Von der Lebenszeitvernichtung nicht mehr ganz so junger Frauen


„Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach …“ Hier ist eine nicht mehr ganz junge Frau, die beschreibt, wie sie Nacht für Nacht wertvolle Lebenszeit in Diskotheken vernichtet. Letztendlich läßt sie der Hunger nach Leben nicht zur Ruhe, zum Schlafen kommen. Sie scheint süchtig nach dem Mark, der Essenz des Lebens zu sein, welches sie tief in sich hineinsaugen will. Sie hat die Kontrollinstanz der Vernunft, alles was sie zur Mäßigung und zu einer vernünftigen Menge Schlaf führen würde ausgeschaltet und die gerade angesagten „Wachmacher“ eingeworfen, damit die Extase nicht enden soll. „Kein Grund zu gehn es ist erst 6.30…“ Auch wenn Berlin – der Heimatort der Sängerin – keine Sperrstunde hat, irgendwann gehen die Lichter an und die Sonne geht auf und eine verschwitzte, ungewaschene, unausgeschlafene Frau die die Nacht durchgemacht hat muss unter die Dusche und zu einer Horrorschicht an die Arbeit, die sie  -wenn überhaupt – nur mit Unmengen Kaffee durchsteht. Und aus dieser vollkommen übermüdeten Perspektive so um 14.00 war all die Extase eigentlich nicht mehr als  nur „ein Haschen nach Wind“, wie es König Salomo in Prediger 1,14 formulierte …

Sehen wir mal ein bißchen hinter all den hedonistischen Nihilismus: Diese Frau ist ein Geschöpf Gottes. Er hat sie geschaffen, damit sie  ihn sucht und mit kommuniziert. Ihre ruhelose Suche nach den Kicks der Clubszene kann dieses Loch nicht stopfen und irgendwo tief drin weiß sie das auch … Augustinus von Hippo (354-430n.Chr) ein reicher Jüngling aus Nordafrika, der das hedonistische Leben eines Playboys führte und dessen gläubige Mutter jahrelang dafür betete, daß er zu Gott finden möge hat wahrscheinlich ähnliches erlebt wie diese Frau. Er faßte seine Zeit der Suche und durchgetanzten Nächte folgendermaßen zusammen: „Du hast uns auf dich hin geschaffen und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir“ …
… Amen!

Worum geht es im Fall Böhmermann?

Zunächst muss man festhalten, dass es kein Fall Böhmermann ist, weil sein Auftritt im Fernsehen mit Sicherheit exakt so mit den allerhöchsten Verantwortlichen des Senders abgestimmt war. Allerdings wird nur Böhmermann juristisch belangt werden, und er war offensichtlich dumm genug, sich von einer Welle der vermeintlichen Kollegialität zu seinen verbalen Auswürfen verleiten zu lassen. Dahinter steckt ein eiskaltes Machtspiel, dem Böhmermann zum Opfer fallen wird. Die Medien testen z.Zt. bewusst die Grenzen der Satire aus, weil das ihre schärfste Waffe ist. Sie haben keine wirklichen Befugnisse aber die Möglichkeit, sich öffentlich abfällig über jeden zu äußern, der ihnen nicht passt. Als Opfer haben sie sicherheitshalber Erdogan gewählt, also keinen Deutschen, so dass sie sich des Beifalls der Bevölkerung sicher sein konnten – und auch der Tatsache, dass deutsches Recht in diesem Fall eher nach Lust und Laune angewendet wird, bzw. schon als quasi abgeschafft betrachtet wird. Wenn dieser Fall aber ohne eine Anklage verläuft, wird unumstößlich feststehen, dass Medien auf absolut jede erdenkliche Weise die Ehre einer Person verletzen dürfen. Im aktuellen Fall trifft es nur Erdogan, aber die Botschaft ist klar: legt euch nicht mit uns an und wagt es nicht zu denen zu gehören, über die unser Urteil fällt. Warum aber gerade jetzt?

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Böhmermann vs. Erdogan – Aufruhr im Auenland!

boehmermann vs erdogan aufstande im auenland

Von allen Europäern ähneln die Deutschen den Hobbits am meisten. Sie haben sich auf diesem behaglichen Fleckchen Erde eingerichtet, gehen den achtbaren Geschäften ihres wohlgeregelten Lebens nach und meinen, dass Friede, Überfluss und die bürgerlichen Freiheitsrechte die Regel seien sowie allen vernünftigen Leuten von Rechts wegen zustünden [-> http://goo.gl/c45t0d ]. Weil ihre friedliebenden kleinen Hobbitvölker aber geschützt werden müssen und um ihnen weiter die Illusion zu lassen, sie würden in einem Paradies des ewigen Friedens und Wohlstands leben, wissen die EU-Stammesfürsten der Hobbits, daß sie einen Vertrag mit einem starken kriegerischen Wächter-Volk brauchen. [-> http://goo.gl/XqhoJI ] Das waren jahrelang die US-Amerikaner: Im zweiten Weltkrieg hatten sie die Hobbit-Völker vom NATIONAL-SOZIALISMUS einem der blutrünstigsten Monster aller Zeiten befreit, welches das wunderschöne Auenland in einen Schlachthof verwandelt hatte. Kurz vor dem Ende des letzten Jahrhunderts befreiten sie die Welt von dem anderen blutrünstigen Monster der Weltgeschichte dem INTERNATIONAL-SOZIALISMUS. Als der letzte US-Präsident G.W. Bush die friedliebenden Hobbitvölker Europas jedoch um Unterstützung im Kampf gegen das neu erwachte Monster des ISLAMFASCHISMUS bat, schickten die Hobbit-Stammesfürsten zwar einige der ganz wenigen kampferprobten Hobit-Recken nach Afghanisten, er zog  beim einfachen Hobbitvolk aber eine gewaltige Menge Haß und Spot auf sich. Auf den Titelbildern aller Hobbit-Gazetten waren jahrelang die allergräßlichsten Bush-Karrikaturen zu sehen und alle Komödianten des Auenlandes wetteiferten darum, diesen unverschämte Forderungen stellende Wächter mit der hohen Hobbit-Kunst des Schmähgedichts zu verspotten.

Das Wächtervolk der Amerikaner war jedoch ein weises und geduldiges Volk. Es war daran gewöhnt, wegen seiner Größe und Überlegenheit vom ganzen Erdkreis beschimpft und gehaßt zu werden. Daher gehörte es zur Tugend dieses Volkes, daß man sich selbst von jenen Völkern immer wieder verhöhnen ließ, deren Sicherheit man garantierte.

Aber auch solch ein stolzes und großes Volk ist auf Dauer nicht vor tragischen Veränderungen sicher … und so verbreitete sich bald die pazifistische Hobbit-Weltanschauung auch in der großen starke USA. Und so kam es wie es kommen mußte: Der oberste Wächter G.W. Bush wurde durch einen schwarzen Hobbit ersetzt: Barrack Hussein Obama. Obama versprach alle gegen das Monster ISLAMFASCHISMUS kämpfenden Amerikaner heimzuholen und die USA in ein friedliebendes Auenland zu verwandeln.
Alle Hobbits hier im europäischen Auenland jubelten an diesem Tag und hätten ihn am liebsten auch zum König über alle Hobbits Europas gewählt, aber zu ihrer großen Verwunderung hatte dieser gar kein Interesse an den europäischen Hobbits und wandte sich den unbekannten Völkern des Pazifikraumes zu.

Durch seinen überhasteten Abzug aus den Nahostgebieten und Afghanistan, welche unter seinem Vorgänger G.W. Bush erst von vielen Schurken, Drachen und Monster befreit und dann stabilisiert wurden [surge!], brach Chaos in dem von Obama hinterlassenen Machtvakuum aus, welches das Ur-Monster des ISLAMFASCHISMUS immer größer und stärker werden ließ.

Dieses Monster trieb immer mehr Flüchtlinge vor sich her, die sich alle in das schöne Auenland retten wollten. Weil die EU-Stammesfürsten wußten, daß die US-Amerikaner für die Hobbits keine Wächter-Nation mehr sein wollten und  die Hobbits sie schon seit über einer Generation verschmähten suchten sie neue starke Wächternationen, welche ihre friedliebenden Hobbitvölker vor den Monstern und Flüchtlingen schützen sollten, ohne daß die friedliebenden Hobbits selber mit in den Krieg ziehen müßten.

Am anderen Ende der Welt im kalten aber kriegerischen Rußland tauchte ein sehr ungehobelter Wächter namens Putin auf. Putin flogen zwar im Auenland trotz, vielleicht aber auch wegen seiner brutalen Führer-Herrschaft viele schutzsuchende Hobbit-Herzen zu. Nachdem er allerdings die Krim anektierte, wollten die EU-Stammesfürsten für ihre friedliebenden Hobbits erstmal einen anderen Beschützer suchen.

Man entschied sich letztendlich für den türkischen Sultan Erdogan, der das Auenland vor dem chaotischen ungeplanten Flüchtlingszustrom schützen sollte, ohne dass die Hobbit-Völker sich selber mit unangenehm Gewaltexzessen beim Kampf gegen anstürmende Flüchtlingsmassen und Schlepperbanden die Finger schmutzig machen müssten.

Da das kleine Hobbit-Volk es aber gewöhnt war, über seine neuen Wächter- und Beschützerfürsten nun erstmal die allerlustigsten Schmähgedichte zu verbreiten und weil der neue Wächter im Gegensatz zum allzeit geduldigen, wohlmeinenden Ex-Präsident G. W. Bush es mit den bürgerlichen Freiheiten jetzt allen Ernstes wirklich nicht gerade gut meinte, kam es anfänglich zu sehr sehr großen Irritationen.

Beginnend mit Jan Böhmermann ließ Erdogan die frechsten Hobbit-Kommödianten einfach verhaften und ins Gefängnis werfen. Einige hatten sogar erstmals Angst um ihr Leben und baten um den Schutz der Hobbit-Polizei, die sie zeitlebens eigentlich noch mehr verachteten, als die Wächter selber … das alles war ein großer Schock für dieses friedens- und freiheitsliebende Hobbit-Volk.

Als Ihr geliebter Führer Putin, der mit seinen Kritikern ebso wenig zimprelich umging recht bald die Macht im Auenland übernahm und sie in sein großes Eurasisches Reich eingliederte, waren sie durch das Intermezzo mit Erdogan daher sehr gut vorbereitet und hielten von Anfang an ihre ansonsten so vorlaute große Klappe … Hobbit-Historiker nannten die Ära „von Obama über Erdogan zu Putin“ später allerdings WEG ZUR KNECHTSCHAFT [ -> http://goo.gl/VBd0Yd ].

Unterschied zwischen Europa und dem Amerika vor Obama

zitat-der-ewige-friede

Im Juni des Jahres 2002 hat Robert Kagan in der „Policy Review“ den Unterschied zwischen dem Denken von Europäern und Amerikanern schärfer als irgend ein Autor vor ihm herausgearbeitet Europa habe sich von der Macht abgewandt und in die Richtung einer in sich geschlossenen Welt der Gesetze und Regeln der transnationalen Verhandlungen und Zusammenarbeit bewegt. Auf Kagan wirkt das wie der Eintritt in das posthistorische Paradies des Friedens und des relativen Wohlstands, die Verwirklichung von Immanuel Kants Idee vom ewigen Frieden.

Die Vereinigten Staaten hingegen, die noch immer tief in der Geschichte stecken üben Macht aus in jener anarchischen Welt, die Thomas Hobbes 1651 im Leviathan geschrieben hat. Eine Welt wo der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, wo auf internationale Gesetze und Regeln kein Verlass ist, wo wahre Sicherheit und die Verteidigung der Freiheit vom Besitz und der Ausübung militärischer Macht abhängen<<

 

Heinrich August Winkler: „Zerreißproben
Deutschland, Europa und der Westen“, S.165, C. H. Beck Verlag, München 2015

 

J.R. Tolkien über die Deutschen im guten alten Jahr 2016

auenland
>>Die Hobbits nannten alles, was zum Hoheitsgebiet ihres Thains gehörte, das Auenland; und auf diesem behaglichen Fleckchen Erde richteten sie sich ein und gingen den achtbaren Geschäften ihres wohlgeregelten Lebens nach. Immer weniger kümmerten sie sich um die Welt ringsum, wo man dunklen Gestalten begegnen konnte, und schließlich meinten sie, dass Friede und Überfluss in Mittelerde die Regel seien und allen vernünftigen Leuten von Rechts wegen zustünden. Das wenige, was sie über die Wächter und die Mühen derer gehört hatten, die den langen Frieden für das Auenland möglich machten, vergaßen sie oder schenkten ihm keine Beachtung. In Wirklichkeit lebten sie in einem geschützten Bezirk, hatten aber aufgehört, daran zu denken.<<