AUF – Hier ist sie … die neue christlich-konservative Partei!

Ich halte Dr. Walter Weiblen, den ehemaligen Vorsitzenden der Partei bibeltreuer Christen für einen der fähigsten politischen Köpfe der evangelikalen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Ende letzten Jahres erlebten wir das Desaster der PBC, die sich putschartig von Weiblen trennte, der mit der Forcierung der Initiative Aufbruch 2009 das Ziel hatte aus den vielen christlichen Kleinparteien eine relevante und schlagkräftige politische Plattform für das Superwahljahr 2009 aufzubauen.
Nach der Demontage von Roland Koch und damit des konservativen Flügels der CDU mailte ich Weiblen an, um ihn zu einem Statement bzgl. dieser Plattform zu bewegen. Zu meiner Überraschung antwortete er postwendend:


wir haben die AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Untertitel „Christen für Deutschland“ am vergangenen Samstag in Berlin gegründet. In wenigen Tagen, vielleicht auch schon morgen, können Sie unsere Homepage besuchen und dort z.B. das Programm herunterladen. Wir freuen uns, wenn das Ihre politische Plattform werden kann. Wir nehmen Christen als Mitglieder auf, die das Apostolische Glaubensbekenntnis ihrem Christsein zugrunde legen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen
Walter Weiblen

Idea Spektrum war auf der Gründungsveranstaltung am 26.01.08 in Berlin und berichtet wie folgt:
B e r l i n (idea) – Neben der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und der Deutschen Zentrumspartei gibt es jetzt eine weitere christliche Kleinpartei. „AUF – Christen für Deutschland“ wurde am 26. Januar in Berlin gegründet. Die Buchstaben AUF stehen für Arbeit, Umwelt und Familie.
Auf diesen Feldern wolle sich die Partei besonders engagieren, sagte der Vorsitzende Walter Weiblen (Weissach bei Stuttgart) gegenüber idea. Man wolle einen möglichst breiten Kreis von Christen ansprechen und die Kräfte bündeln. Viele sehnten sich nach einer Partei, mit der sie sich identifizieren könnten. Weder der PBC, an deren Spitze Weiblen von Oktober 2005 bis Dezember 2007 stand, noch der Zentrumspartei sei es gelungen, diesen Menschen eine politische Heimat zu geben. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Schneider (Volkenroda/Thüringen), geht davon aus, dass die Partei noch in diesem Jahr 3.000 Mitglieder haben werde. „Wir wollen deutlich über die Größe einer Splitterpartei hinauswachsen.“ An der Gründungsveranstaltung nahmen rund 140 Mitglieder teil.

Meves für Partei, „bei der Gott im Regiment sitzt“
Die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen bei Hannover) kritisierte, dass der Werte-Begriff in der öffentlichen Debatte um die Kindererziehung zu abstrakt gebraucht werde. „Eine Werte-Erziehung ohne Anbindung an Gott ist leeres Geklingel“, sagte sie. „Wir brauchen eine neue Partei, bei der Gott im Regiment sitzt.“ Sie dankte der Partei, dass sie sich in ihrem Programm unter anderem dafür einsetze, die Mutterschaft als eigenständigen Beruf anzuerkennen. Außerdem forderte die Katholikin, den „destruktiven Feminismus“ zu überwinden.

Für traditionelle Rollen von Mann und Frau
Der Unternehmensberater und langjährige BASF-Manager Siegfried Buchholz (Baden bei Wien) sagte, wenn Deutschland zukunftsfähig sein wolle, müsse es sich zurückbesinnen auf zentrale Werte wie die Familie und das traditionelle Rollenverständnis von Mann und Frau. Außerdem müsse es sich vom Anspruchsdenken verabschieden. „Deutschland muss endlich aufwachen aus seiner wohlfahrtsstaatlichen Dauernarkose“, so Buchholz.

PBC und Zentrum: Ethisch verwerfliche Parteigründung
Zum Teil scharfe Kritik an der Gründung der AUF-Partei übten PBC und Zentrumspartei. Sie sei „auf eine ethisch verwerfliche Art und Weise unter Ausnutzung der bestehenden Strukturen der Partei Bibeltreuer Christen und der Deutschen Zentrumspartei zustande gekommen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die neue Partei führe „zu einer weiteren Zersplitterung des schon recht kleinen Lagers der politisch interessierten Christen in Deutschland“. Es fehle nicht an christlichen Parteien, sondern an der gegenseitigen Respektierung und an dialogbereiten Christen, die sich den geistigen, politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen stellten. PBC und Zentrumspartei wollen stärker zusammenarbeiten. Die PBC hat rund 4.100 Mitglieder, die Zentrumspartei etwa 600.

Ich denke es lohnt sich diese junge christliche Partei kritisch-wohlwollend zu beobachten! Ich werde jedenfalls hier auf TheoKonservativ zeitnah über dieses hoffnungsvoll Projekt berichten.

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
AUF – Hier ist sie … die neue christlich-konservative Partei!

Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

Vor ca. einer Stunde meldete der Landeswahlleiter den Sieg der CDU (36,8%) über die SPD (36,7%) in Hessen … Aber der Verlierer der Hessen-Wahl ist trotzdem in den Augen aller: Roland Koch. Wie konnte das passieren? Koch die heimliche Nummer 2 der Bundes-CDU. Wie konnte er so tief fallen? Nun, Hessen ist eigentlich seit Urzeiten immer rot gewesen … und ich muß es wissen, denn ich bin selber gebürtiger Hesse 🙂 Es ist doch das eigentliche Wunder, dass dieser streitbare Konservative sich überhaupt so lange in Hessen als Ministerpräsident halten konnte; als rotes Tuch für die gesamte deutsche Linke. Nur zum Vergleich der Dimension stelle man sich doch mal vor, die SPD würde sich 9 Jahre in Bayern an der Macht halten können …
Roland Koch ist es hoch anzurechnen, dass er das heiße Eisen der dramatisch ansteigenden Kriminalitätsquote von ausländischen Jugendlichen angepackt hat. Seine Gegner aus dem medienrelevanten Lager der post-68er-Gutmenschen können bei Ausländerüberfällen offensichtlich nur reflexartig die armen Täter bedauern, wie der Chefredakteuer der ZEIT di Lorenzo treffend schreibt.
Auf den Hinweis, mein ältester Sohn sei von mehreren türkischen Jugendlichen einfach so zusammengeschlagen und sogar noch per Handy dabei gefilmt worden, warf mir meine eigene Schwester in einer innerfamiliären Debatte um „den rassistischen Wahlkampf von Roland Koch“ doch tatsächlich vor: „Wie unverantwortlich von Dir, dass Du ihn nicht längst in einen Karate-Kurs gesteckt hast!!!“
Oh wow … ich muss schon sagen, die Anti-Koch-Kampagne greift!
Ich selber habe ja nicht nur deutsche Gutmenschen in der Verwandschaft, sondern bin glücklicherweise auch mit einer wunderbaren Frau „mit Migrationshintergrund“, einer Italienerin mit spanischen Wurzeln mütterlicherseits verheiratet. Bei unserem letzten Aufenthalt in Ihrer „Heimatstadt“ Mannheim hatte ich ein Gespräch mit meinem italienischen Schwiegervater … einem sog. „Ausländer“ …
Wir diskutierten den München-Überfall und ich mußte feststellen, dass er sogar eine noch radikalere Ansicht in der Frage der Verschärfung des Jugendstrafrechts hatte als ich. Er würde in solchen Fällen nicht lange fackeln und die Täter SOFORT aus Deutschland ausweisen. Auch mein italienischer Schwager, der übrigens bald Pastor einer pfingstgemeinde sein wird gestand mir offen seine Sympathie zu Roland Koch und seinen Wahlkampfinhalten. Heute höre ich, dass der spanische Cousin meiner Frau von acht Türken zusammengeschlagen wurde und mit Tritten ins Gesicht schwer verletzt wurde … Was soll ich sagen … meine „ausländischen“ Verwandten scheinen erfreulicherweise gegen die typische Politischen Korrektheit der linksalternativen deutschen Medien insgesamt resistent zu sein.
Auf einige SPD-Mitglieder trifft das ja im Übrigen auch zu … Hier ein Zitat von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD):
„Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gern hören: Beim organisierten Autodiebstahl sind Polen nun mal besonders aktiv, das Geschäft mit der Prostitution wird dominiert von der Russen-Mafia, Drogenkriminelle kommen besonders häufig aus Südosteuropa und Schwarzafrika. Man schützt die hier lebenden gesetzestreuen Ausländer nicht, indem man Ausländerkriminalität totschweigt. Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell!“
Dieses Schröder-Zitat schien innerhalb der Hessen-SPD nicht viel zu gelten, betrieb sie doch erfolgreich eine Diffamierungskampagne gegen den hessischen Regierungschef Roland Koch, die gar nicht auf die Realitäten der Amtsführung zielte, sondern auf unterstellte Absichten.
Siehe Ypsilanti im TV-Duell: „Das Problem, warum das so diskutiert wird, ist, dass man Ihnen das zutraut.“
Aus heutiger Sicht scheint Roland Koch und damit weite Teile des konservativen Flügels der CDU nach dieser schweren Niederlage wirklich demontiert. Deutschland ist nach links und die CDU ist zu Merkels linker Mitte gerutscht. Man mag das bedauern … zu ändern ist das nicht!
Oder etwa doch? Für mich bedeutet diese Entwicklung die historische Chance für die Bildung einer neuen christlich-konservative Partei. Nach dem Desaster der PBC, die sich kürzlich putschartige von Ihrem Vorsitzenden Weiblen trennte, der mit der Forcierung der Initiative Aufbruch 2009 genau dieses Ziel hatte – frage ich Euch: Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei? Nie war sie wichtiger als heute!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

Wie kann eine pluralistische Gesellschaft einen Schurkenstaat kritisieren?

Ich habe mal eine Talkshow gesehen, in der es ausnahmsweise nicht um die Frage ging, ob man im Stehen pinkeln darf, sondern darum, ob wir mehr Moral brauchen. Es wurde zwar nicht geklärt, wer „wir“ ist, welche Moral man zur Auswahl hat und wer jetzt für deren Durchsetzung wie sorgen soll, aber das hat offenbar niemanden davon abgehalten, sich das Gemüt wund zu debattieren.
U.a. gehörte auch ein Alt-68er zu den Diskussionteilnehmern, der Moral auf jeden Fall für entbehrlich hielt. Mit einer Einschränkung: „klar, es sei denn, jemand ist jetzt ein Neonazi!“ Im Publikum gab es zu dieser Ausnahmeregelung beifälliges Gemurmel und die Moderatorin nickte, wenigstens darauf konnte man sich einigen. Aber was ist das für eine seltsame Ethik: man kann machen was man will, solange man kein Nazi ist? Mit dieser Ethik kann man doch wohl kaum den Nationalsozialismus beurteilen, denn die Nazis selbst kannten diese Regel noch nicht.

Aber so überspitzt dämlich die These des Alt-68er war, so verbreitet scheint sie zu sein. Der Nationalsozalismus ruft Abscheu hervor aber die Deutschen haben sich nie einer Alternative zugewandt! Also bloß keine Ethik, aber auf keinen Fal ein Nazi sein.
Vielmehr ist der Nationalsozialismus selbst zu einer Anti-Ethik geworden, oder besser „zu einem Tabu“. So kommt es, dass die Menschen ihre Söhne nicht mehr „Adolf“ nennen, der Seitenscheitel und Schnäuzer aus der Mode gekommen sind und mit allen denkbaren politischen Mitteln Hakenkreuze und andere Nazi-Symbole aus der Öffentlichkeit verbannt werden aber kaum einer spontan sagen kann, nach welcher Ethik er die Nazis eigentlich verurteilt!

Es scheint mir daher eine wichtige Aufgabe der Christen zu sein, den Nationalsozialismus bewusst anhand von Gottes Geboten zu beurteilen. Auf diese Weise können wir dazu beitragen, dass nicht durch eine bürgerlich-oberflächliche Betrachtung Gutes (z.B. die Familie) verloren geht und Böses (z.B. der Körperkult, um nur mal ein vergleichsweise harmloses Beispiel zu nehmen) unbemerkt übernommen wird, und wir können eine Alternative zum leicht verführbaren Geist des Bürgertums hochhalten.
Der Geist des Widerstandes in der Kirche bezog seine Kraft gerade nicht aus dem bürgerlichen Empfinden, sondern aus dem Wort Gottes. Und so muss es auch bei der Aufarbeitung des Nationalsozialismus bleiben.

Das Jugendstrafrecht ist zu lax

Wichtige Themen kommen nicht selten zur Unzeit auf die Tagesordnung: entweder jemand möchte eine Debatte anregen, um sein Buch zu vermarkten, oder aber es ist Wahlkampf. Wobei man in letzterem Fall nicht vergessen darf, dass nie nur für eine einzelne Partei Wahlkampf ist und die CDU mit ihrer Position zum Jugendstrafrecht nicht weniger ihre Wähler im Blick hat als die SPD. Dass es in den Medien als ein Wahlkampfthema der CDU dargestellt wird, zeigt lediglich, dass die Medien sich bereits für eine Partei entschieden haben.

Inhaltlich bewegt sich die Debatte daher auch auf vorgezeichneten Gleisen, bzw. sie bewegt sich ja gerade nicht, was nicht nur daran liegt, dass manche Politiker (vor allem der SPD!) ihre Kinderstube zeitweise vergessen haben, sondern weil die Positionen sich auch nicht widersprechen: man muss sich nicht zwischen Prävention und Bestrafung entscheiden. Beides schließt sich nicht aus und beides ist grundsätzlich nötig.
Und es sind zwei strikt voneinander zu trennende Fragen, ob man in einem der Bereiche etwas verändern muss.

Wobei man ehrlicherweise auch fragen muss, was man ändern kann. Kann eine Partei die „Ursachen“ für Gewalt bekämpfen? Manche scheinen sich hier viel zu zu trauen: wollen sie allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz versprechen? Oder dafür sorgen, dass Ausländer nicht mehr schief angesehen werden? Sollen Ausländer zu Deutschkursen verpflichtet werden oder genügt es, die Schulen mal neu anzustreichen, damit die Gewalt sinkt? Egal, das ist hier nicht das Thema, denn in Frage steht das Jugendstrafrecht, und das ist wirklich ein genuin politischer Entscheidungsraum.

Ob das Jugendstrafrecht angemessen oder zu lax ist, hängt nicht von den Problemen ab, die im Einzelfall zu einer Straftat führten! Diese sollen sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen in das Strafmaß einfließen und haben nichts mit dem besonderen Rechtsstatus des Jugendlichen zu tun. Hier geht es allein um die Frage, wie sehr die Disposition „jugendlich“ als strafmindernd wirken soll, unabhängig von den Problemen des Arbeitsmarktes, der Integration, der familiären Verhältnisse etc…

Die Gründe, die für ein spezielles Jugendstrafrecht angeführt werden, sind leichtere „Formbarkeit“ (und daher auch Verführbarkeit) Jugendlicher und das unausgereifte sittliche Urteilsvermögen. Man hatte dabei vor allem jugendtypische Straftaten wie Autofahren ohne Führerschein, Prügeleien oder ordnungswidriges Imponiergehabe im Blick.
Bei dem Strafmaß soll vor allem der erzieherische Aspekt im Vordergrund stehen und nicht nur (aber auch) eine Tat bestraft werden.

Dabei hat man sich festgelegt, als äußerstes Mittel eine Haftstrafe von 6 Monaten bis höchstens 5 Jahren zu verhängen. In Fällen, in denen das normale Strafrecht ein Strafmaß von über 10 Jahren festlegt (z.B. bei Mord) kann eine Haftstrafe von bis zu maximal 10 Jahren verhängt werden.
Das heißt, die meisten Tötungsdelikte, die zwar absichtlich aber ohne die besonderen Merkmale eines Mordes begangen werden, führen zu maximal 5 Jahren Haft (wer z.B. mit 16 Jahren den Englischlehrer vor der Klasse ersticht, kommt spätestens mit 21 Jahren wieder frei). Und das halte ich tatsächlich für zu wenig. Hier ist das Maß jedes jugendlichen Imponiergehabes bei weitem überschritten. Selbst organisierte Kriminalität ist von diesem Strafmaß nicht ausgeschlossen.
Für einen Mord, bei dem beispielsweise ein Mensch aus Freude am Foltern zu Tode gequält wurde, halte ich 10 Jahre für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Und so etwas kommt immer wieder vor.

Davon abgesehen muss sich eine Gesellschaft fragen, in wieweit sie diesen Typus eines Jugendlichen erst erschaffen hat, auf den sie in der Gesetzgebung dann wiederum reagieren muss. Ist es biologisch festgelegt, dass Jugendliche mit 16 nicht die „ethische Dimension“ ihres Verhaltens begreifen können? Oder dass sie gegen die Gesellschaft als Gegenpart erleben, der sie zu Gesetzesübertretungen anstachelt?
Das sind freilich Fragen, die nicht genügen, um das Jugendstrafrecht auszuhebeln, aber wenn die Debatte schon mal da ist, gehören auch sie dazu.

Kann man aus Liebe in den Krieg ziehen?

Für die meisten Deutschen scheint es ausgemacht zu sein, dass der Irakkrieg nur wegen des Öls geführt wurde. Dass es aber in der amerikanischen Bevölkerung durchaus ein Bewusstsein für die Verantwortung in der Welt geht und eben nicht nur um wirtschaftliche Interessen, zeigt ein kleiner Auszug, den ich in einem christlichen Roman gefunden habe. Es handelt sich dabei um das Buch „So stark wie das Leben“ (Originaltitel „AND THE SHOFAR BLEW“, was erheblich besser zum Inhalt des Buches passt…) von Francine Rivers. Es geht um eine überalterte Gemeinde, die von einem jungen ehrgeizigen Pastor zu einer Mega-Church umgewandelt wird, bis eines Tages Gott eingreift…
Das Buch kursiert z.Zt. in unserem Hauskreis und wird mit Begeisterung weitergereicht.

Nun zu der zitierten Stelle. Paul und sein Sohn sprechen sich nach vielen Jahren zum ersten mal aus, und daher kommen die Infos aus dem Leben seines Sohnes Tim oder Timothy jetzt etwas gedrängt:

„Sie schwiegen wieder. Dann fuhr Tim fort: „Ich bin nicht gekommen, um mit Steinen zu werfen, Vater. Sondern um dir und Mutter zu sagen, dass ich zum Militär geh. Ich dachte, es ist besser, ich sage euch das persönlich als am Telefon.“
Er schaute zu der Diele hin, in der Eunice [seine Mutter, Anmerkung von MW] verschwunden war.
„Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.“
Ein Terrorist, der plötzlich mit einer Maschinenpistole ins Wohnzimmer spaziert kam, hätte Paul nicht mehr schockiert.
„Du gehst zum Militär?“
„Ja. Zu den Marines.“ Paul schloss seine Augen.
„Seit dem 11. September 2001 denke ich über unser Land nach und was Freiheit kostet. Ich hab auch darüber nachgedacht, wie viel Elend in der Welt geschehen ist, weil die Menschen nicht rechtzeitig gegen das Böse aufgestanden sind. Wo wären wir heute, wenn Männer sich nicht hätten einziehen lassen, um gegen Hitler zu kämpfen? Ich habe lange über diese Sache gebetet, Vater, und andere haben auch für mich gebetet. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht.“
Paul sah seinen Sohn an, bis ins Mark erschüttert. „Du weißt nicht, auf was du dich da einlässt.“
„Nicht ganz, aber ich muss ja nicht alles wissen. Es reicht, wenn ich in die Richtung gehe, in die Gott mich führt.“
In den Krieg?
„Ich weiß, dass Amerika nicht alles richtig macht, aber wir haben christliche Wurzeln und Meinungs- und Religionsfreiheit. Vielleicht ist Gott uns deswegen gnädig, weil das noch so ist. Bei jeder Katastrophe sind die Amerikaner die Ersten, die einspringen und helfen. Gott hat uns Wohlstand geschenkt und wir haben versucht, anderen zu helfen, und das nicht immer nur aus politischen Gründen oder weil es um Öl ging. Unsere Hilfe für andere Länder ist womöglich der einzige Grund, warum Gott uns noch nicht zur Rechennschaft gezogen hat für die vielen Dinge, die bei uns nicht stimmen.“ (S. 523f)

In Deutschland wurden die Medien hingegen nicht müde zu erklären, weshalb man den Irak besser von einem Diktator regieren lässt. Wenn der Irak nun wirklich zur Ruhe kommen sollte, dann darf Deutschland sich rühmen, sich nicht nur nicht an der Befreiung des Iraks beteiligt zu haben, sondern auch, die Befreiung mit allen (zum Glück bescheidenen) Mitteln blockiert, die Stimmung gegen den Krieg aufgeheizt und dadurch den terroristischen Angriffen auf ein demokratisches Land den Boden bereitet zu haben. Denn die Anschläge konnten doch nie mehr als ein Stimmungskrieg sein, der darauf abzielte, das Bild vom erfolgreichen Befreiungskrieg zu zerstören. Ihre Wut auf die Amerikaner war größer als der Wunsch nach einem starken, freien und sicheren Irak – und nach meinem bescheidenen Eindruck war das bei vielen deutschen Journalisten in den vergangenen Monaten nicht anders.

Warum ist der Irak zur Zeit kein Thema?

Wer wissen will, warum man zur Zeit von den antiamerikanischen europäischen Medien so wenig über den Irak präsentiert bekommt, dem sei das Weltwoche-Exklusiv-Interview mit General David H. Petraeus empfohlen … Noch vor kurzem schien die amerikanische Mission im Irak epochal gescheitert. Seit einem halben Jahr jedoch gehen Gewalt und Terror markant zurück. Der Architekt der politisch-militärischen Wende, General David H. Petraeus, erklärt exklusiv in der Weltwoche warum.
Warum ist der Irak zur Zeit kein Thema?

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