popcons summertape 2013

 

popcons summertape I 2013

Mayer Hawthorne – The Walk, Jamie Lidell- Another Day, Rox – My Baby Left Me – Official Video, Go Outside by Cults, Friends – I’m His Girl (Official Video), Portugal.

 

popcons summertape I 2013

A playlist featuring Mayer Hawthorne, Jamie Lidell, Rox, and others

 

Wir haben Sommersonnenwendezeit – und das ist genau die richtige Zeit für ein tolles Summer-Mixtape für popkonservative Nonkonformisten … OK wir dachten, diesmal müssen wir unbedingt irgendwas gendermässiges machen und deswegen wird es nämlich zwei Tapes geben … das erste hier ist für popkonservative Männchen, die unbedingt das definitive Tape zur Eroberung eines bestimmten Frauenherzens brauchen …  das nächste Tape wird unser erstes Jogging-Tape sein und ist konzipiert für alle popkonservative Weibchen, die schon morgen eine perfekte Bikini-Figur brauchen …
popcons summertape I 2013 … here we go!!!

1. Mayer Hawthorne – The Walk
2. Jamie Lidell – Another Day
3. Rox – My Baby Left Me
4. Cults – Go Outside – Menahan Street Band Remix
5. Friends – I’m His Girl
6. Portugal. The Man – When the War Ends
7. Bran Van 3000 – Love Cliché
8. The Avalanches – Since I Left You
9. Phoenix – Too Young
10. Toploader – Dancing in the Moonlight
11. Jack Johnson – Upside Down
12. Supergrass – Alright
13. Die Sterne – Universal Tellerwäscher
14. Dodgy – Good Enough
15. Noah And The Whale – 5 Years Time
16. Laura Marling – Where Can I Go?
17. Joni Mitchell – Big Yellow Taxi
18. Rickie Lee Jones – Chuck E’s In Love
19. The Cardigans – Carnival
20. Charming – Lost and Found
21. The Sundays – Here’s Where The Story Ends
22. XTC – Love On A Farmboy’s Wages
23. Aztec Camera – Oblivious
24. Stornoway – I Saw You Blink
25. New Radicals – You Get What You Give
26. The Stone Roses – What The World Is Waiting For
27. The Smashing Pumpkins – 1979
28. Broken Social Scene – Swimmers
29. Rhye – The Fall

popcons summertape I 2013 on spotify:
http://open.spotify.com/user/1122316233/playlist/6KSJFkDkabaFZ1eF7yBUVq

Grüne Reagenzglas-Demokratie

Wer glaubt, die Grünen wollen durch ihren Mitgliederentscheid so etwas wie Basisdemokratie proben, kennt sie offensichtlich noch nicht sehr lang. Für alle Jüngeren unter uns daher eine kurze Erklärung: die Grünen sind immer begeistert von demokratischen Entscheidungen, wenn das Ergebnis entweder bereits fest steht oder sich in den engen Bahnen des grünen Parteiprogrammes bewegt. Z.B. gab es noch nie einen Bürgerentscheid der Grünen zu den Themen „Ausländer“, „Homosexualität“, Gender Mainstreaming“ etc. Stattdessen sind sie gerne auf eine bereits bestehende Protestbewegung aufgesprungen (auch wenn die wie sich später herausstellte, nachweislich nicht die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hatte) oder haben sogar andere Länder für ihre basisdemokratischen Entscheidungen verurteilt (so z.B. als die Schweizer gegen den Bau eines Minaretts gestimmt hatten). Und auch in Russland werden Grüne wohl keine Umfragen über Homosexuelle durchführen.

Der Mitgliederentscheid der Grünen ist also reine Imagepolitur im Wahlkampf. Das Risiko hält sich für die Parteispitze in Grenzen, da ohnehin nur Parteimitglieder aus bereits vorgegebenen Themen die Schwerpunkte wählen durften. Kein Wunder, dass das Interesse nicht besonders groß war. Und obwohl die Wahl kein Risiko darstellte, zeigt sie tatsächlich ein Problem, dass solche Basisentscheidungen mit sich bringen. Es gewinnen vor allem Themen, die emotional triggern: Kinder, Tiere, Sex (oder anders gesagt: Kitaplätze, Massentierhaltung und Homosexualität). So spröde Themen wie „Steuerpolitik“ haben da wenig Chancen so wie alle anderen Themen, in denen es vor allem um Zahlen geht. Die Themen haben allerdings die Chance, auch in der Basis der Bevölkerung Emotionen anzusprechen, die vermutlich ebenso wenig Interesse an wichtigen Themen zeigt.

Die Entscheidung könnte sich daher für die Partei auszahlen, nur als Wähler darf man sich nicht der Illusion hingeben, unter einer Grünen Regierung mehr entscheiden zu dürfen als jetzt. Tatsächlich haben sie schon jetzt beschlossen, dass Eltern zukünftig verboten werden soll, ihren Kindern therapeutische Hilfe zukommen zu lassen, die auf die Behandlung homosexueller Neigungen abzielt. Eine Umfrage zu dem Thema ist m.W. nicht geplant.

Eierwerfende Christen?

Die tagesschau berichtet heute über ein Gesetz, das in der Duma praktisch einstimmig beschlossen wurde und die Propaganda von Homosexualität verbietet – auch wenn der Begriff dort ebenso wenig explizit  auftaucht wie im deutschen Antidiskriminierungsgesetz. Vor dem Gebäude soll es Schlägereien zwischen Homosexuellen und „radikalen Christen“ und Anhängern der Orthodoxen Kirche gegeben haben. Das einzige Foto, dass als Beleg dafür dient, ist ein Mann, der mit einem wenn ich richtig sehe evolutionskritischen T-Shirt,  ganz entspannt auf zwei völlig überraschte Demonstrantinnen ein Ei wirft. Daneben stehen ein paar Unbeteiligte, die ebenfalls recht entspannt wirken und das Geschehen entweder gar nicht mitbekommen, sich beim Telefonieren von den Eierspritzern gestört fühlen oder witzig finden. Ein sehr merkwürdiges Bild für eine Straßenschlacht, bei der die Emotionen angeblich hoch kochen. Entweder ist die Berichterstattung nur maßlos übertrieben oder im schlimmsten Fall falsch, vielleicht sogar fingiert. Man muss sich nämlich fragen, wie es möglich war, das zufällig dort ein Journalist mit der Kamera schussbereit vor Ort war, wo ansonsten kein Kampf tobt (sie die umstehenden Leute), dabei aber das Glück hatte, wirklich den Moment des auftreffenden Eies festhalten zu können, so dass man gleichzeitig noch genau einen Übeltäter erwischt, der auch noch ein evolutionskritisches T-Shirt trägt und sich so bewegt, dass man es in der Kamera sehen kann. Wer möchte, kann mal versuchen, so einen Moment fest zu halten. In der Regel benötigt man sogar unter Idealbedingungen mehrere Versuche. Und was macht seine linke Hand? Offenbar hat seine rechte das nicht mitbekommen, aber für den Zuschauer sieht es so aus, als drückt er dort auf etwas mit dem Daumen. Die Aufnahme ist möglicherweise mit einem Selbstauslöser gemacht, was erklärt, weshalb er den Zeitpunkt so unglaublich gut festhalten konnte. Selbst wenn es kein Selbstauslöser gewesen sein soll (sondern was?), muss er ein Interesse daran gehabt haben, als eierwerfender Christ in die Presse zu kommen. Denn der Aufnahmewinkel zeigt, dass der Fotograf maximal 1m vom Geschehen entfernt gewesen sein konnte. Der Fotograf kann daher unmöglich unbemerkt an das Geschehen heran gekommen sein, und das bedeutet umgekehrt, dass der unvermummte Eierwerfer 100%ig an exakt dieser Aufnahme interessiert war. Natürlich gibt es bei mehreren hundert Millionen Christen weltweit auch Spinner, aber über diesen Mann kann man bestenfalls sagen, dass er wie ein Christ aussehen sollte.

Ich weiß aus Berichten von Abtreibungsgegnern, dass dort teilweise bewusst Abtreibungsbefürworte (wie sich in Gesprächen vorher heraus stellte) mitgehen, die dann Steine gegen die Gegner der Demonstration werfen und versuchen, einen Streit vom Zaun zu brechen, um die Demonstration zu sabotieren. So etwas ist im Nachhinein kaum noch nachzuweisen.

Weshalb diese Berichterstattung gerade heute in der tagesschau erscheint hat zwei Gründe: erstens gab es gestern einen Bericht über gewalttätige Muslime, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es eine Konzern-interne Policy gibt, nach im Gegenzug auch etwas über gewalttätige Christen berichtet werden muss. Und wenn es nichts besseres gibt, nimmt man auch noch die plumpeste Fälschung. Zweitens ist die tagesschau bemüht, die Gleichstellung von homosexuellen Paaren zu unterstützen und erreicht mit der Kombination aus diesem Bericht und dem Bericht über das neue Gesetz für Homosexuelle Paare, dass jeder, der gegen die völlige Gleichstellung ist, sich auf der Seite unappetitlicher Eierwerfer wiederfindet und allein durch seine Meinung fast zum Gewalttäter wird.

Davon abgesehen fragt man sich natürlich, weshalb der tagesschau die christenfeindlichen Proteste in Deutschland keine Erwähnung wert waren, auch wenn dort öffentlich Bibeln verbrannt wurden und die Polizei Christen den Rat geben musste, sich sicherheitshalber nicht öffentlich als Christen zu erkennen zu geben…