiert einige aktuelle Verlautbarungen konservativer Gallionsfiguren, die beispielsweise fordern, konservative Forschungspolitik bedeute, „die Union müsse sich der embryonalen Stammzellforschung öffnen“.
Dem hält er das konservative Credo entgegen: „Menschen sind fehlbare Mängelwesen, ihre Mündigkeit ist schnell überfordert und ihre Freiheit genauso Verführung wie Chance – weshalb sie begrenzt und eingehegt werden muß. Dieser Grundgedanke durchzieht das konservative Denken Europas vom Fürsten Metternich bis zu Benedikt XVI.“
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