Meinungsfreiheit vs. Schutz der Persönlichkeitsrechte

Der BGH hat es verboten, Abtreibungen als „Mord“ zu bezeichnen. Eine wie mir scheint solide Kritik dieser Entscheidung findet sich in der ZfL 3/2003, S. 79 (Zeitschrift für Lebensrecht, Nr. 3/2003, S. 82
(Zeitschrift für Lebensrecht, Vierteljahresschrift der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V.).

www.cdl-online.de/leben/abtrei/freih.htm

Die Autoren kommen dort zu dem Schluss:

„Der Beschluss des BGH macht im Ergebnis jede personenbezogene Kritik an Abtreibungsärzten unmöglich. Denn wenn schon die personenbezogene Bewertung von Abtreibungen als „rechtswidrig“ verboten sein soll, dann kann niemand mehr sicher davon ausgehen, dass jedes andere kritische Werturteil gerichtlich unbeanstandet bleibt. Setzte sich die schlecht begründete Auffassung des BGH durch, dann würden Meinungsäußerungen von Abtreibungsgegnern offensichtlich nach anderen Maßstäben bewertet als die von Pazifisten oder Umweltschützern. Dies aber würde nicht nur eine schwerwiegende Verkürzung des Grundrechts der Meinungsfreiheit bedeuten, sondern auch einen Verstoß gegen den Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit (Art. 20 Abs. 3 GG), zu dem auch das Verbot der Ungleichbehandlung (Art. 3 Abs. 1 GG) gehört.“

Fred Dalton Thompson … der neue US-Präsident?

Vor ein paar Wochen las ich einen Welt-Artikel, der fing so in der Art an … dies ist ein historischer Augenblick … es ist das erste Mal, dass Sie von Fred Dalton Thompson gehört haben. Ich kann mich an kaum noch was erinnern ausser, dass er wohl Schauspieler sei und schon unter Nixon arbeite. Politisch hatte ich ihn wegen seiner Pro-Life-Haltung zumindestens nicht in negativer Erinnerung behalten.

Die Wochen gingen ins Land und ich hörte nix mehr von dem guten Dalton-Bruder. Anläßlich eines Blog-Beitrags auf Freedomwatch „Giuliani riskiert eine Niederlage der GOP„, der im Übrigen das Giuliani-Problem gut auf den Punkt bringt, schaute ich mal beim Rasmussen-Report rein [-> www.rasmussenreports.com/public_content/politics/2008_republican_presidential_primary ] und sah zu meiner überraschung, dass der gute Fred Dalton Thompson mit 24% gleichauf mit Giuliani liegt.

Auf wikipedia findet man nur holzschnittartige Infos zu Thompson (s. Anlage). Ich bin gespannt, was die evangelikale Welt der USA demnächst zu diesem Kandidat verlauten wird.

Ich war schon langsam so weit, dass mich als gestandener TheoKonservativer der Obama-Virus angesteckt hatte 😉

MfG wanderprediger

de.wikipedia.org/wiki/Fred_Thompson
Thompson ist gegen Abtreibung, Homo-Ehe und Waffenkontrolle. Er gilt als Unterstützer des Irak-Krieges. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte Thompson, dass niedrige Steuern zu mehr Wohlstand, Investitionen und Wirtschaftswachstum führten. Auch unterstützt er den Freihandel. In Sachen Klima-Wandel und Erderwärmung hat er eine skeptische Haltung.

Fred Dalton Thompson … der neue US-Präsident?

Vegetarismus und Menschenwürde

Es gibt verschiedene Gründe, kein Fleisch zu essen: manche Menschen vertragen es nicht, manche mögen es nicht, manche mögen die Art nicht, wie bei uns Tiere gehalten und geschlachtet werden oder fürchten sich vor übertragbaren Krankheiten.

Meistens ist mir der Vegetarismus aber mit einer anderen Begründung vorgestellt worden: mit einer Polemik gegen die christliche Trennung zwischen Tier und Mensch. Nur durch diese Trennung wird dem Menschen seine herausgehobene Würde gesichert und gleichzeitig der Fleischgenuss erlaubt.
Lehnt man diese Trennung ab, wird der Mensch zu einem von vielen Tieren und manche Zeitgenossen überbieten sich geradezu darin, ihn im Wert immer weiter unten in der Skala zu sehen (z.B. unter den Bakterien, weil die schon so alt und erfolgreich sind etc.). Unter anderen Tieren sei es aber nicht mehr möglich, andere „Mitgeschöpfe“ einfach aufzuessen.
Das klingt chic, ist es aber nicht. Denn wenn die Scheu, Tiere zu essen, so begründet wird, verliert man jeden Grund für Menschenwürde! Das darf man nicht vergessen.
Es gibt dann nur zwei Möglichkeiten:
Entweder schätzt man alle Lebewesen gleich wert oder man bemisst ihren Wert nach irgendwelchen Eigenschaften.
Wenn alle Lebewesen gleich wertvol sind, muss man sich umbringen. Denn in jeder Sekunde verenden Bakterien in meinem Magen, während ein Mensch durch seinen Tod vielen Bakterien zur Nahrung dienen kann. Es wäre also grob unmoralisch, am Leben zu bleiben, einem Leben, das so viele andere Leben kostet.
Faktisch wählen daher alle (noch lebenden) Gegner der Menschenwürde den zweiten Weg und unterscheiden sich nur in der Wahl der Eigenschaften, die sie für besonders schützenswert halten. Die Einen schützen die Leidensfähigkeit, die Anderen nur Lebewesen mit Augen …
Alle Eigenschaften haben gemeinsam, dass der Wert eines Menschen von bestimmten Eigenschaften abhängt und ein Mensch also seinen Wert verlieren kann. Was ist nämlich mit Menschen, die keine Augen haben, kein Bewusstsein entwickeln (zumindest nach allem, was man sagen kann), mit Menschen ohne Augen ohne erkennbaren Willen zum Leben? Darf man sie nun töten? Die Antwort müsste für den überzeugten Gegner der christlichen Menschenwürde klar lauten: ja, selbstverständlich.

Es gibt natürlich noch eine andere Möglichkeit: man vermeidet jede Wertzuweisung. Nur ist die Menschenwürde dann erst recht obsolet.

Nach dem dritten Reich hat man aus einem tiefsitzenden Schrecken über die Gräueltaten der Nazis die Menschenwürde in der Verfassung verankert; leider ohne sie zu begründen. Und dieses Versäumnis rächt sich, denn jeder Schrecken verfliegt und es war nur eine Frage der Zeit, bis spätere Generationen diese Menschenwürde ablehnen, deren religiöse Grundlagen keinen Rückhalt in der Bevölkerung mehr hatte.

Tag 17 Schutz der Ungeborenen [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Eine Schwangerschaft abzubrechen, ist in Deutschland rechtswidrig, jedoch straffrei. Dennoch entscheiden sich nach offiziellen Statistiken etwa 130.000 Frauen jährlich, ihr Kind nach der Pflichtberatung töten zu lassen, die Dunkelziffer ist etwa doppelt so hoch. Dies wird bis zur 12. Woche ausgeführt, einem Zeitpunkt, zu dem das Kind also bereits auf Reize reagiert und Schmerz empfindet. Abtreibung soll Probleme lösen, schafft jedoch für die betroffenen Mütter und Paare häufig neue Nöte körperlicher und seelischer Art.
Wir beten:
• dass Abtreibung im öffentlichen Bewusstsein als Zerstörung von Leben erkannt wird
• dass Frauen, die sich in einer Krisensituation befinden, seelische und praktische Hilfe finden, die es ihnen erleichtert, das Kind zu behalten
Internet: www.tclrg.de (Treffen christlicher Lebensrechtsgruppen):
Statistiken und Infos, weiterführende Links und Hilfsangebote für betroffene Eltern
Tag 17 Schutz der Ungeborenen [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Zynisch: Abtreibung senkt Kriminalitätsrate

Die Welt veröffentlichte heute in den Forumseiten einen provozierenden Artikel von Steven Levitt und Stephen Dubner mit dem Titel „Verblüffende Erklärung“. Das ganze ist ein Vorabdruck aus dem Buch: „Freakonomics. Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen“ welches am 1. Februar erscheint.
Die Autoren vertreten darin die These, dass der Hauptgrund für die Senkung der Kriminalitätsrate in den USA die Legalisierung der Abtreibung nach dem Urteil in dem legendären Fall „Roe vs. Wade“ ist. Denn so lautet die Argumentation, rekrutiert sich der Großteil der abgetriebenen Kinder aus den unteren Schichten und dort vor allen Dingen bei den alleinerziehenden Müttern. Genau die Klientel, die am häufigsten straffällig wird. Auffällig sei auch, dass gerade in Staaten, wo besonders viel abgetrieben werde, die Kriminalitätsrate am stärksten gesunken sei.
Ich muss sagen, dass mir diese These ausgesprochen zuwider ist. In Amerika hat es meiner Meinung nach zwei wesentliche Faktoren gegeben, die die Kriminalität gesenkt haben. Es gab eine evangelikale Erweckung. Ganze Regionen beteten für Ihre Lokalregierungen und gegen die Kriminalität … und Gott erhört Gebet!! Zweitens ausgehend von Giulianos „Zero Tolerance“-Politik in New York, eine harte Linie, die auch kleinste Delikte von Jugendlichen hart bestrafte, hat sich in den USA eine restriktive Polizeitaktik durchgesetzt, die schier unglaubliche Erfolge zeigte …

Offensichtlich haben die US-Liberalen eine ganz besondere Freude daran, diese Erfolge zu dekonstruieren und so entstehen diese Thesen. Bisher kannte ich diese menschenverachtende Unbarmherzigkeit gegenüber den unteren, armen Schichten nur von den hartherzigen konservativen Kräften [gerade dagegen steht der -> Compassionate Conservatism ]. Mittlerweile scheint diese menschenverachtende Haltung offensichtlich auch in liberalen Kreise der Gutmenschen Einzug gefunden haben.

Gott sind diese vielen, vielen Abtreibungen ein Greuel!! Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Gemeinschaften durch eine Verminderung der kriminalitätsrate „belohnt“, wenn sie die Anzahl der Abtreibungen erhöhen.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Zynisch: Abtreibung senkt Kriminalitätsrate

Papst verurteilt Homo-Ehen und Gentechnik

In der Online-Ausgabe vom 07.Juni 2005 berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Mobilmachung des Papstes Benedikt XVI. gegen homosexuelle Ehen und Abtreibung. Kürzlich habe er auf einem Konvent zum Thema Familie beides scharf verurteilt.

Mit besonders deutlichen Worten sprach sich Joseph Ratzinger gegen homosexuelle Eheschließungen aus: Diese seien „Pseudo-Ehen“ und Ausdruck einer „anarchischen Freiheit, die sich fälschlicherweise als wahre Befreiung des Menschen darstellen will“, erklärte der Kirchenführer in der römischen Lateran-Basilika.

Der Papst wandte sich ausserdem gegen sogenannte „offene Beziehungen“ und eine „Ehe auf Probe“. Er bezeichnete die Ehe als Institution, die tief im Wesen des Menschen verwurzelt sei.
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