Was bedeutet „Demokratie“ für die Grünen?

Zur Zeit wird der böse Ausdruck der „Tyrannei der Massen“ – sagen wir mal – diskutiert, den der FDP-Generalsekretär Döring in einer Talkshow in die Runde warf – leider ohne brauchbare Ausführungen.

Die meisten Kommentare, die sich mit dem Thema beschäftigen, dienen in Qualität und Ausrichtung weniger der Meinungsbildung als der Meinungsstärkung, was um so bedauerlicher ist, als Herr Döring hier an ein Problem rührt, dass er denkbar unbeholfen beschrieben hat aber auf einen grundsätzlich unterschiedliches Verständnis von Demokratie hinweist. Das eigentliche Problem ist tatsächlich aber nicht die „Masse“, sondern die übermächtige Minderheit.

Anlass für seine Sorge war das extrem gute Abschneiden der Piratenpartei und die neue Rolle des Internets, die sich darin widerspiegelt. Die Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke wirkte zwar wegen des schlechten Abschneidens ihrer Partei sichtlich angespannt, stand in der grundsätzlichen Frage aber auf der Seite der Piraten. Die Frage, um die es eigentlich ging,und die leider kaum ernsthaft diskutiert wird ist, was eigentlich Demokratie ist. Herr Döring sieht in der politischen Debatte im Internet eine Gefahr für die Demokratie, Frau Lemke sieht darin ein Zeichen für lebendige Demokratie. Wie kann man die Lage so unterschiedlich einschätzen? „Was bedeutet „Demokratie“ für die Grünen?“ weiterlesen

[12/12] Eux Autres – Right Again

„Eux Autres“ ist eine Indie-Band aus San Francisco und passen zu uns. „Eux Autres“ ist französisch und bedeutet so viel wie „Sie, die anderen“ … korrigiert mich bitte, denn ich bin Lateiner. OK jedenfalls „Eux Autres“ sind auf ihre andere Art ebenfalls popkonservativ, denn sie machen seit Ihrer Gründung 2002 in Portland Retro-Pop. Sie sehnen sich zurück in die romantisch verklärte Welt der 60er Jahre mit  Motown, Surf Bands und all den süssen Girl-Groups. Viele von uns ewigen Mods können ihnen dasnatürlich ausgesprochen gut nachfühlen.

Wir stellen Euch hier natürlich das konservativste Stück ihrer neuen EP  „Sun Is Sunk“ vor. Und zwar den Song mit dem programmatischen Renegaten-Titel „Right Again“. Wir widmen ihn allen Heimkehrern in das konservative … sagen wir ausnahmsweise mal rechte Lager :-))

 

popcons springtape 2012

http://www.dragontape.com/#!/4760015

popcons springtape 2012

Josh Rouse – I will live on islands, Stornoway – I Saw You Blink, Craig Finn – New Friend Jesus [Audio Stream], Soft Pack – C’mon, Wilco – I Might, Telekinesis- Car Crash, Guided By Voices – The Unsinkable Fats Domino, Yukon Blonde – Stairway, Howler – I Told You

201204 popcons springtape 2012

A playlist featuring Josh Rouse, Stornoway, Craig Finn, and others

201204 popcons springtape 2012

A playlist featuring Josh Rouse, Stornoway, Craig Finn, and others


20.03.2012 … Wisst Ihr was heute für ein Tag ist??
Heute ist Frühlingsanfang 🙂 … und wißt Ihr was Sonntag ist? … am Sonntag beginnt schon die Sommerzeit. Könnte es daher einen besseren Tag geben euch eine frische popconservative Frühlings-Cassette aufzunehmen? …
So wie früher … eine C60-in-den-Ghettoblaster-und-ab-in-den-Park-mit-den-Freunden-abhängen-Cassette!
OK hier ist sie … sie hat nicht vor Euch mit irgendwelchen Problemen aus dem linksbetroffenen Rest der Welt zu belasten … sie steckt voll Lebensfreude und soll Euch einfach nur glücklich machen … versprochen!! :-))

popcons marchtape 2012

http://www.dragontape.com/#!/4727133

popcons marchtape 2012

Alabama Shakes – Hold On, Beach Fossils – Shallow, Bebe – Adiós, Fanfarlo – Replicate, Fanfarlo – Tightrope, Francois & The Atlas Mountains – City Kiss, Hands & Knees – Dancing On Your Tears, Hospitality – Friends of Friends, Kindness – Gee Up, Standard Fare – Older Women, Tennis –

201203 popcons playlist march 2012

A playlist featuring Frànçois & The Atlas Mountains, Hospitality, Kindness, and others

[11/12] Yukon Blonde – Stairway

 

Der popconservative Song der Woche soll heute nach 20° im Schatten und auf vielfachen Wunsch den Frühling einläuten.

Dies ist bei „Stairway“ dem neuen Song der kanadischen Band Yukon Blonde spielend möglich … und zwar über das Video von Joy Broadbent. Hier geht es nämlich inhaltlich um die ganz besonders uninspirierte Durchführung eines  „Frühjahrsputzes“ durch ein männliches Mitglied einer sogenannten Wohngemeinschaft (gespielt vom Sänger Brandon Scott). Nicht daß neuere Lebensformen wie Wohngemeinschaften mittlerweile nicht auch bis in tief burschenschaftlich-konservativ geprägte Gruppen unserer Gesellschaft Einzug gefunden hätten. Aber dieses Video beschäftigt sich ganz besonders einfühlend mit einem in Zeiten des gendermainstreamings zunehmend tabuisierten Thema:

„Männer eignen sich einfach nicht für die Hausarbeit“ !!!

yours sincerely

popconservative

Neues vom Hipster … Springer verwechselt leider mal wieder Freund und Feind!

http://www.welt.de/kultur/article13857560/Der-Hipster-mit-dem-Jutebeutel-das-neue-Hassobjekt.html

hipster photo
Photo by ilustracionesCecilia

Thema Hipster … Ihr erinnert Euch? Ja genau … „PopConservative Hipster aller Länder vereinigt Euch!!“ hier auf popcons.de Die WELT hat nun auch endlich was zu dem Thema gebracht: „Der Hipster mit dem Jutebeutel – das neue Hassobjekt“ von Daniel-C. Schmidt. Was für eine vertane Chance … Ich war total sauer als ich ihn las. Ich war so sauer – ich ließ mich sogar noch zu einem richtig schön arroganten Oberlehrer-Leserbrief hinreißen: „Herr Schmidt, Hallo! 🙂 ich wollte ihnen noch kurz mitteilen, dass Mark Greif zu den wirklich absolut unbelehrbaren Salonmarxisten gehört und noch dazu als einer der größten „occupy“-Ideologen auf unserer schönen Erde unterwegs ist. Ich als popkonservativer WELT-Leser finde es schade, wenn Journalisten „meiner“ Zeitung solchen linksintellektuellen „Zündlern“ auch noch eine Plattform geben. … und ihre soganannten Hipster … ich nenne sie lieber bourgeoise Bohèmians – stellen meines Erachtens eine sehr sehr attraktive neue lesergruppe für ihr Blatt dar, über die sie nicht ohne Not und mit himmelschreiender [sorry, sorry affektbedingt … würde ich selbstverständlich SOOO heute nicht mehr scheiben – Anm. des Leserbriefautors] Ahnungslosigkeit herziehen sollten … oder frei nach Carl Schmitt: Politik ist die Unterscheidung zwischen Freund und Feind …“

 

[10/12] The Jam – In The City [Wir brauchen Punk. Jetzt! ]

http://www.welt.de/debatte/article13914727/Die-Generation-Schluffi-braucht-Punk-Jetzt.html

 

 

Heute habe ich es einfach mit dem popconservativen Song der Woche … Inspiration und Kommentar wird mir komplett geliefert von Frank Schmiechen. Er erinnert uns in seinem heutigen Kommentar „Die Generation Schluffi braucht Punk. Jetzt!“ an das langweiligste Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts die Siebziger Jahre.
Eine verlorene Jugendgeneration war komplett durchuniformiert … Kleidung: Parka mit Haar-Bürste … Musik: Jazz-Rock … Drogen: Marihuana Politik:  „irgendwie“ links. In diese Zeit des langweiligen Hippie-Stillstands explodierte der PUNK.
Frank Schmiechen´s Artikel endet so: „Nein, Punks waren nicht diese armseligen Gestalten, die sich heute mit ihren Hunden in den Fußgängerzonen versammeln und um Kleingeld betteln. Punk war am Anfang scharf, präzise und cool. Angriffslustig, hyperaktiv und provokativ. Eine ästhetische Kampfansage an all die lachhaften Langweiler. … Viele Punks der ersten Generation sind heute erfolgreiche Unternehmer, Manager oder Künstler. Oder Journalisten. Auch wenn Punk bereits nach einigen Monaten vorbei war, es reichte für eine kreative Explosion. Die Schockwellen sind längst im zähen Mahlstrom des lähmenden, zaudernden, konfliktscheuen Irgendwie versandet. Wir brauchen Punk. Jetzt!“

Als Song habe ich Euch „In the City“ von „The Jam“ herausgesucht. Der charismatische Bandleader Paul Weller unterstützte übrigens am Anfang seiner Musikkarriere noch die Ideen von Margret Thatcher … aber das ist eine andere Geschichte 🙂

 

Wie korrupt sind Journalisten?

Eine Krankenschwester, die 2 Euro von einem Patienten annimmt, riskiert, ihre Kündigung. Ebenso Busfahrer, Polizisten, Lehrer etc…  Der Grund ist einfach: jeder Euro, vermutlich schon jeder Cent, ordnet die Beziehung zwischen Menschen und macht den einen zu einem Geber und den anderen zu einem Empfänger und nimmt diesem etwas von der Autorität, die er für die Erfüllung seiner Pflichten benötigt – und sei es nur die Autorität zu bestimmen, in welcher Reihenfolge die Patienten im Krankenhaus morgens behandelt werden.

Eine Gesellschaft, die diese Form der Korruption zulässt, wird stillschweigend, d.h. unabängig von öffentlichen Debatten und Gesetzen die Armen unterdrücken und ihnen vieler notwendiger Rechte berauben, weil sie auf einmal an den Meistbietenden gehen.

Dieses Problem sieht im Kleinen und auf den ersten Blick nicht gravierend aus, aber man kann sich leicht vorstellen, wie es sich entwickelt, wenn flächendeckend das Unrechtsbewußtsein für solche Verstöße abhanden kommt.

Ungleich schlimmer wird es natürlich, wenn es sich dabei noch um ein verantwortungsvolles Amt handelt, und noch viel schlimmer ist es, wenn dort das Unrechtsbewusstsein hart gegen Null geht. Tatsächlich trifft diese Beschreibung in Deutschland auf den Journalismus zu. Auf der Seite Pressekonditionen.de oder auf der Seite der DFJ („Die Interessenvertretung für Fotografen und Journalisten“) kann sich ein Journalist ganz offen über die Möglichkeiten informieren, über seinen Presseausweis Rabatte zu erhalten. Die Absichten der Firmen, die Rabatte gewähren sind so offensichtlich, dass man darüber nicht viele Worte verlieren muss. Das eigentlich Erstaunliche ist, dass die Bevölkerung trotzdem so treu regelmäßig Geld für eine gekaufte Berichterstattung ausgibt. Selbst eine Buchrezension wird schon gelenkt, wenn der Rezensent ein Freiexemplar erhält (das darf er selbstverständlich behalten und kann sich nach kurzer Zeit mit allen Büchern kostenlos eindecken, die ihn interessieren, wäre ja schön blöd, wenn er so ein Privileg leichtfertig verspielt). Wer über ein Auto berichten soll und zu diesem Zweck in einem Luxushotel eingeladen wird – weil dort zufällig die Präsentation stattfindet – wird diesen Kurzurlaub möglicherweise auch in Zukunft gerne auf Kosten des Autoherstellers in Anspruch nehmen, einschließlich der Probefahrten und einer hinreißenden Location. Auch diese Fälle sind schlicht ein Zeugnis für Korruptheit, wobei die meisten Beispiele viel offensichtlicher sind: jeder Journalist erhält bedingungslos Rabatte. Für Flugreisen, Für Partnerschafts-Vermittler, für Autos, Bücher, Weiterbildungsangebote, Brillen, Unterhaltungselektronik, nicht zuletzt für ein Aquaristik-Fachmagazin, Desingermöbel, bei der Barclaycard, Versicherungen, im Cinedom etc… es lohnt sich, die zahllosen Beispiele mal zu überfliegen.

Auch wenn das Verhalten der Journalisten vom Gesetzgeber nicht  verboten ist (dort geht es nur um öffentliche Ämter), ist es ein Fall von Korruption, vielleicht sogar der schwerstmögliche Fall von Korruption, die nicht gesetzeswidrig ist, weil es für die Meinungsbildung eines Bürgertums zuständig ist, das offenbar immer dankbar ist, wenn sich jemand seiner Meinung annimmt.

„Der Politikwissenschaftler Harold Dwight Lasswell definierte Korruption als die Verletzung eines allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Korruption&oldid=99992013)

Und diese Definition trifft eindeutig den Fall der Journalisten-Rabatte: Journalisten betonen (wenn es um ihre eigenen Freiheiten und Sicherheiten geht) immer gerne die Hohe Berufung der freien Presse, also das öffentliche Interesse einer funktionierenden freien Presse, haben aber keine Probleme damit, sich „spezielle“ Vorteile, die also nicht im allgemeinen Interesse sind, einräumen zu lassen und ihre Freiheit mutwillig und selbstsüchtig zu verkaufen. Vermutlich wird kein Politiker es überleben, gegen dieses Unrecht gesetzlich vorzugehen und ein öffentlicher Skandal kann daraus nicht entstehen, weil öffentlich nur das sein kann, was veröffentlicht wird.

[09/12] The Marvelettes – Danger Heartbreak Dead Ahead

 

OK … höchste Zeit für den popconservativen Song der Woche. Was haben wir denn da heute?
Ohh … es sind die Marvelettes – feinster 60s-Soul vom legendären Tamala-Motown-Label.  STOP!!! werdet ihr sagen, das ist ja uralt … OK das stimmt natürlich, aber bei neu veröffentlichtem Sixties Soul machen wir mal eine kleine Ausnahme. Denn im Gegensatz zum Funk der 70ties, wo es häufig um die Verbreitung eines sexuell promisken Verhaltens-Codex ging, handelt es sich beim Soul der 60er Jahre inhaltlich noch um sehr konservative Lebenswelten mit Schmetterlingen im Bauch, Liebeskummer, christlicher Moral und natürlich der Hochzeit in Weiß … OK wir werden das in einer der nächsten 60s-Soul-Besprechungen etwas näher ausführen.

Anlaß dieses Beitrags ist das Erscheinen von „Danger Heartbreak Dead Ahead“ am 9. März 2012 auf der Neuveröffentlichung des absolut großartigen Soundtracks zum 25-jährigen Jubiläum eines des berühmtesten Robin Williams Filme  „Good Morning Vietnam„.
Jeder kennt den subversiven, wehrkraftzersetzenden Radio-DJ der US-Army in Vietnam Adrian Cronauer, der seinen eigenen Vorgesetzten mal so richtig den Marsch bläst und seine herzzerreißende Freundschaft zu dem Vietkongbomben-Terrorist Tuan. Leider können wir mit popconservativer Gegen-Aufklärung heute nicht mal so nebenbei den pazifistischen Medien-Krieg der letzten 50 Jahre kritisch aufarbeiten. Uns bleibt nur der kleine Hinweis, daß der ECHTE Adrian Cronauer das Drehbuch zu dem Film geschrieben hat. Dieses wurde vom linksradikalem BIGHollywood jedoch so extrem durch den politisch korrekten Fleischwolf gedreht, daß laut Adrian Cronauer nur noch 45% der realen Figur übrig blieb …

… ach so und … ähm … der echte Adrian Cronauer ist natürlich immer schon Republikaner gewesen und hat 2004 im Wahlkampf George W. Bush unterstützt …
… DIE WAHRHEIT IST EBEN MEISTENS  … KONSERVATIV!!!
🙂