Heuchelei der Friedensbewegung

In meinem Krankenhaus liegen an einigen strategisch wichtigen Punkten die neuesten Verlautbarungen der Ärzte gegen den Atomkrieg aus. Eine der letzten Hefte behandelten den Iran-Konflikt. Da ich die kompromisslos antiamerikanische Haltung dieser Gruppierung im Laufe der Jahre kennenlernen konnte, war ich nun sehr gespannt, wie diese Organisation auf das offensichtliche Streben des Irans nach Atomwaffen vor dem Hintergrund der Vernichtungsdrohungen gegen Israel reagieren würde. Und ich musse sagen, ich bin geschockt … nach einer minnikleinen Passage, die den Iran verhalten kritisierte war der absolute Schwerpunkt des Artikels die Verurteilung eines US-amerikkanischen Atomangriffs auf Iran. Sogar eine Studie über das Ausmass eines solchen Angriffs wurde von dieser Organisation schon veröffentlicht. Unglaublich diese Einseitigkeit. Dass dies kein Einzelfall in der streng antiamerikanisch orientierten Friedensbewegung ist beschreibt Jeff Gedmin in der Tageszeitung Die Welt am 21.07.2006: „Wirklich amüsant ist aber nicht die offensichtliche Doppelmoral, welche die Untätigkeit der Friedensbewegung im Fall des Iran (aber auch des Sudan, Nordkoreas oder Syriens) an den Tag legt, sondern was manche dieser Gruppen zur Zeit von sich geben. Das Netzwerk Friedenskooperative ist besorgt, daß im Iran eine „prowestliche“ Regierung an die Macht kommen könnte. Auf der Website der AG Friedensforschung der Universität Kassel findet sich ein Papier von Professor Meggle von der Universität Leipzig, der schreibt, daß der „Iran blöd wäre“, wenn er keine Bombe bauen würde. Die Deutsche Friedensgesellschaft erklärt, der Iran brauche die Bombe, um sich gegen Amerika und Israel zu verteidigen.“
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf Jesus.de
Heuchelei der Friedensbewegung

Kampf der Kulturen -> Deutschland in Angst …

gerade geht Sabine Christiansen zu Ende … Die Gäste: Friedbert Pflüger (CDU) Hans-Christian Ströbele (GRÜNE), Ralph Giordano (Publizist), Richard Perle (neokonservativer Sicherheitsexperte / USA), Bahman Nirumand (Publizist/Exil-Iraner) Die Themen: Iran/Atombombe/Karikaturenstreit … zu Beginn ein Kampf-der-Kulturen-Intro [-> de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen ]

… man mag ja über das Niveau der SC-Talkrunden meinen was man will, aber sie kristallisieren doch sehr oft das aktuelle Lebensgefühl der politischen Intelligenz in Deutschland wieder. Und da hat sich jetzt in den letzten Tagen interessanterweise einiges geändert. Die Karikaturen-Riots machen den deutschen Gutmenschen, die sich immer für Toleranz und Dialog eingesetzt haben schlagartig klar, dass man sie hasst! Man hasst sie, obwohl sie den Frieden und das Gute wollen, einfach nur weil sie Europäer sind, weil sie zum Westen gehören … und diesmal kann man leider argumentativ nicht wieder reflexartig die Amerikaner und speziell George W. Bush als die in Wirklichkeit Verantwortlichen vorschieben … nein im Gegenteil: Die Bush-Administration kritisierte die blasphemische Darstellung der Karikaturen sogar noch ausdrücklich … Dies ist ein Konflikt Europa vs. Islamische Welt … und man hat Angst!
Also jetzt wirds ernst … wir Europäer stehen Auge in Auge mit den Islamisten … und …. haben Angst, Angst, Angst … wir werden erinnert an die Riots der Pariser Vorstädte. Da sind Jugendliche mit Hass auf den Westen, das sind gar keine Islamisten, sie gehören sogar selber zum Westen … Sex& Drugs& Banlieue-HipHop [-> www.frenchrap.de/ ] … Kluge Feuilletonisten der großen deutschsprachigen Zeitungen beruhigen uns mit Beschwichtigungsformen, dass es soetwas in Deutschland niemals geben wird, weil wir hier in Deutschland wieder mal alles richtig gemacht haben … Ich denke, wir werden auch hier noch sehr sehr böse Überaschungen erleben.
Gerade gibt der Zeit-Chefredakteur im „Kulturweltspiegel“ zu bedenken, dass „wir“ offensichtlich den Kampf der Kulturen bisher immer „verleugnet haben“ … Vor den Bildern von fanatisierten Moslems, die in Beirut christliche Kirchen, dänische Flaggen (auf rotem Untergrud bezeichnenderweise ein weisses Kreuz!) und Autos von Christen in Brand stecken … Aus dem Off die besorgte Stimme eines Kulurweltspiegel-Redakteurs „DER WESTEN steht unter Druck….“ „… schon deshalb sollte DER WESTEN keine Selbstzensur üben und seine Ideale verteidigen!“ … Aus dessen Mund man ansonsten nur extremst überzogene US-Kritik hört … man spürt die neue Angst … und die USA erscheinen den Europäern vor diesem Hintergrund zunehmend in einem anderen Licht.
Man konnte es bei Sabine Christiansen förmlich spüren, mit welchem Respekt und Hochachtung Richard Perle, ein Vordenker der amerikanischen Neokonservativen und Rumsfield-Beratger behandelt wurde. Es fielen Sätze, die ich im deutschen Fernsehn lange nicht mehr gehört hatte: „Wo wären wir hier in Berlin denn ohne den Einsatz der USA für die Freiheit“ … Ströbele: „Bush hat den Iran doch als einen Schurkenstaat bezeichnet“ … Giordano: „Ja was ist denn da so falsch daran?“ … Insgesamt war mein Eindruck, dass sich die antiamerikanische Multi-Kulti-Linke (Ströbele/Nirumand) extremst ins Abseits manövriert hat. Das Volk applaudierte ihnen, als es noch nicht um die eigene Haut ging, aber jetzt spürt man richtig, wie die Luft brennt und da wirken diese Antiamerikanismen seltsam überholt.
Es geht hier um soetwas wie gefühlte Bedrohung: Und wahrscheinlich wird man die Amerikaner in unseren Breiten irgendwann wieder sehr gut verstehen …
Es könnte sein, dass die Situation in Europa und speziell in Deutschland noch viel gefährlicher wird, denn wir haben hier ein sehr bedrohliches demographisches Problem … wir haben hier einen wachsenden Anteil von jungen Muslimen, der sich absolut nicht integrieren lassen will in die deutsche Gesellschaft und in den Schlüsselstellen der deutschen Institutionen arrivierte Alt-68er, die bei Themen wie „Leitkultur“ eine extreme Gänsehaut und schwer unterdrückbare Übelkeit bekommen. … Unsere Angst ist also berechtigt …
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

www.netzeitung.de/ausland/380711.html

Kampf der Kulturen -> Deutschland in Angst …

Iran: Nach dem Siegelbruch beginnt die Uhr zu ticken …

… meint der Journalist Clemens Wergin seinem Kommentar „Nur die Mullahs haben Zeit“ im Tagesspiegel vom 11.01.2006 und ich kann mich seiner Meinung nur anschliessen.

Deshalb muss jetzt der Druck möglichst rasch erhöht werden. Anfang März könnte die IAEO den Fall an den UN-Sicherheitsrat überweisen. Der müsste dann Sanktionen beschließen, die Iran wirtschaftlich weh tun und das Land politisch isolieren.

Meine Meinung: Wenn die Welt nicht handelt, wird Israel handeln müssen!
Doch jeder, der mehr politischen und wirtschaftlichen Druck auf Teheran verhindert, muss wissen, dass er damit Militärschläge gegen Irans Atomanlagen wahrscheinlicher macht. Denn angesichts der momentanen Irrationalität der iranischen Führung wird kein israelischer Premierminister sein Volk der Gefahr eines atomaren Holocaust aussetzen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Iran: Nach dem Siegelbruch beginnt die Uhr zu ticken …