Das #1-Kritiker-Album des Jahres 2011 und ich

 

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OK bei mir – dem international für seinen besten musikgeschmack der welt bisher noch nicht sonderlich bekannten popconservativ-reaktionären freizeitmusikkritiker – ist es so, dass ich im gegensatz zu den oben erwähnten kritikern politisch progressiver musikblätter erfreulicherweise keine ersten plätze für politisch korrekte pazifistInnen-alben vergeben muss (pj harvey erhält demensprechend bei mir nur 11 punkte [note 2] … was dann so ca. platz 1000 bedeutet) … lippenaufgespritzte lana del rays oder andere 2011er-hypes wie bon iver, caspar oder zola jesus kommen gar überhaupt nicht vor … benotet wird nur wie toll ich einen song finde … und songs die ich toll finde sind irgenwie auch toll …

wegen des großen interesses hier also kurz ein paar bemerkungen zu meiner zugegebenerweise ein wenig zwanghaften arbeitsmethode:
ich höre beim zähneputzen, hund gassi führen, auf dem weg zur arbeit und anderen sich ergebenden gelegenheiten so ca. 10.000 songs pro jahrgang (es werden bei mir an 365 tagen im jahr permanent die 50 besten radiosender [25%mainstream 75%alternative-indie] mitgeschnitten) …
was grottenschlecht ist oder blasphemisch bekommt 1 stern, was super ist 5 sterne … alle 4 und 5 sterne-songs werden dann nochmal in ruhe am stück durchgehört … dann benote ich die 4-5-sterne-songs mit noten zwischen 10 (mässig) bis 15 (extrem glücklich machend).
von allen songs die mindestens 13 punke erreichen bewerte ich alle songs des albums. am ende des jahres mache ich dann die auswertung … und erhalte so die besten 500 alben des jahres …

… naja jedenfalls … bin ich mit 2011 … ähämm .. … noch nicht ganz fertig …
:-)) :)) :-))

2010 falls es jemanden interessieren sollte – war bei mir
… das #1-album das hier -> darwin deez von darwin deez http://www.youtube.com/watch?v=8pbdLqTh_x4
… und die #1-„single“ das hier -> „heaven’s on fire“ von radio dept. http://www.youtube.com/watch?v=r0FoVuUYh4w

OK ich merk schon … ihr seid begeistert :-))

 

„What a Racist!“ – Kleine Story zum siebzigsten Geburtstag von Muhamad Ali


Alles fing ganz harmlos an:
Ein seit Jahrzehnten popkulturell gefeierter DJ bot uns Jüngern per Facebook obiges weltberühmtes Muhamad-Ali-Video zur Kontemplation an. Herr Ali erklärt darin, dass er nicht bereit sei, für sein Land in den Vietnamkrieg zu ziehen, da ihm sein Gewissen verbiete, auf Schwarze und Menschen mit dunkler Hautfarbe zu schießen; wenig später schreit er dann auch rum, dass die Weissen eigentlich seine Feinde wären und nicht der Vietcong.
Jedenfalls kommentierte ich dieses Video ohne viel nachzudenken mit: „what a racist!“
Aufgrund meiner Blasphemie gegen einen Heiligen der emanzipatorischen Polit-Religion brach dann jedoch plötzlich eine Lawine der moralischen Entrüstung los, mit der ich in dieser Heftigkeit wirklich nicht gerechnet hätte.

OK ich geb´s zu – Blasphemie gegen Heilige und Ikonen der atheistischen Religionen hat natürlich für mich auch irgendwo etwas Reizvolles … um die Wogen zu glätten wollte ich dann aber doch wenigstens meine rationale Argumentation darlegen:

1. Muhammad Ali war Mitglied bei der rassistischen Organisation „Nation of Islam“, für die Menschen mit weißer Hautfarbe Teufel sind
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Nation_of_Islam#Wei.C3.9Fe_als_Teufel
2. Er negierte seine Tötungsbereitschaft in dem präsentierten youtube-Video explizit für Menschen mit schwarzer und dunkler Hautfarbe. Menschen weisser Hautfarbe hat er weiter hinten im Video als seine Feinde bezeichnet.
-> von mir wurde also ein Mitglied einer rassistischen Organisation, der rassistische Inhalte von sich gibt als Rassist bezeichnet … so what?

Aber da hatte ich nicht mit dem religiösen Fantatismus der progressiven deutschen Kräfte gerechnet. Insbesondere eine Art Jeanne d’Arc der linken Inquisition – nennen wir sie Heide D. interessiert sich auffallend wenig bis überhaupt nicht für die Fakten, sondern widmete sich ausschließlich ihrer eigentlichen Zuständigkeit: Die Bestrafung ungläubiger Gotteslästerer.

„Sie sind ein Arschloch!“
„Sie sind ein Arschgesicht!“

… das sass natürlich … auch wenn diese ein wenig hysterisch zusammengehackten Kommentare von dem mir anscheinend milde gesinnten seit jahrzehnten popkulturell gefeierten und mittlerweile weltberühmten DJ erfreulicherweise sehr bald wieder aus dem Thread entfernt wurden.

Allerdings wusste die Welt noch nicht, dass ich von nun an in den unbestechlichen Argus-Augen der Apologetin linker Heiligtümer ein übler gefährlicher NAZI war … woraufhin dann plötzlich der größte Teil meiner öffentlichen Facebook-Kommentare durch o.g.  Dame gewissenhaft mit krudesten antifa-„diesisteinnazi“-Kommentaren gekennzeichnet werden musste …

OK man kann sich auf Facebook glücklicherweise solcher Belästigungen erwehren, aber … was soll ich sagen  … nun ja … musste ich halt mal loswerden meine Erlebnisse mit den linken religiösen Eiferern am 70. Geburtstag von Cassius Clay aka Muhammad Ali

yours sincerely
popconservative

PopConservative Hipster aller Länder vereinigt Euch!!

hipster photo
Photo by Christopher.Michel

In der neuen Spex ist man gerade ausgesprochen stolz auf das neue Hipster-Buch Hipster – Eine transatlantische Diskussion von einigen popmarxistischen Intellektuellen aus der Spex-Wolke unter der Leitung von Mark Greif: „Während die weißen, wohlhabenden Baby Boomer einst in die Vororte flohen und die amerikanischen Innenstädte verslummen ließen, kehren ihre hippen Kinder jetzt in die Citys zurück, verdrängen die dort lebende multiethnische Bevölkerung … Es liegt nahe, dass die in linker Theorie geschulten n+1-Autoren nicht viel Gutes über diesen Hipster zu sagen haben.“

hallo spex 🙂
ich spreche hier für die popconservativen unter den spex-lesern und hab grad ideen für ganz neue milieugetriggerte bündnisse: wir werden die hipster nämlich von den occupy-happenings weglocken, ihnen zu ihrem eigenen bourgoisen selbstverständnis  zurückverhelfen … ihnen mit modernster memetik ein southpark-konservatives klassenbewußtsein installieren und uns dann gemeinsam die linke salonmarxistenmafia vornehmen … stellt euch schon mal darauf ein, dass wir euch nicht mehr in die angesagten clubs lassen, euch clubmate-verbot erteilen und – was das schlimmste für euch sein wird – uns überhaupt gar nicht mehr auf euch beziehen und unsere SPEX-Abos kündigen werden beziehungsweise noch viel demütigendere maßnahmen, die ich mir gerade noch ausdenke  …

OK so machen wirs !! :-))