Redskins – Keep On Keepin On

LJ: papa du revoluzer!
Popconservative: es geht mir nur um die kraftvolle musik und die haltung … der inhalt ist natürlich vollkommen naiv-totalitäres zeug von überhippen bürgerkindern aus der anti-thatcher-bewegung der wilden englischen 80er jahren
redskins=soulpunk :-))
AS: If you stop running, they can´t chase you!
AS: Wenn uns die Merkel-Ära in Deutschland doch nur genau so tolle Popperlen bescherte wie die jugendliche Thatcher-Ablehnung dem UK …

The death of uncool

Autor: Brian Eno
Quelle: Prospect Magazine [25.11.2009]
Zitat: >>It’s odd to think back on the time—not so long ago—when there were distinct stylistic trends, such as “this season’s colour” or “abstract expressionism” or “psychedelic music.” It seems we don’t think like that any more. There are just too many styles around, and they keep mutating too fast to assume that kind of dominance.<<
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Der Kassandra-Komplex

Autor: Josef Joffe
Quelle: IP-DIE ZEITSCHRIFT [01.09.2009]
Zitat: >>Die Propheten des amerikanischen Niedergangs irren sich auch diesmal. Chinas rasanter Aufstieg beflügelt die Fantasien von Amerika-Kritikern und notorischen Schwarzmalern. Geht es jetzt – endlich – bergab mit der amerikanischen Supermacht? Nein. Und das ist auch gut so. Denn ob Nahost, Nordkorea, Afghanistan oder Iran: Entweder die „Weltmacht aus Notwendigkeit“ erledigt die Schmutzarbeit, oder sie bleibt eben liegen.<<
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Politisch korrekter Weg in den Totalitarismus: Schwulsein als religiöses Bekenntnis

Autor: André F. Lichtschlag
Quelle:
eigentümlich frei [06.07.2009]
Zitat:
>>Ein Beispiel für rapide verschwindende Toleranz. Vergangene Woche wurde es auch dem gesellschaftlich stets liberal auftretenden Schweizer Magazin „Weltwoche“ zu bunt: „Es ist ein irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl. Wie in allen Glaubenssystemen gilt auch hier: Wer die Stirn runzelt, gehört nicht dazu. Die Schwulenparty will nicht gestört werden.“<<
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Black Music – vom traurigen Niedergang einer Kultur


Ich liebe Clipinc … mit Clipinc kann ich drei Internet-Radios gleichzeitig aufnehmen … und das alles völlig legal. Allerdings entstehen große Mengen MP3-Songs, welche erst mühsam geschnitten, kategorisiert und bewertet werden wollen. Vor kurzem habe ich daher ca 450 Songs eines BlackMusic-Senders bearbeitet und war entsetzt …. Um es mal positiv auszudrücken: Unter hunderten schrecklichster Gangsta-Rap-Stücken fischte ich zwei absolute 5-SterneSongs heraus: Einmal American Boy von Estelle und dann das unglaublich fantastische „Good Day“ von den Nappy Roots, das jetzt bitte mal jeder gleich anhört, um einen richtig schönen Tag zu bekommen 🙂  Liebe Kulturpessimisten, die Ihr das hier bis jetzt alles ein wenig zu überschwänglich positiv und belanglos findet … Hier geblieben! … Ihr solltet unbeding weiterlesen, denn Ihr werdet hier in diesem Posting genau das finden was Ihr sucht … Wir leben in Zeiten wo eine der großen Inovationsquellen der westlichen PopMusik qualitativ und moralisch im Sterben liegt … ich rede von Black Musik, verseucht von GanstaRappern, die nur noch von „Niggers“ [europäische POP-Kultur-Intellektuelle waren natürlich über alle Maßen begeistert von soviel Subversion] oder „Bitches“ reden, schwarze Kinder die ohne Väter aufwachsen … Jungs, die sich gegenseitig abknallen … Es wird immer schlimmer! Oh ich liebe Black Musik … Tamala Motown … oder OK heute z.B. auch noch bürgerlichen R&B á la Corinne Bailey Rae. Ich liebe Black Musik … aber man hat das Gefühl, dass dieser moralische Niedergang in den schwarzen Communities mit dem musikalischen parallel einhergeht. Schwarze waren in den USA immer schon vor allem in der Unterschicht zu finden. Unterschicht bedeutete damals aber nicht gleich moralischer Verfall, sondern war vor allem bei den Schwarzen geprägt von tiefgläubigen Communities, die über die Gemeinden christliche Werte an ihre Jugendlichen weitergab. Aber nicht nur Werteprägung auch musikalische Prägung lief dort. Viele Motown-Stars hatten ihre musikalische Grundausbildung beispielsweise in den Gospel-Chören ihrer Gemeinden. Kein in westlichen Werten verwurzelter Mensch wird das massive strukturelle Vorhandensein von weißem Rassismus bis tief in die Siebziger in den USA und die historische Notwendigkeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung mit Ikonen wie Martin Luther King bestreiten. Allerdings vollzog sich mit dem politischen Aufstieg liberaler Schwarzenführer auch eine zunehmende Abkehr von der biblischen Orientierung ihrer Väter. Ende der Sechziger überschlugen sich die Ereignisse … kulturelle Befreiungs- und Enttabuisierungstendenzen wie die sexuelle Revolution, Promiskuität und Drogenexzesse auf der einen … und schwarzrassistische Radikalisierungen wie Black Panther oder Black Muslims in Verbindung mit geistiger Einkerkerung in Verschwörungsphantasien auf der anderen Seite führten zu Orientierungslosigkeit, Verrohung und Paranoia. Drogen- und vor allem Bandenkriminalität zerstört die schwarzen Communities seit den Siebzigern nun systematisch. Vaterlose verwilderte Jungs haben keine guten männlichen Vorbilder mehr – fast zwei Drittel aller schwarzen Kinder wachsen bei ihren vollkommen überforderten alleinerziehenden Müttern auf. Es herrscht ein Klima der Gewalt: Schwarze rotten sich selber aus … Schwarze erschießen Schwarze am hellichten Tag, Schwarze erschlagen Schwarze auf offener Straße. Eines der letzten Opfer war Derrion Albert, der als er am 24. September auf dem Heimweg von der Christian Fenger High Schoo.l in eine Schlägerei zweier verfeindeter Jugendbanden geriet, wo er mit Holzplanken erschlagen und mit Fußtritten zu Tode getreten wurde. Dem Ritual, die Schuld für die Gewaltepidemie allein beim angeblich weißrassistischen System oder in den unbestritten schwierigen saozialen Verhältnissen zu suchen widerstehen aber leider nur wenige schwarze Meinungsführer. Allerdings formieren sich in der schwarzen Community gegen Gangsta-Rapper langsam die Fronten. Einer der Auslöser hierfür war laut Süddeutscher Zeitung ironischwerweise eine Bemerkung des rechtskonservativen Radiomoderators Don Imus: „Don Imus hatte in seiner einflussreichen Sendung die schwarzen Basketballspielerinnen der Rutgers University als „krausköpfige Schlampen“ bezeichnet. Ein öffentlicher Aufschrei folgte: Reverend Sharpton und Jesse Jackson griffen Don Imus’ Sender an, die National Association Of Black Journalists rief zu Boykottmaßnahmen auf, und als auch noch viele Werbekunden abzuspringen drohten, feuerte NBC den lange unbehelligt schwulen-, schwarzen- und frauenfeindliche Witze reißenden Talkmaster. Imus aber streute keine Asche aufs Haupt, sondern präsentierte einen Sündenbock: Warum dürften Rapper ungestraft genau dieselben Vokabeln für schwarze Frauen benutzen?“ Ich weiß nicht ob Obama, Cosby und Co. Ihre Gangsta-Kinder mit ihren weltlichen Methoden wieder auf den rechten Weg führen können. Ich bin ein wenig erinnert an die naiven Versuche im Film „Grand Canyon„, wo ein liebenswerter schwarzer Gutmensch eine gewalttätige Jugendbande umpolen wollte, indem er sie mit der jahrtausendealten Erhabenheit und Majestät des Grand Canyons konfrontierte … OK ich will Euch aber auch noch ein wirklich hoffnungmachendes Beispiel von Shaun Bailey nicht vorenthalten. Bailey ist ein schwarzer Sozialarbeiter, der sich in London um Aussteiger gewalttätiger Jugendgangs kümmert und … man höre und staune … für die britischen Konservativen kandidiert. Selber vaterlos aufgewachsen, wurde er von seiner ehrgeizigen Mutter, von dem Befehlshaber der örtlichen Armeekadetten – einem pensionierten Oberstleutnant – und von einer Turnlehrerin großgezogen. Ohne die drei wäre er heute im Knast oder tot, sagt er selber über sich … Aus dem christlichen World Magazin von Marvin Olasky erfahren wir, dass Bailey durch den Alpha Kurs ein wiedergeborener Christ geworden ist: „My girlfriend said I should do Alpha,“ the evangelistic program that has been influential across England. Bailey says he went „to argue with the vicar, to show him how clever I was,“ but foun.d himself believing in the resurrection and other doctrines: „What got me the most is when the vicar said Christianity is not a religion, but a faith. . . . Then I started readin.g the Bible. It was almost like it was written for me. . . . I had been a self-control freak, so I prayed that God would take control of my life. And that’s what happened. . . . When I stopped having fear of failure I had more success.“ Damit haben wir den Bogen wieder geschlossen: Einen Ausweg aus der heutigen Gewalt- und Verelendungsmisere kann es aus meiner Sicht nur über starke moralisch integere christliche Identifikationsfiguren der lokalen Commuinities geben, die mit der Rückführung zu den fast schon vollkommen verschütteten christlichen Wurzeln der schwarzen Communities beginnen! Wir brauchen hierfür einen neuen Konservatismus mit einem Herz für die verlorenen Jugendlichen unserer Städte, mit dem Mut glaubensbasierte Initiativen zun fördern und zu initiieren … oder um es einfach zu machen … Wir brauchen Compassionate Conservatism!!! OK ich beende dieses Posting so positiv wie ich es begonnen habe … wieder mit Good Day von den Nappy Roots: We’re gonna have a good day and ain’t nobody gotta cry today … cause ain’t nobody gonna die today … you save that trouble for another day … 

Mit freundlichen Grüßen PopConservative

Kommentare:
PopConservative: Wir leben in Zeiten wo eine der großen Inovationsquellen der westlichen PopMusik qualitativ und moralisch im Sterben liegt … ich rede von Black Musik, verseucht von GanstaRappern, die nur noch von Nigger oder Bitches reden, schwarze Kinder die ohne Väter aufwachsen … halbe Kinder, die sich gegenseitig abknallen … oh ich liebe Black Musik … Sixties-Soul, was waren das noch für Zeiten … ich liebe Black Musik … don´t let it die … So let´s start tomorrow morning with the nappy roots: we’re gonna have a good day and ain’t nobody gotta cry today cause ain’t nobody gonna die to u save that trouble for another day …

Alexander Sommerweizen: Gib die Hoffnung nicht auf, mein großer Bruder. Es gibt immer noch ein paar gute Gegenbeispiele.
Und hier. Aus meinem Schmiedebericht vom letzten Wochenende:
„In den Fluren baumelten Teebeutel im Schwarzlicht von der Decke und als Stempel gab es witziger Weise eine gedruckte Rolex. Die Stimmung in dem Laden war positiv und neonbunt. Es lief Hip Hop, aber nicht dieses vulgäre Gangsterzeug, sondern mehr so sophisticated. De la Soul und New Yorker Daisy Age. Fast schon höflicher, freundlicher Hip Hop und außerdem ein bißchen Prince und Chaka Khan.“ Gibts auch noch.

PopConservative: Ist doch interessant zu sehen, daß die Krisen Musik-affiner Subkulturen nie auf inhaltlichen Gründen basieren, sondern immer nur auf formaler Redundanz. Wenn sich alles immer nur noch wiederholt, erstarrt der Stil und gilt irgendwann als tot.

PopConservative: @Alex: Das ist ja sehr beruhigend … dann werden die ungezogenen Dinosaurier Heavy Metal [einfach nur „let it rock …“] und Nazi Punk [oi ..oi..oi!!] ja bis Weihnachten sicherlich weg vom Fenster sein 😉

Si tacuisses, Taciturne…!

Der für Drogen- und Alkoholexzesse, Swinger-Partys, unqualifizierte Aussagen zum US-Wahlkampf und unappetitliche Äußerungen zum Thema Monogamie bekannte Schauspieler Til Schweiger hat in seiner Casting-Show „Mission Hollywood“ kürzlich wieder einmal einen absoluten Tiefpunkt deutscher Fernsehgeschichte markiert.

Kath.net und idea.de berichteten wie folgt über ein Berufsverbot, das über eine junge Frau aus Glaubensgründen verhängt wurde:

Die junge Schauspielerin Friederike Lohrer lehnte ein unmoralisches Angebot ab und schied vorzeitig aus „Mission Hollywood“ aus.

München (www.kath.net / idea) – Weil sie eine Sex-Szene nicht darstellen wollte, ist für eine christliche Schauspielerin der Traum von Hollywood vorerst geplatzt. Nun hofft die 27-jährige Friederike Lohrer (München) auf neue Rollen im TV-Bereich.

Die bekennende Christin war Kandidatin der Anfang August zu Ende gegangenen RTL-Talentsendung „Mission Hollywood“, zu deren Jury der Filmstar Til Schweiger gehört. Die Siegerin gewann eine Rolle in dem Hollywood-Film „Bis(s) zum Abendbrot“.

In der sechsten Folge der Sendung mussten die Kandidatinnen Sex-Szenen aus bekannten Filmen nachstellen. „Ich kann diesen Dreh nicht mit meiner Einstellung vereinbaren“, erklärte Lohrer damals unter Tränen und schied aus.
Zur Auswahl standen je eine Szene aus dem Film „Enthüllung“ mit Demi Moore und Michael Douglas und „Ein unmoralisches Angebot“ mit Demi Moore und Robert Redford. Nachdem die junge Christin nun ohne Job und eine Aussicht auf eine Karriere in Hollywood dasteht, lerne sie gerade, Gott zu vertrauen, sagte sie am 27. August gegenüber idea.

Zwar liefen derzeit Gespräche über mögliche Engagements – in „trockenen Tüchern“ sei aber noch nichts. Die Zeit bei „Mission Hollywood“ hat sich aus Sicht der 27-Jährigen trotz des vorzeitigen Ausscheidens gelohnt: „Ich konnte vielen Leuten von meinem Glauben erzählen“, sagt sie.

Auch auf der Internetseite von RTL bekennt sie: „Der Glaube ist mein Anker, meine Kraftquelle“. Lohrer stammt ursprünglich aus Kassel, wo ihr Vater Diakon beim CVJM ist. Inzwischen wohnt sie mit einer Freundin in einer Wohngemeinschaft in München.

Einem größeren Publikum wurde sie bereits durch die SAT.1-Serie „Lenßen & Partner“ bekannt, in der sie zwei Jahre lang zum festen Ensemble gehörte und dort zunächst eine Sekretärin und dann eine Ermittlerin spielte.“

Es ging also nicht etwa um das Casting zu einem Pornofilm, sondern um eine Nebenrolle in einem Streifen der “Twilight”-Serie, also einem Film, dem vonseiten fortschrittlicher Humanisten ohnehin vorgeworfen wird, er würde politisch unkorrekte und dem faschistischen Kapitalismus der Finanzmonopole dienliche Abstinenzbotschaften verbreiten.

Der Zweck der Übung war also hier offenbar nicht die Erfüllung sachgerechter Anforderungen, sondern Unterwerfung, Demütigung und Gefügigmachung, die Befriedigung voyeuristische Gelüste bzw. einem Menschen den Willen zu brechen und ihm zu signalisieren, dass er seinen Stolz und seine Würde an der Garderobe abzugeben habe.

Im deutschen Rechtssystem gibt es den Begriff der so genannten “Sittenwidrigkeit”. Das beginnt bei unzulässigen Fragen im Vorstellungsgespräch und setzt sich fort bei der so genannten Drittwirkung von Grundrechten auch in von Fremdinteressenswahrungspflicht geprägten privaten Vertragsverhältnissen wie dem Arbeitsrecht, die unter anderem Verstöße gegen Art. 1 GG (Achtung der Menschenwürde) oder die Glaubens- und Religionsfreiheit schützenden Bestimmungen verbietet.

Ein öffentlicher Aufschrei selbst ernannter Sachwalter der Arbeitnehmer? Fehlanzeige! Offenbar hat man sich daran gewöhnt, dass Schauspielerei von Alters her als „unehrenhafter Beruf“ gilt.

Wir haben dazu auch nicht viel mehr zu sagen, außer: Lieber „Planet Hollywood“ als Mission Hollywood! Und – nicht nur Freunde der Musik der 80er-Jahre werden mir zustimmen -: Lieber Til Tuesday als Til Schweiger!

Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken

Auf der „Gegenstimme“ hab ich es schon gepostet. Aber diese Gedanken haben einfach weitestmögliche Verbreitung verdient: Die deutsche Übersetzung des brillanten Vortrages des bekannten US-amerikanischen Comedians und politischen Kommentators Evan Sayet über die Denkweise hinter der Political Correctness, dem aggressiven Atheismus und dem gesellschaftspolitischen Erbe der 68er-Generation… viel Vergnügen!

http://www.youtube.com/watch?v=eaE98w1KZ-c

Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind.
„Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken“ weiterlesen

Wunderheiler Charles Ndifon in der Südsterngemeinde Berlin

Hier noch mal aus gegebenen Anlass zur Dokumentation ein älteres Posting von mir, was ich im Mail 2004 im Anschluß an ein Wunderheiler-Event in der Südsterngemeinde in Berlin niedergeschrieben habe …

Liebe Geschwister,
am Freitag abend (28.05.04) fand um 20:00 in der Südsternkirche in Berlin die Auftaktverantstaltung der Pfingstkonferenz „Passion“ statt.
Dort trat nach einem anfangs akkkustisch vollkommen übersteuerten Auftakt gegen Ende der Verantstaltung ein bekannter Evangelist und Heiler namens Charles Ndifon auf, der im Laufe des Abends begann kranke Menschen zu heilen. Da ich selber Christ und Arzt bin und selbstverständlich an die Gabe der Heilung glaube, habe ich mich natürlich ganz besonders dafür interessiert und bin unvoreingenommen nach vorne zur Bühne gegangen, um mir die Heilungen aus der Nähe anzusehen.

Ich muss sagen, ich bin enttäuscht.

Ich habe drei Fälle ganz besonders genau beobachtet und werde zwei weitere Fälle von „Heilungen“ mir bekannter Personen weiter beobachten. Bei den drei Fällen handelte es sich um eine Oberarmfraktur, ein Fall von extremen Rückenschmerzen und einen Fall von Blindheit. In allen drei Fällen hab ich es so empfunden, als sei alles eine grosse Manipulation (der Patienten und des Publikums) gewesen.

Die Frau mit dem Rückenschmerzen …
… wurde von Charles Ndifon dazu gebracht, sehr sehr schnell auf der Stelle zu laufen und sich im Wechsel zu bücken und wieder aufzurichten. Die Frau tat dies unter schmerzverzerrtem Gesicht … unter „Halleluja“-Rufen des Wunderheilers wurde das jedoch schon als Erfolg verbucht und begeistert begann das Publikum zu applaudieren. Dass die Kranke dann immer noch ganz leise erklärte, dass sie noch Schmerzen habe ging unter dem lauten Gejohle über die Heilung unter … ich glaube man einigte sich darauf, dass es schon etwas besser geworden sei … Abgang unter Jubel ….

Die blinde Frau …
… erklärte nach einigen Prozeduren des Wunderheilers vollkommen ergriffen, dass sie mittlerweile schon hell und dunkel unterscheiden könne. Ich habe mich anschliessend so ca. 10 Minuten mit dieser Frau unterhalten. Sie ist Mitglied der Berliner Südsternkirche und sie erzählte mir, dass Jesus sie aus einer tiefen Depression herausgeholt habe … Ich glaube Ihr .. das war keine Depressive mit der ich geredet habe gestern. Aber immer wieder meinte sie, meine Hand vor ihren Augen zu bemerken …. Dem war jedoch nicht so, sie irrte sich, ich hielt meine hand während des ganzen Gesprächs unten … Die Frau wurde am Ende der Veranstaltung von einer Begleiterin aus der Südsternkirche herausgeführt. Sie war so blind wie zuvor.

Die Frau mit dem Oberarmbruch
… bekam von Charles Ndifon als erstes ihren Glichrist-Verband abgenommen. Unter dem riesigen Beifall des Publikums brachte der Wunderheiler die Patientien dazu unter schmerzverzerrtem Gesicht Pendelbewegungen mit diesem Arm durchzuführen … die natürlich bei einem solchen Bruch noch möglich sind. Sie wurde unter riesigem Beifall als geheilt von der Bühne entlassen. Ich bin anschliessend zu Ihr gegangen und habe sie gefragt ob sie das Gefühl habe dass der Bruch geheilt sei. Sie verneinte das und ihr einziges Bedürfnis war es, Ihren Gilchrist-Verband wiederzubekommen, den man ihr abgenommen habe, da sie mittlerweile sehr grosse Schmerzen hatte. Ich ging zu einem der Südsternleiter und arrangierte es, dass sie im Anschluss an den Ndifon-Heilungsdienst diesen Verband wiederbekommen könne.

Fälle, die ich beobachten werde …
eine mir bekannte Frau und das Kleinkind einer Bekannten, beide seit Geburt taub sind angeblich geheilt worden. Ich möchte mir noch kein endgültiges Urteil erlauben, bin aber äusserst skeptisch …

Überhaupt die Tauben …
Meistens waren sie nur auf einem Ohr taub. Im Prinzip testete Ndifon den Heilungserfolg immer folgendermassen: Er liess die Patienten das gesunde Ohr zuhalten und schnippte direkt neben dem kranken Ohr mit den Fingern, wenn sie das Finger-Schnippen hören konnten ging er zwei bis drei Schritte zurück und schnippte wieder bzw. zählte auf englisch oder sagte Amen … meist konnten die Patienten dies immer noch hören. Allerdings müssten, nach meiner Einschätzung die Geräusche immer gleich laut sein, denn auf der ganzen Bühne waren dutzende Mikrophone eingeschaltet, die egal wo der Wunderheiler stand, immer dieselbe Lautstärke über die Verstärkleranlagen herausgab.

OK. Soviel hierzu … Im übrigen hätte ich erwartet, dass Ndifon „im Namen Jesus Christus“ über den Patienten Heilung aussprechen würde. Dies habe ich jedoch während der ganzen Veranstaltung nur ein einziges Mal aus seinem Mund vernommen.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass in alle Heilungsfällen, die ich persönlich nachverfolgt habe aus medizinischer Sicht keine Heilung stattgefunden hat. ausserdem muss ich sagen, dass die ganze Heilungsveranstaltung sehr suggestiv gestaltet war, für die Patienten genauso wie für das Publikum. Ich habe einen der Südstern-Leiter gebeten, dass er Gemeindemitglieder mit der Gabe der Geistunterscheidung zusammenrufen solle, um die Veranstaltung zu prüfen und diese gegebenenfalls bitte abbrechen lassen möge. Aber er meinte nur sichtlich nervös, dass er pesönlich schon viele Ndifon-Heilungen mitbekommen habe … offensichtlich war er vollkommen von diesem Mann überzeugt.

Bitte nicht missverstehen … Es geht mir nicht darum, komplette medizinische Heilungen von Christen, die diese Gabe vom Heiligen Geist empfangen haben anzuzweifeln. Im Gegenteil! Ich gehöre zu einer kleinen Gruppe von Ärzten, die glauben dass dies möglich ist, da die Bibel uns an vielen Stellen davon berichtet.

Aber … Es gibt gerade in charismatisch-pfingstlerischen Kreisen [zu denen ich mich mittlerweile übrigens auch zugehörig fühle] eine extrem starkes Bedürfnis solche Wunder „live“ zu erleben.

Meine Empfehlung, bei solchen Veranstaltungen: Ein starkes Team von Geschwistern mit der Gabe der Geistunterscheidung zusammenzustellen, die auch die Autorität haben, solche Veranstaltungen einfach abzubrechen, wenn sie bemerken, dass da Suggestion läuft und die Sache einfach nicht von Gott kommt. Ausserdem, warum nicht einfach ein Team von erfahrenen (christlichen) Ärzten einladen, die die Ergebenisse gleich medizinisch überprüfen.

The Call bzw. Holy Revolution/Passion sind absolut unterstützenswerte Initiativen, ich möchte nicht, dass ein gegenteiliger Eindruck entsteht. Um so wichtiger ist es meiner Meinung nach, dass peinlich genau darauf geachtet wird, dass bei diesen Veranstaltungen alles geprüft wird. Diesen Eindruck hatte ich gestern nicht. Ich bin jedoch selbst nur ein Mensch und damit fehlbar. Ich habe nur einen kleinen Ausschnitt beobachtet. Dort gab es jedenfals keine Heilung. Nur hierüber kann ich berichten …

 

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